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Der Israelit · 1867-02-06 · Heft 6 (6.2.1867) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 6 (6.2.1867)
Date
1867-02-06
Page
– (sequence 18)
Language
German
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102 ben statt i*6on das Wort als Apposition zum vorhergehenden v'v^«n. Wie im Hinblicke auf diese Schriftfälschung bemerkt R. Jochanan: t»nwue pffp ■jNtiDn a\na r6isoa ^«n p w in# biv opb«n a^na rmaiioa ■«otya pp Oai bstnn .vis nynn (Pesach. f. 118 a.) Alles geht von Gott aus, doch zur Ausführung seiner Befehle bedient er sich oft der Engel, sie mögen sichtbare oder unsichtbare sein, und da kann jeder Mensch, jeder Umstand, jedes Verhältniß zum Engel Gottes werden, und wir, die Menschen, merken oft nicht das Eingreifen der Gottheit. Und nun, meint L. Jochanan, macht uns die Schrift aufmerksam, daß es ein größeres Wunder , ein wirksameres Eingreifen Gottes ist, daß er Jeglichem jeden Tag seine Nahrung, seinen Unterhalt reicht, als wenn einmal ein Mensch aus einem Nothzustande plötzlich befreit wird. Es sind dies nur einige wenige Vergleiche, die uns über den Werth und das Wesen der Tradition manche Belehrung geben, und namentlich für unsere Zeit nicht nutzlos sind. Wir wollen aber nicht bei diesem Wenigen stehen bleiben, sondern denken die Betrachtung über samaritanische und talmudische Bibelerklärungen in mehreren Beispielen fortzusetzen. Äerliner's Naschi - Ausgabe. (Fortsetzung des Aufsatzes in Nr. 2.) Meinem Versprechen gemäß fahre ich heute mit meinen Ausstellungen an dem genannten Werke und einigen, wie ich hoffe, nicht unwillkommenen, den Rafchitext überhaupt und dessen Erklärung betreffenden Bemerkungen fort. 4) 3. M. 13, 58 bemerkt Raschi: ptP tvaff paai -nnrv'i pp paP v, nttnsaff pDia^a ‘aff mann nPata yataspi iDinn p1? n^aia1? P« pp1? waff nia pn .piaL'i pm-ino n^ap pff mnaa ’doo ba pi Wie in allen mir bekannten Ausgaben fehlt auch in der Berliner'schen nach den Schlußworten ba pi mnaa ’Dia’a das zum Verftändniß unumgänglich nothwendige Wort nffnsaff. Es nimmt mich Wunder, wie man bisher und insbesondere Herr B, der dem Raschi-Commentar so viele Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet, übersehen konnte, daß ohne Hinmfügung des Wortes ntsnsaff die Stelle eine ganz falsche Regel lehrt. Wenn Herr B. das Wort in keiner seiner Handschriften vorgefunden hat, so mußte dieser Zusatz doch in dem Souterrain seiner Anmerkungen einen Platz finden. Ohne Hinzufügung von nffnsaff würde Raschi die Regel aufstellen, daß Onkelos allenthalben rP»aöt> p» mnaa ’DD’a mit yatasm übersetze. Wie durfte Raschi dies behaupten, .da Onkelos 2. M. 19, 10 und 14, 4. M. 8, 7 und 21, 4. M. 31, 24 u. a. v. a. O., wo das Gesetz mit dqd stets die wirkliche, rituelle rP'ata, das Untertauchen, vorschreibt, das Wort maa dennoch nicht mit yatasn, sondern mit pinn übersetzt. Liest man dagegen an unserer Stelle (pap 'sa b"~\) nffnsaff mnaa ’Diao ^>a pi yaiasn peanno p’ap pff, dann ist die Schwierigkeit gelöst. Raschi sagt dann: nur im Abschnitt ynrn unterscheidet Onkelos sorgfältig zwischen o?aa, meldjeS „ untertauchen", und demjenigen, das nur „waschen" bedeutet. Dreimal nämlich findet sich in ynrn 's das Wort Diaa in der Bedeutung der nPa:a, des Untertauchens (Cap. 13, V. 6, V 34 und 58 Ende), und an allen 3 Stellen übersetzt Onkelos yamn, pyp aber an den übrigen Stellen in ynm 's wo maa in der Bedeutung des Waschens gebraucht wird (wie V. 64, 55 und 58 Mitte), übersetzt er p'nn u. s. w. Absichtlich nur in ymn 's, wo häufig von den zwei verschiedenen Orten des ooa die Rede ist, macht Onkelos die subtile Unterscheidung, um vor einem naheliegenden Jrrthum zu bewahren; in anderen Thora- Abschnitten aber, wo überhaupt nur maa in der Bedeutung des Untertauchens vorkommt, variirt er in Uebersetzung, bald überträgt er yasri z. B. 3. M. 14, 8 und 9, 3. M. 15, V. 5, 7 und 8 u. s. rv., bald p-m, wie 2. M. i9, 10 und an den oben citirten Stellen. 5) 4. M. 10, 33 heißt es in Naschi: nspff pna -in« nv2 ia^n mm. Herr B. gibt in seinem Quellennachweis Sisre an, fügt aber ein 'v hinzu, was nach der in der Vorrede (S. XV) vorausgeschickten Bemerkung den Leser darauf aufmerksam machen will, daß in der citirten Quelle etwas Neues zu finden sei. Und dies 'y ist sehr gerechtfertigt, denn vergleichen wir Sisre z. St., der also lautet: nPa 'n nno lymi pp oaa’ff na Pc nffffi Q'ff^ff ora ia naoff naPiff mit den Worten Naschi's, so gewahren wir eine sehr starke Divergenz; Raschi's Worten, wie sie uns vorliegen, kann Sisre nicht als Quelle gedient haben. Aber auch mit sich selbst scheint Raschi in einem offenen Widerspruch zu stehen, denn 5. M. 1, 2 erklärt er pnn im« P oP mm n&Pffa, und dies muß ganz buchstäblich: „in drei Tagen und nicht weniger" gemeint sein, weil hierauf die von Raschi '« ta"a mjyn aufgestellte Berechnung, daß die Rückkehr der Auskundschafter nicht vor dem ersten Ab stattgefunden habe, beruht. Wie löst sich dieser Wioerspruch? Ich vermuthe, daß unsere Stelle in R. ursprünglich so lautete: nn« ora na’aff na^n mm nzPff pnvmit Bezugnahme auf den Schluß des Verses ^n n'nn p«i mm ’a pn Dm:sn yva; also nur die Bundeslade legte den dreitägigen Weg in einem Tage zurück, aber nicht das Volk. Ist unsre Eonsectur richtig, so ließe sich für den Ausspruch R.'s Sisre als Quelle bezeichnen,

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