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Der Israelit · 1867-02-20 · Heft 8 (20.2.1867) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 8 (20.2.1867)
Date
1867-02-20
Page
– (sequence 11)
Language
German
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131 auf dem Gebiete des Rituals überhaupt und des jttnn bb»d insbesondere, nämlich oniN nancn p«on v'Q'rn. Ich werde desien Darlegung, wie schon früher einmal, weil heutzutage leider dem y"w diese Lüge immer wieder insinuirt wird, wiederaeben. Noch Ccheb. 30 b reciprrt von Maim. Eduth X CH. Mi. 34 Anfang soll ein -\vd ny mit einem bios ny nicht zusammen Zeugniß abletien. Ulbft wenn die Sache wahr ist. Schach kann sich dieses schwer erklären, jrui' 'ino jmn aber sagt im Urim das., daß auch bei notorischer Gewißheit der Sache, wo also die Glaubwürdigkeit des zweiten Zeugen gleichgiltig, durch Gottes Besebl hinter dem wir nicht zu klügeln haben, die betreffenden Zeugen für d^idö erklärt werden. O'cy&a 2N5NV -!5v ptri -riri (Strenger Beweis deffen ist auch j'&y rrpi pm, wenn dhib crpjL?). Wenn also Vf., als ein neuer Herostrat, sein Müthchen am y"'ü zu kühlen wähnt, wenn er immer und immer wieder von dem „Mangel bürgerlicher Ehrenhaftigkeit" „Gememschädlichen der Unwahrheit Verdächtigen" „schlechte Juden — schlechte Menschen" „Nichtswürdigkeit" der Genannten „permanente Verdachte der Lüge oder des Meineides" „Ehrlosigkeit ohne Mannhaftigkeit und Treue" schwadronirt; so ist eines, wie das Andere erlogen, angedichtet, „adjustirt,' um nur so so recht eclotanten dbti zu machen. — Was die Neuorthodoxen, die Störenfriede des Rationalismus und der Wrener Fortschrittler, eiaentlich mit diesem Anklageakte gegen S. A. zu thun haben; kann ein gewöhnlicher Mensch allerdings nicht einsehen, allerdings wird auch gegen S. A., selbst gegen Altorthodoxe und Neuorihodoxe, bunt unter einander losgebrüllt; indetz bekommen die letzter» Sündenböcke, alldieweil und insofern sie einmal die fixe Idee der Löw Szantü rc. sind, ihre separaten Fußtritte, wenn sie nicht ganz gemüthlich — außer Trittweite sich befänden, und daher nur in Contumaciam verurtheilt werden können. (Schluß folgt.) geitungsnachrichten und Correspon- -enzen. Deutschland. Mainz, den 18. Februar. Das „Frankfurter Journal" vom 16. d. M. enthält folgenden Artikel: „A Preßburg, 12. Februar. Sechsunddreißig Verdummungs-Anstalten für eine Bevölkerung von 4.0,000 Köpfe sind gewiß nicht zu viel, wenn sie rasch und mit Erfolg wirken sollen, und um so weniger, wenn es sich darum handelt, in der heranzublldenden Jugend eine mächtige Partei zu gewinn«, die sich zum Gegendruck gegen die Bestrebungen des Volkes gebrauchen läßt — und dennoch herrscht unter der jüdischen Bevölkerung Ungarns große Aufregung darüber, daß den Fortschrittsmännern die Errichtung eines Rabbinerseminars zur Heranbildung von Rabbinern, welche durch Wissen und klare Auffassung ihrer Aufgabe din Anforderungen der Zeit entsprechen, nicht gestattet und den Organen jüdischer Interessen bei Strafe der Sistirung untersagt wurde, noch ferner in dieser bereits als erledigt zu betrachtenden Angelegenheit ein Wort zu ermähnen, während für dre orthodoxen Juden sechsundrreißig Rabbinerschulen errichtet wurden, deren Zöglinge der Besuch einer deutschen oder ungarischen Schule ausdrülklich verboten und nicht einmal das Selbststudium der deutschen oder ungarischen Sprache gestattet ist. Ich citire kein Document aus dem Mittelalter. Das k. Jntimat der ungarischen Hofkanzlei ist datirt aus dem I. 1867. Würde es sich um eine bloß konfessionelle Angelegenheit handeln, wir würden kein Wort darüber verlieren, aber der Umstand, daß die Verordnung, die gleichzeitig mit dem Entwurf der allgemeinen Wehrpflicht auegearbt-itet wurde, zugleich verfügt, daß die Zöglinge dieser Anstalten vom Militärdienste befreit sind, verräth die politische Tragweite des Factums. Es war eben der Regierung darum zu thun, sich unter den orthodoxen Juden eine eigene klerikale Partei zu gründen, auf die sie sich in gewissen Eventualitäten verlassen kann, und es wundert uns auch die sorgfältige Auswabl nicht, die getroffen wurde, indem nur solche Rabbiner zur Leitung der Schulen zugelaffen werden, die keine andere Wissenschaft als den Talmud anerkennen und deren Begriff und Anschauung sich nicht über den Rand des Folianten erstreckt." Wir haben darauf das folgende Schreiben an das ..Frankfurter Jaurval" gerichtet: Mainz, 18. Februar. In der Voraussetzung, daß Sie jeder Richtung Gerechtigkeit wiederfahren lassen, erlauben wir uns, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß der Artikel, datirt „Preßburg, 12. Febr.", in Nr. 47 Ihrer geschätzten Zeitschrift durchaus auf einem Verkennen der Verhältnisse beruht. Sie empfangen anbei Nr. 7 unserer Zeitung, der „Israelit," in welcher Sie den Wortlaut des die Rabbinatsschulen betreffenden Kaiserlichen Erlasses finden werden. Von hohem Gerechtigkeitssinne geleitet, hat die Kaiser!. Oest. Regierung die jüdischen Theologen wie die christl. vom Militärdienste befreit und zu diesem Zwecke angeordnet, daß der sechsjährige Besuch der Preßburger Hochschule zur Befreiung vom Militärdienste berechtigt; von diesen sechs Studienjahren dürfen die zwei ersten in einer von 36 zu dem genannten Zwecke bezeichneten Rabbinerschulen verbracht werden. Diese Anstalten sind jedoch nicht erst neuerdings von der Regierung creirt, sondern sie bestehen schon seit geraumer Zeit. Die unfreundlichen Auslassungen Ihres Correspondenten über die erwähnten Anstalten sind nichts Anderes als tendenziöse Redensarten, die, vom Parteigeiste eingegeben, vor dem Richterstuhle der Wahrheit nicht bestehen. Es ist uns z. B. die in dem Kaiserl. Erlasse Nr. 30 aufgeführte Rabbinerschule zu Eisenstadt aus eigener Anschauung bekannt. Dieselbe besteht seit 16 Jahren, und ihr Leiter, Herr I)r. Hildesheimer, ist ein hochgebildeter Mann, ein Preuße vom Geburt, welcher ein preußisches Gymnasium absolvirt und zu Berlin und Halle seine Studien gemacht hat; die Zöglinge, 80 an der Zahl, werden nicht nur im Talmud, sie werden auch in den

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