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Der Israelit · 1867-03-13 · Heft 11 (13.3.1867) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 11 (13.3.1867)
Date
1867-03-13
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Wissenschaftliche ÄetlageM Ar. 11 -es Israelit. „ m rmm Anfangs - Unterricht in der Mosaischen Religion der israel. Volksschulen im Kaiserthume Oesterreich. — ‘wo m Mos. Religionslehre für die HI. u. IV. Klaffe re. Men, k. k. Schulbücherverlag 65, resp. 63, beurtheilt von Dr. 3. LilüesNeiwer. (Fortsetzung.) Der orthodoxe Jude, welcher die in Rede stehenden Bücher durchlieft, wird zunächst recht angenehm durch dieselben gefeffelt, sie machen den Eindruck gesinnungstüchtig geschriebener Werke. Es wird das Princip, worauf es hier mehr als anderswo ankömmt, ausdrücklich anerkannt; sie sind durchaus nicht die Faxon jener sehr bequemen Glaubenslehre, an der Nichts zu lernen, und Nichts zu vergeffen, Nichts zu greifen, Nichts zu verlieren ist; Vers, bekennt sich nicht einmal zu der Manier, die des Guten schon genug, ja vielleicht schon zu viel gethan zu haben scheint, wenn so einige möglichst cosmopolitische Pflichten als Surrogat mitgegeben werden, mit einem Worte, die Bücher, besonders des größer», sind recht praktisch; ja sogar zu minitiös und speciell, welche Einseitigkeit aber den orthodoxen Juden immer viel erträglicher sein wird, als das gegentheilige des mark- und stofflosen Verflachens und Verschweiget alles Specifischen. Als Belege für alles Obige führe ich unter anderen an, daß an einigen Stellen der gleichzeitige Ursprung der s"p2L/ #-nn mit 'a'ater 'nn und das erftere dem nrvv schon tradirt, anerkannt (II. §. 33 u. a.), daß, obgleich rücksichtlich des ra»n nrvaty nur das ganz allgemeine roxbn to mjin *6, in der rron stehe dennoch, was in der mm als wvmtn darüber tradirt, dem gleichstände, als ob es in der min selbst gesagt sei (II. § 307 u. a. m.); es besteht nämlich, besonders das größere Compendium, aus einer fast unzähligen Menge von Dun und Informationen über rmLv, besonders soweit sie den Gottesdienst berühren; ja, es thut des Guten sogar zu viel, indem z. B. an einer Stelle gesagt wird: „Was pflegt man noch mit 2) Sogar „Pschättel" gibt's in diesem Religionsbuche (I 31, II § 18). So wird 'Ul NplO (Es. 20, 5) übersetzt: Er gedenkt rc. wegen der Kinder, die sie zu Hassern machen, wodurch man allerdings über die bekannte principielle Klippe und dm Widerspruch mit Ezechiel 18 käme, und einigm Haltpunkt mehr für bul“n mm nämlich 'NPQ D’iniKEO OrrnaK hätte. Aber solche Spitzfindigkeiten für Kinder in der ersten Klasse! Aehnlich sind §45 die Schlußworte Exod. 19, 5 mit den Anfangsworten des folgendm Verses zusammmgenommen und übersetzt: Zwar gehört rc. Dennoch sollt ihr rc. Großartig polnisch! den Schaufäden z« thun?" Antwort: „Man führt sie über das Auge uno sagt D»ry mwo pro 'n miso,"2) indem es an einer andern Stelle Moses den frömmsten Mann auf Erden gewesen sein läßt, was eigentlich nicht biblisch begründet, da nur von sejner beispiellosen Bescheidenheit in derselben die Rede ist. Wohl! aber könnte man aus der mm rücksichtlich der Stelle! Deut. 10, 12 folgern, wo die mm bemerkt, (nm»)! -r»n nmon «n?»D nsvo 'üb pN, woraus die Behaup-! tung allerdings noch nicht folgt, aber doch in übergroßem und daher wenig kritischem Traditionseifer folgen kann. So auch im praktischen Theile, z. B., daß mannen ruyann alle h"d herausnimmt (§440), während in der That nur sieben aus dem tsnpn pn« herausgenommen werden. Dies wäre Alles soweit ganz gut, und selbst in Bezug auf letzteres Falsum noch erträglich, wenn nicht-- das Alles nur Heuchelei, Scheinheiligkeit, Lockmittel für Diejenigen, welche sich nicht nur zu diesen Principien, sondern auch zu diesen Consequenzen verstehen u. dergl., wäre. Gehen wir nun, dieses Alles zu erhärten, die beiden Büchlein durch (der Kürze halber wollen mir das erste mit I, das zweite mit II nennen; aus I nach Seiten, H nach Paragraphen citiren). Zunächst constatiren wir, daß der Verf. wirklich eine sehr große Belesenheit sowohl in der talmudischen Literatur wie dem *;ny;r6is? entwickelt, und da, wo er etwas wiffen will, wirklich etwas weiß; indeß ist dies, wie wir sehen werden, nicht immer der Fall. Der Wahrheit die Ehre zu geben, ist selbst Redaction und Ausdruck nicht gerade sehr gelungen und immer vorsichtig gewählt, wie könnte sonst I 4 und II § 18, nachdem von der min und den Propheten die Rede war, behauptet werden, die Thora und die Schriften der übrigen Propheten zusammen nenne man die heilige Schrift, während doch jedes Schulkind weiß (wie auch an beiden Stellen gleich darauf gesagt wird), daß auch D'znro zu diesem totalen Namen gehören. Oder wäre es nicht Flüchtigkeit, wenn I 5 behauptet wird, der Himmel sei am 2. Schöpfungstage geschaffen, während man nicht über den ersten pms der mm hinausgekommen zu fein braucht, um eben zu wiffen, daß Gott im Anfänge Himmel und Erde schuf. Oder wäre es ordentlich redigirt, wenn I 15 auf die Frage: „Gingen die Verheißungen Gottes, daß die Israeliten in Egypten dienstbar sein sollten, in Erfüllung?" geantwortet wird: „Abrahams Sohn Jsak war eben so fromm" rc. und erst in der Beantwortung der folgenden Frage der Verfaffer auf die Lösung der vorigen Frage herauskömmt? Oder wäre es nicht flüchtig, wenn daselbst gesagt wurde: „Jakob hieß Israel," statt „wurde auch später Israel genannt," oder gar 18, wo man Mos. Hand „voll Blasen" statt „aus-

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