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Der Israelit · 1866-12-19 · Heft 51 (19.12.1866) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 51 (19.12.1866)
Date
1866-12-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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848 vollen Dienstleistungen bei den Cholerafällen zu London und während der Hungersnoth in Indien. Indem ich Ihnen diese Mittheilung mache, erlaube ich mir Ihnen meine persönliche Genugthuung darüber ausz»sprechen, daß ich der Vermittler bei dieser Angelegenheit sein kann, indem ich Ihnen gleichzeitig zu der wohlverdienten Ehre gratulire. Ich bin, theurer Herr, Ihr treuer Herrn Alderman Phillips Derby. London. Ihre Majestät die Königin von England, geruhte unseren Glaubensgenossen Don Jayme L. Hart zum General - Consui in London für die Revublik Nicaragua und Sennor James L. Hart zum Vice-Consul in London für die Vereinigten Staaten von Columbia zu ernennen. (Jew. Chron.) Lovdoir. Die Familie v. Rothschild ist von einem bekagenswerthen Trauerfalle betreffen worden. Die jugendliche Gemahlin des Barons Ferdinand v. Rothschild, Tochter des Baron Lyonel v. Rothschild in London, ist im Wochenbette sammt ihrem Kinde leider gestorben. Rußland. EH. Peter-dirra. Das Ministerium der Admiralität hat unseren Glaubensgenossen, Herrn Aron Kaufmann, der sich durch seine großen Kennntnisse im Forstwesen so auszeichnet, zum Haupt-Superintendenten des nautischen Bauhofes ernannt. Derselbe trägt die Uniform eines höheren Ministerialbeamten und erfreut sich der Gunst des Bruders des Kaisers, des Großfürsten und Ober-Admirals Constantin. Durch seine verschiedenen Forschungen in dieser Wissenschaft, hatte er das Glück, ein Mittel gegen den Einfluß der Würmer und der Fäulniß bei Schiffen zu erfinden. Die Resultate dieser wichtigen Untersuchungen sammelte er in einem Werke, das auf Kosten des Ministeriums gedruckt wurde. Dasselbe wurde auch ins Deutsche übersetzt. Die Universität Rostock hat darauf hin dem Verfasser ein Doctor - Diplom zugeschickt. Ungeachtet dieser hohen Stellung gehört Herr Kaufmann mit Herz und Seele seiner Religion an, liebt sein Volk und die heil. Sprache, die er so oft benutzt, wenn er für das Wohl seiner Glaubensgenossen thätig ist. (Hebrerv Leader.) Afrika. Tunis Der italienische Consularrichter zu Tunis, Herr Prosper Molco Hai vom König von Italien m Anerkennung seiner dem italienischen Handel geleisteten Dienste und in Würdigung seiner Rechtlichkeit und Unparteilichkeit bei Ausübung seiner richterlichen Funktionen den Ritterorden Maurizio und Lazzaro erhalten. (C. I). Ostindien. Galcutta. Ein Correspondent schreibt den „A. I.": Unter einer Bevölkerung von 6 bis 700,000 Seelen, besitzt Calcutta nur 5 b'.s 600 Israeliten, die aus Bagdad stammen und sich hier seit ungefähr einem Jahrhundert niedergelassen haben. Man erkennt dieselben leicht an ihrer Tracht, die sich von der der Bekenner anderer Religionen sehr unterscheidet. (In Calcutta unterscheiden sich die verschiedenen Confessionen, hauptsächlich durch ihre Costüme). Dasselbe ähnelt sehr dem der Algerier oder dem unserer Vorfahren und unterscheidet sich hinsichtlich der Schönheit und des Lupus nach dem Vermögen der Einzelnen. Wie in den anderen orientalischen Ländern, so ist es auch hier Sitte, daß man die Fußbekleidung vor dem Eintritt in die Synagoge ablegt. Es bestehen hier zwei Synagogen, von denen die eine erst zwanzig Jahre alt ist, während die andere schon seit der ersten -Ansiedelung von Inden dahier erbaut worden ist. Die Sepharim, die sämmtlich aus Bagdad stammen, unterscheiden sich von den französischen dadurch, daß sie nicht wie diese in verzierten Mappen aus Webestoffen, sondern in hölzernen Kästchen, die mit Gold und Silber reichlich verziert und mit Bibclversen versehen sind, aufbewahrt werden. An den beiden Tagen von Rasch Haschanah ist es Gebrauch, daß man sich nach dem Gebete in den Häusern der Reichen versammelt, wo man sich um eine lange Tafel setzt und die Psalmen und andere Stücke aus der Bibel recitirt. Nachdem dieses beendigt ist, werden Obst und sonstige schmackhafte Speisen aufgetragen, ohne daß man dabei des Rosenwassers und Kaffee's vergißt. Diese Versammlung dauert bis Mincha, zu welcher Zeit man sich abermals in die Synagoge begibt. Wenn man zur Zeit des Suckoth - Festes die Judenstadt durchwandelt, so bemerkt man auf den Terassen Suckoth, die mit Palmzweigen umgeben sind und mit den schönsten Obstarten geziert werden. Während desSimchaih-Thora-Festes werden nachdem Gebete die Wachskerzen angezündet. Kinder, selbst Erwachsene beginnen einen Reigen, während sie und mit ihnen die ganze Gemeinde den Gesängen lauschen, die nach Beendigung des Thoravorlesens verrichtet werden. Hier-« zwei Beilagen. Verantwortliche Redaction: vr. Lehmann. — Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. — Dampf - Schnellpreffendruck von I. Gottsleben in Mainz.

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