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Der Israelit · 1867-01-02 · Heft 1 (2.1.1867) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
8 (1867)
Issue
Heft 1 (2.1.1867)
Date
1867-01-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
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11 sondern ganz besonderan seine Zukunft, *ran d»d ’D mm; und an feine Zukunft denken, das heißt, wie es der Herr Rabbiner N. richtig verstanden wissen will, dort Schulen gründen, den Ackerbau fördern, und die gegenwärtige Generation zu der hohen Bestimmung vorbereiten, welche der heiligen Stätte, der nampn Dy reservirt ist. — Ich werde nach Kräften an dem Vorhaben des Herrn Rabbinen Natonek arbeiten und mit Vergnügen anstreben, was besten Erfolg sichern kann. ~ byt by nn-p 'ni ♦Dip , »srn p'L «op’ Dy p'sbi ienp Dy D'bsnD •JDK N31 “p-lpD R3 '»I Wie die Herren Isidor und Cohn, so haben auch andere fromme Männer sich der Alliance für die Colonisation angeschlossen, so unter anderen Herr Blumenthal, der bekannte ^-Reisende, Herr Levy- Bing, besten Feuereifer für unsere Religion und unser Volk Ihnen ebenfalls bekannt ist, und wie sich von selbst versteht, Ihr ergebener Correspondent, der seinen verehrten Freund, Herrn R. Natonek, von dem ersten Tage an, da er ihn mit seinem Besuche überraschte, bis zur Stunde des Abschiedes auf dem Bahnhofe nicht mehr verließ. Der Herr Rabbiner ist über Amsterdam, Köln, München und Wien nach seiner Heimath zurückgereist. Sobald er sich von den Strapatzen dieser ersten Reise erholt haben wird, hat er vor, eine Rundreise in Ungarn, Polen und den Donaufürstenthümern zu machen, für das Colonisationsprojekt von den Kanzeln herab zu predigen und im Namen der Alliance Sub-Comitös zu stiften. Er will sodann, wenn ihm der Allmächtige Kraft und Gesundheit dazu schenkt, selbst nach Palästina reifen, wohin auch Herr R. Kalischer zu gehen entschlossen ist, und wohin sich vielleicht noch andere Männer aus Frankreich und Deutschland mit Herrn Albert Cohn begeben werden, um an Ort und Stelle mit erneuerter Kraft an der Verwirklichung des Colonisationsprojekts zu arbeiten. Ich schließe mit den Worten unseres verehrten Großrabbiners 'ji Dm’ 'm. P. 8. Wie ich höre, hat verflossenen Srnntag in Köln eine Sitzung des Vorstandes stattgefunden, worin beschlossen wurde, den Herrn Rabbiner Schwarz zu bitten, Mitglieder zu einem Sub-Comite der Allianz für das Colonisationsprojekt zu vereinigen. Moriz Heß. Babylonien. Bagdad. Wir geben hier eine Correspondenz des „Hamagid" wieder, weil dieselbe über die bedauerlichen Excefie in Masanderan (Mäzendram nach Vamberp) manches bisher Unbekannte enthüllen. „Am Neumond des Cheschwan feierte das hiesige I Comitü der „Alliance Jsraelite Universelle" dos all- > jährliche Stiftungsfest. Bei dieser Gelegenheit wurde j die von diesem Vereine gegründete jüdische Schule da-! hier geprüft. Es wohnten dieser Feierlichkeit der englische General-Consul Colonel Cembel nebst seinen Adjutanten und der französische Consul Pellisieux nebst seinen Attaches bei. Die Vertretender europäischen Wefimächte waren bei diesem Acte volle zwei Stunden anwesend und drückten ihre volle Zuftiedenheit über das Wirken der Herren Lehrer aus. Darauf betete ein Vorsänger njnpn pun für den Sultan Abd-Al- Aziz, den Kaiser Napoleon 1IL und die Königin Victoria von England, worauf alle Anwesenden einstimmiges „Amen" sagten. Die Herren Consuln gratulirten alsdann noch dem Präsidenten des Localcomitö's zu dem Gedeihen seines Unternehmens und entfernten sich hierauf. Abends gegen fünf Uhr versammelten sich sämmtliche hiesigen Mitglieder der „Alliance", 80 an der Zahl, zu einem Diner, zu welchem auch die Rabbinen und Gemeinde-Vorsteher eingeladen waren. Wiederum sprach der Vorsänger einen ‘r’Dtt' ’d für den Präsidenten der „Alliance", Herrn Adolph Cr6mieux und den Sir Moses Montefiore und Herrn Abraham Kamonda zu Constantinopel. Hieraus hielt der Präsident des hiesigen Localcomit^'s, Sir Isaak Lurian, die Festrede in arabischer Sprache, die wir in wörtlicher Uebersetzung wiedergeben. „Geehrte Herren! Es ist Ihnen bekannt, daß wir heute mit der Hilfe Gottes unser zweites Stiftungsfest feiern. Als ich mich vor zwei Jahren bestrebte, hier diesen Zweigverein zu gründen, so wollte Niemand an den Nutzen eines solchen Unternehmens glauben. Sie sehen nun, meine Brüder, daß unser Streben durch den Segen Gottes gefördert wurde, zu dessen Ehre allein ich Hand an die Gründung dieses Vereins legte. — Ich werde Ihnen nunmehr den Bericht über die Thätigkeit unseres Comitö's in dem vergangenen Jahre erstatten, und Sie gleichzeitig mit dem bekannt machen, was unserer Aufmerksamkeit in dem nächsten Vereinsjahre, das uns zum Frieden und zum Heile kommen möge, harrt. Sie wisien, wie zwei unserer Brüder viele Jahre im Gefängnisse unschuldigerweise schmachteten und wie alle Bemühungen zu ihrer Befreiung vergebens waren, bis ich an Herrn Crümieux und an Herrn Kamonda i"’n schrieb und diese edlen Brüder nicht eher rasteten, als bis die Gefangenen von der Regierung freigelassen wurden. Es ist Ihnen ferner bekannt, wie der Rabbiner Mula Elieser i"vi aus Hamadan m Teheran gefangen war und zur Verleugnung seines Glaubens gezwungen wurde und dennoch der Hinrichtung durchs Schwert nur dadurch entgehen konnte, daß unsere Vereinsgenossen in Europa auf meine Depesche hin die französischen und englischen Consuln zu Teheran veranlaßten, dem unglücklichen Manne wieder seine Freiheit zu erwirken, damit er wieder zu de« wahren Glauben zurückkehren konnte. Möge ihnen Gott das zum Wohle gedenken! Die Vorfälle zu Masanderan, wo grau-

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