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Der Israelit · 1867-02-06 · Heft 6 (6.2.1867) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 6 (6.2.1867)
Date
1867-02-06
Page
– (sequence 19)
Language
German
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103 vorausgesetzt nämlich, daß wir uns nicht scheuen, auch in den Worten des Sifre eine Conjectur anzubringen, die umioweniger gewagt erscheinen dürfte, als bereits der pw Dünn“? pns (gedruckt in der von Nette, Wien 1859, besorgten großen Pentateuchausgabe) dieselbe hat und der Wortlaut der Sifrestelle, wie sie in unseren Editionen sich findet, unbedingt eine Emendation erheischt. Denn welcher Zusammenhang läßt sich zwischen dem Verse o’d» nw'pw Tn 'n nna ipan und dem daran geknüpften Satze des Sifre: naVn&y -jö^ö b'D nentn ai'2 nn^si^ herausfinden? Aooptiren wir dagegen die von dem '"nv — freilich nur als Variante zumTargum— angeführte Lesart auch für den Sifre, indem wir statt To n&en Dwbw lesen: nimm nnvans so evbält bie Deutung des Sifre vollkommene Aufklärung. Dreißig Parsaot sind der Zeitraum von drei Tagemärschen, da Tno L>?d niNDis nipp uu»a anr<; die noch hinzukommenden 6 Mil. aber rühren, wie '"nb enns anveutet, einfach davon her, daß 'n |nxi hjw immer in der Mitte des eine Quadratfläche von 12 Mil. umfassenden Lagers sich befanden und darum vor dem Antritt der eigentlichen Wanderung die halbe Länge des Lagers d. i. 6 Mil zurücklegen mußten- Nun hat das Tn D’D» n&b& des Verses eine ganz paffende Erklärung mit den Ta nmpi nwDis d’kPe'. Sifre will sagen, daß die ru’S^ den Weg von 3 Tagen in einem ein zigen zurückgelegt; dasselbe würde auch Raschi sagen, wenn unsere Conjectur nraw;mn richtig ist. — Ich gestehe, daß die hier versuchte Erklärung nicht ganz ungezwungen ist; vielleicht veranlaßt die Erörterung eine befriedigendere von anderer Seite. 6) 2. B. M. 35, 1 bodni löinn ntpa bnpn. Hier fehlt in dem Commentar des Herrn B. die gewiß nicht überflüssige Bemerkung, daß viele ältere Targum Ausgaben hier nicht das Aphel, sondern das Peal eo:> haben, und daß nach Raschi's Annahme selbst correctere Targumtexte, die, wie z. B. der von Löwenstein nach Handschriften und Notizen Heidenheim's besorgte, an unserer Stelle, ferner 4. M. 1, 18 und 8, 9 das Aphel haben, dennoch 3. M. 8. 3; 4. M. 10, 7; 5. M. 4, 10 und 31, 12 mit der Beibehaltung der Pealform einen Fehler bewahren. 7) 2. M. 2, 21 '3i 6 morn lounna nspa nant> \TKin. Der Commentar verweist auf n»Pi<na n"\ Diese Bezeichnung ist ungenau, denn das Wort TPNin findet sich in diesem Capitel zweimal, V. 27 und 31, und zwar in verschiedenen Bedeutungen, nach R/s Auffaffung wenigstens. Das erste muß nach N. „ anfangen" bedeuten, da R. 5. M. 1,5 Tx-n mit 8’nnn erklärt und als Beleg dafür ’nbxin nj ran anführt, was sich sicherlich nur auf das erste im Cap. 18, V. 27 beziehen kann (in dem npa koa des Herrn B. findet sich zu 5. M. 1, 5 das Citat «"a n"' tv»&na — unzweifelhaft ein Schreib - oder Druckfehler); das zweite dagegen im V. 31 kann mit vi'jn „wollen" erklärt werden, und darum kann nur auf dieses bei der Erklärung des mo Bezug genommen sein. Wenn dennoch viele Naschidrucke 1. M. 18 schon zu B. 27 die Erklärung nvo Wi ioa »n»sn hinzufügen, so beruht dies auf einem Jrrthum, dem der cnpv nioa zu 2. M. 2, 21 durch den genauen Hinweis auf 1. M. 18, 31 hätte begegnen sollen. Die Fortsetzung meiner aphoristischen Recenston werde ich n''\v nächsten Monat folgen lassen. Fürth, Schebat 5627. vr. Sg. Auerbach, Direktor der isr. Bürgerschule. Lrrichtigimg einer Leseart im Talmud. Im Tractat mmn 13 b. wird unter den 5 Dingen, welche dem Studium förderlich sind, auch ns ]asp rnns p# Ti pans gerechnet. Daß dies nicht die richtige Leseart ist, daß sie vielmehr durch die Verwechselung zweier sich ähnlichen Buchstaben (o ftatt a) corrumpirt worden ist und es dafür heißen müsse: „pLp pan Ti pan ns Txn" läßt sich vollständig Nachweisen. Der Aruch, Schlagw. '^an, hat diese richtige Lcseart, ebenso der sp>" s'p z. St.*), wie auch der Commentar nain ns"> zu nan n’a\>na Cap. 15. Noch wäre der abweichenden Leseart im Midrasch rmn nitfpa (ed. Jellinek S. 97) zu erwähnen, da es hier heißt nr< an'apa anan ntpan naann (im Talmud heißt es hiefür -vaPn nrr D’anpa, im Aruch maänn n« , im app1 pp und im n»sm ns’ dagegen nsp; na ns b3 nnss ns Tixn "naT O'S' li. s. w. Der Ansspruch aber, daß der Genuß des Weizens die Erkenntnis; bereichere, ist aus den Midrasch im nan rvwioa Cap. 15 zurückzusühren, worin mitgetheilt wird, daß die Pflanze der Erkenntniß, von der die ersten Menschen gegessen, Weizen gewesen sei, und wird hinzugefügt: pj\x npn vn na nn iT 73 nar jo '2'rn «ns koin «inn T.x Np na«. „Von einem Menschen ohne Erkenntnis; sagt man: „der hat noch nie Weizenbrot gegessen." Hiermit ist auch Berachoth 40 und Sanhedrin 70 zu vergleichen, wo es noch heißt: p-w punn pNitf Ti nnn nan nn"nx uaa Txlp pn npa cipa’tcf np aa^i tox nnpp. „Das Kind verstehe nicht früher Vater und Mutter zu rufen, bis cs den Geschmack des Getreides gekostet." Man vergleiche noch, was Wiesner in dessen Scholien *) Zu beachten wären wie an vielen anderen Stellen so auch hier die Abweichungen in Raschi zum app’ pp von Raschi zum Talmud.

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