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Der Israelit · 1866-12-19 · Heft 51 (19.12.1866) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 51 (19.12.1866)
Date
1866-12-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Einem Menschen, der sich in der Finsterniß befindet und dessen Aufenthalt stets im Dunkel war, wenn man den ins Licht führen will, so darf ihm dasselbe anfangs nur in der Größe eines Nadelöhrs zukommen, und nach und nach immer mehr, so ist es auch mit Israel, rc. rc. Sieh einmal wenn der Tag noch verschleiert, das Licht noch verhüllt ist und der Morgen anbricht, so fängt es auch nur allmählich an, Heller zu werden, bis es endlich ganz hell wird, denn wenn der Heittge, gelobt sei Er, Israel erleuchten will, so erleuchtet er es zuerst, wie den Morgen, dessen Licht noch gering ist, nachher wird es schön, wie der Mond, später klar wie die Sonne und endlich furchtbar wie Kriegerschaaren." Der Talmud Jeruschalmi sagt Berachath 3: 81L'1P2 ^218 8PP2 .11.12 s'2^12 NI 1"2 w"l) .121 l"l 12 L?"l1 .12^ l"l ^>"8 Ulk 11W1 lb'8 )811 .12 12 1P2'P 1P2'P l1l12 181M stH)t>2 8'1 «12^)11 121 8'1 121)1 8'IL' Rabbi Chija Rabba und Rabbi Schimeon, Sohn des Rabbi wandelten vor Tagesanbruch in einem Thale und betrachteten den EoriNtnairsacng. Da sagte Rabbi CH. Rabba zu R. Sch.: „So wrn> die einstige Erlösung Israels sein, zuerst mit kleimm Anfang und später wird sie, je weiter sie geht, immer größer werden." Wir zw ifcln daher auch gar nicht daran, daß die Colonisation des heiligen Landes, an deren Zustandekommen so viele Männer von Energie und von Einfluß ununterbrochen Mdg find, zu Stande kommen wird. Das Ganze ist nur noch eine Frage der Zeit, die allem Anscheine nach gelöst werden wird. Den neuesten Nachrichten aus Palästina zufolge ist man auch jetzt in Jerusalem im Begriffe, zur Errichtung von Ccxsiinivereinen zu schreiten. Der erste Vorschlag zu diesem Unternehmen wurde bekanntlich erst vorigen Sommer von einem Correspondenten des „Israelit" gemacht, und hat bereits solchen Anklang in Jerusalem gefunden, daß schon ein Comite zu diesem Zwecke gebildet wurde, von dessen Thätigkeit wir bald Näheres erfahren werden. Wir sehen also, daß man jetzt alle Hebel in Bewegung setzt, um einmal durchgreifend bessere Zustände in Palästina zu schaffen. Unserem edlen Bruder Sir Moses Monte störe wünschen wir und mit uns ganz Israel, daß es ihm noch recht lange vergönnt sein möge, für das Wohl der Menschheit thäkig zu sein, damit er die Früchte seiner Arbeit noch hienieden genieße, und er den Wohlstand Jerusalems, um den er sich w viele Verdienste erworben, noch reckt viele Jahre mahrnchmen könne. Ein Jeder von uns aber ahme seinem Beispiele soviel als möglich nack, trage das Seinige dazu lei. thue seine Schuldigkeit und überlaste das Gelmgen dem Gotte, der zu Z on thronet. Das walte Gart! Zeitungsnn^kvierten und QoLrespo?? denzstt. Deutschland. Berlin. In der am vorigen Sonntag stattgehabten Sitzung der Repräsentanten der hiesigen Gemeinde handelte es sich vornehmlich um den schon mehrfach abgelehnten, aber wieder erneuerten Antrag des Gemeindcvorftcmdes, den Vr. Geiger, früher Rabbiner zu Breölau. als Rabbiner für die hiesige jüdische Gemeinde zu wählen. Die sämmtlichcn 21 Mitglieder des Repräsentanten Collegiums waren dabei erschienen, doch erhielt der Candidat von diesen nur 3 Stimmen, während 18 sich dagegen erklärten. Fürth, im Dec. Seine Majestät der König von Bayern beehrten das Antiquitäten-Cabinet unseres Glaubensgenossen, des Herrn Hofantiquars Pickcrt in Nürnberg, mit Allerhöchstihrem Besuche und rer weilten dort über zwei Stunden unter Ausdruck hohen Wohlgefallens an der reichhaltigen Sammlung, ans welcher Allerhöchstdieselben mehrere Gegenstände erwarben. Auch das Etablissement unserer Mitbürger, der Herren Ullniann L Engetmann hier, wurde mit dem hohen Besuche beehrt, und war der König von der Reichhaltigkeit und ebenso Prachtals geschmackvollen Ausstattung jenes Lagers, das den Gesamrnteindruck unsrer ganzen Industrie genießen läßt, sehr überrascht. S. M. machten auch daselbst mehrere Einkäufe und beschenkten Herrn Ullmann mit einer Brillantnadel. M. H. Fürth. )M Dezember. Gelegenheitlich der Rundreise Sr. Majestät des Königs von Bayern in den 2 fränkischen Provinzen, und der bereits mehrere Tage stattgehabten Anwesenheit desselben in Nürnberg, waren alle Vorbereitungen zu einem festlichen und würdigen

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