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Der Israelit · 1866-12-26 · Heft 52 (26.12.1866) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 52 (26.12.1866)
Date
1866-12-26
Page
– (sequence 12)
Language
German
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872 Mit diesem Wunsche zeichnen wir in vorzüglicher Hochachtung und dankbarer Verehrung. Stuhlweißenburg, 3. Tebeth 5627. Ew. Hochw. ergebenste (gez.) Heinrich Krauß, Präses. Leopold Frank, Sekretair. Grlau (Ungarn) im Tebeth. Bei der jetzt leider in Ungarn gar so selten gewordenen Gelegenheit, Erfreuliches und Gutes aus dem Gemeindeleben zu berichten, dient es mir zur besonderen Genugthuung, einen Akt zu registriren, der in unserer Gemeinde wie ein freundlich wärmender Sonnenstrahl erquickt und den Funken zu neuem regen Leben angefacht hat. Der durch seine große Wohlthätigkeit so rühmlichst bekannte streng orthodoxe Herr Stefan Svartz '"s hat abermals ein unvergängliches Blatt dem Kranze seiner wohlthätigen Handlungen angefügt. Er erbaute im eigenen Hause einen prachtvollen Tempel, und trotzdem er schon eine 7>->i7> ->sv sich durch Kauf angeeignet, so wollte er doch die .->182: „7>-,'w.-> rix 22d 27125121 7>x?7>" erfüllen und ließ sich eine 7>->iri ->sv schreiben. Diesen 712217 r>2!7 nun weihte Hr. Stefan Svartz beide ein. Die Einzelheiten dieses i2'7i, welche recht feierlich waren, übergehend, will ich nur einige Momente hervorheben. Herr Oberrabbiner Joseph Weiß hielt eine sehr passende, wahrhaft ergreifende Festrede vor einem großen Auditorium, denn die Räume des nicht kleinen Tempels waren zum Erdrücken voll. Jung und Alt, Reich und Arm strömten in Masse hinzu, sowohl .->-,17,71 7122dl 7>O02.7 7»'2 7i22d als auch, um ihre wahre Sympathie dem Festgeber au den Tag zu legen, der die ungetheilte Hochachtung aller Konfessionen besitzt. Nebenbei sei auch bemerkt, daß Hr. S. zu den ehrsamen Vätern der so hoch konservativen Stadt Erlau gehört, welches bei uns, wo kaum vor zwei Decenien bei Leibesstrafe dem Juden verboten war in Erlau zu übernachten, viel sagen will. Der feierliche Umzug der ri7i7i '722 in prachtvollen und schmucken 2'd'pv mit reichen wnip ebenfalls Eigenthum des Hrn. S., war ein wahrhaft überraschender. Abends versammelte Hr. S. einen sehr gewählten Kreis zu einem Festbankett, welches gewürzt von 7>7i7> dem ganzen Feste eine höhere Weihe verlieh; erst spät trennte sich die Gesellschaft in sehr gehobener und animirter Stimmung; daß bei dieser Gelegenheit sowohl die heimischen als auch die 2Vi7p7> ^7X7 '2p reichlich bedacht wurden, glaube ich ebenfalls nicht verschweigen zu dürfen, und 7>"2 dieses schöne und so sinnige Fest wird nicht vereinzelt bleiben; denn schon wollen Mehrere von diesem schönen Beispiele angeeifert ein Gleiches thun und ebenfalls .1117, '7SO schreiben lassen; von einem Manne, wie Hr. Svarz, der so viel beiträgt 7>7'7X7idi .->-,171 d'707id kann man sagen: 12122 ^>X7V'2 127' Ferner ergreife ich diesen Anlaß, um der ehrenwerthen Gemeinde-Repräsentanz, den tiefgefühlten Dank im Namen Aller auszudrücken, für die Gründung eines Armenunterstützungs-Vereines. welcher durch die Initiative des Hrn. Svarz dieser Tage in's Leben gerufen wurde; über 100 fl. §).-W werden allmonatlich an verschämte Arme vertheilt, und was die Hauptsache ist. es ward dadurch schon M hreren ermöglicht auf's Neue ihrem Erwerbe nachzugehen. Auch den Beamten der Gemeinde wurde für die Zeit der Theuerung eine namhafte Zulage zu ihrem Gehalte bewilliqt. Ahron Weiß, Religionslehrer. Gyertynmos (Ungarn). Ihre Zeitschrift brachte vor zwei Jahren eine Correspondenz aus Kun-Szt.- Miklos von der glücklichen Wahl des dortigen Seelenhirten Tauber, der aus der Schule Preßburgs heroorgegangen; dieser Rabbiner hat vor Kurzem einen ehrenvollen Ruf nach Kikinda erhalten. Die Gemeinde, die sich äußerte, deßhalb eine glückliche Wahl getroffen zu haben, „weil ihr Rabbiner nebst seinem bedeutenden Wissen auch ein frommer Mann ist" (es ist traurig genug, daß man erst sagen muß: der Rabbiner ist fromm) wird jetzt in den religiösen Zuständen eine andere Richtung einschlagen, weil Herr Rabb. Tauber es versteht, durch seine gediegenen Vorträge seine Zuhörer zu fesseln. Möge es Herrn Rabb. T gelingen, aus Kikinda eine fromme Gemeinde zu bilden! Die Chassidim-Trabanten zu Mako erhalten trotz der Winterkälte von ihrem Fixstern, R Hillel, Wärme und nicht nur Wärme, sondern auch „Licht," welches eine große Flamme anfacht. Herr Rabbiner Fischer, welcher vor zwei Jahren nach Mako kam, wo er zweien Lagern begegnete, Chassidim und Orthodoxen, gelang es, durch sanfte Worte beide Parteien zu vereinigen. Jetzt aber ist es wieder anders geworden, seitdem der „pos;'->" in der Stadt Mako ist Möge jeder Zank und jede Zwietracht aus dem Judenthume verschwinden und mögen sich bald die Worte des Propheten Jecheskiel erfüllen: „'7'2 i'.-n" Grün. Terrresvar. H:rr Jacob Hofbauer dahier ist zum städtischen Magistratsbeamten ernannt worden. Es ist dieses vielleicht der erste Jude, dem in Ungarn dieses Amt zu Theil wurde. (Zeitungs-Nachrichten.) Italien. In Moden« ist die Mauer des jüdischen Begräbnißplatzes eingestürzt. Herr Juda Gustallah schenkte der Gemeinde 65,000 Lire, von welcher Summe die Mauer wieder hergestellt wurde. (Z.-N.) England. London. Die große Sterblichkeit unter den französischen Emigranten und denen anderer europäi-

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