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Der Israelit · 1867-01-09 · Heft 2 (9.1.1867) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 2 (9.1.1867)
Date
1867-01-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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19 11) Commentar zuTehillim von demselben. 12) Scheber Gap«, ein ethisches Werk, von demselben. 13) Magen Aboth, von demselben, eine Schutzschrift für die alten Minhagim. 14) Commentar zu Jjob und Daniel von Rabbenu Tam. 15) Commentar zur Thora von Rabb. Jes. Mitrani. 16) Sepher Riss im, ein philosophisches Werk von R. Salomo bar Moscheh, der vor 600 Jahren lebte. Herr Bril bittet, man möge ihn in diesem gewiß verdienstvollen Unternehmen durch zahlreiche Betheiligung unterstützen; die beiden berühmten Rabbinen Meisels von Warschau und Malbim, ehemals Rabbiner zu Bukarest, empfehlen das Unternehmen auf'S Wärmste. ->° * * Wenden wir nunmehr unfern Blick einem andern Gebiete der Literatur zu. Wenn die sogenannten Lehrbücher der israel. Religion, fett der Zeit, daß das Studium der Gotteslehre aus den Häusern und den Schulen leider, vielfach geschwunden ist, ein nothwendiges Uebel geworden sind, so ist es immerhin onzuei kennen, wenn solche vom jüdischen Standpunkte aus bearbeitet und herausgegeben werden. Es liegt uns ein derartiges Lehrbuch von Moses Mannheimer, israel. Religionslehrer in Darmstadt, vor (in Commission der I. I. Ziffel'schen Buchdruckerei in Darmstadt). Wir sind gern bereit, die vielen Vorzüge dieses Büchleins anzuerkennen; die Sprache ist correct, einfach und edel; die Bibelsprüche sind als Belegstellen sehr zahlreich und auch gut gewählt; es wird ferner der göttliche Ursprung der Tradition gelehrt. Allein wir hätten auch Manches anders gewünscht; so wissen wir nicht, was der Verfasser damit sagen will (S. 6), er habe die Resultate der historisch-kritischen Bibelforschung benutzt; ferner ist es uns ausgefallen, daß der Verfasser wohl von einer Zeit des Messias, nicht aber von diesem selbst lehrt; auch haben die Propheten nicht, wie der Verfasser sagt, „die Hoffnung" ausgesprochen, daß eine solche Zeit kommen wird, sondern sie haben das Erscheinen des Erlösers mit Bestimmtheit verkündet. Während das Büchlein 134 Seiten enthält, sind die specifisch jüdischen Gesetze auf nur 8 Seiten abgehandelt, da der Verfasser diese der müsdlichen Belehrung überlassen zu können vermeint; wir glauben jedoch, der Verfasser irrt hierin. Lesen die Kinder den Pentateuch und das Gebetbuch unter mündlicher, verständiger und gemüthvoller Belehrung ves Lehrers, so möchte wohl jedes Religionsbuch überflüssig sein; geschieht aber das Erstere nicht, so erfahren die Kinder von Allem eher Etwas als gerade von den fpecistsch-jüdsschen Gesetzen unsrer heiligen Religion. * » * Predigten, von Dr. Adolf Salvendi, Rabb.der Synagogen - Gem. B er ent W -P., gegenwärtig Kreisrabbiner zu Dürkheim, Bayern. Die vorliegenden Predigten machen uns mit dem nicht gewöhnlichen Talente des noch jugendlichen Verfassers bekannt; die Sprache ist schön und edel, die Gedanken sind ansprechend dargestellt und das Ganze durchzieht ein Geist echter Gläubigkeit. Möge der Verfasser in seinem neuen Wirkungskreise, wo eS für den ernstmeinenden Jehudi so viel zu thun gibt, recht segensreiche Erfolge erzielen. » * * Catalog der reichhaltigen Sammlungen hebräischer und jüdischer Bücher und MSS., nachgelassen vom Rabbiner Jakob Emden, vom Ober-Rabbiner M. I. Lew enstein in Paramaribo, und Anderen, welche gegen Ende 1867 öffentlich versteigert werden durch Frederik Müller in Amsterdam. Die Verlagsbuchhandlung schreibt: „Wir glauben, ohne Widerlegung zu fürchten, behaupten zu dürfen, daß eine Sammlung wie die gedachte wohl nie in eine öffentliche Versteigerung gekommen ist. Dieselbe zeichnet sich nicht allein durch ihre Quantität, die große Anzähl der Nummern (über 5000), sondern auch durch ihre Qualität, den wissenschaftlichen und antiquarischen Werth vieler, wenn nicht der meisten derselben, aus. Tenn sie enthält mehrere höchst schätzbare und unedirte Manuscripte, wie auch mit handschriftlichen Randbemerkungen berühmter Männer versehene Werke, die ersten und seltensten hebr. Wiegedrucke (?), mehrere ans Velin gedruckte Bücher und überhaupt sehr viele höchst Mene Ausgaben. Sie gewährt ferner eine ziemlich vollständige Uebersicht der schriftstellerischen Thätigkeit des jüdischen Geistes, insofern derselbe sich der hebräischen Sprache bedient hat. Denn sowohl die ältere als neuere und neueste jüdische Literatur ist in derselben vertreten. Auch läßt sich aus derselben einigermaßen entnehmen, welchen Antheil die vichtjüdische Wett ay der Pflege der jüd. Wiffenschaft genommen hat. In dieser Beziehung ent, hält sie manches Product, das bis jetzt der speciell jüd. Literaturgeschichte und Bibliographie unbekannt geblieben ist. Bekanntlich gibt es für die Kenntniß der allgemeinen hebr. Bibliographie und Literaturgeschichte 6 Hauptwerke: Bartolocei's Bibliotbeca magna rabbiuica, Sabb. Bassista's Sifte J’schSnlm, Wolf's Bibliotheca Hebraea, Asulai's Sehern ha-G’doiirn, FÜrsi'S Bibliotheea Judaica und Steinschneider'- Bibliotheca Hebraea Bodieiana. Ohne gegenwärtig über Anlage

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