Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 51 (19.12.1866)
- Date
- 1866-12-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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842 maßen mit den Verhältnissen unserer Brüder in Palästina bekannt ist und nur oie Vorgänge, die sich seit den jüngsten zwei Ja!>reri dort abgespielt haben, verfolgt Hut. Denke man nur an den Jammer und das Elend. die dort herrschten, und die trotz der enormen Summen, die von allen Enden der Erde, aus denen sich sirdischfühlende Herzen dreimal täglich dem Vaterlande des gestimmten Israels zuwensen, dorthin flössen! Wie Mannes kostbare Leben wäre vielleicht der Cholera und oem H'ingcriode entrissen worden, wenn andere Mittel zu Gebote gestanden hätten! Wir glauben jedoch nicht, daß sich unsere geehrten Leser den Vorwurf zu machen brauchen, als hätten sie damals nicht ihre Schuldigkeit gethau. Im Gegentheil, Arm und Reich waren zur Hilfe bereir und jene Hunderttausend, welche dis derzeitige Extrasammlung ergab, sie sind ein beredtes Zeugniß der Wohlthätigkeit unseres Volkes, das jedem Billigdenkettden imponiren mich. — Eines der herrlichsten Ganzopfer der zerstreuten Gemeinde Israels ist es, ein 112'L pip, das in den Annalen der Geschichte der Menschenliebe einen höchst windigen Rang einnimmt. Wenn nun dennoch nicht jede Thräne damit getrocknet und noch manchem Darbenden nicht geholfen werden konnte, so ist das in ganz anderen Ursachen zu suchen. Diese Ursachen nun und die besten Waffen zu ihrer Bekämpfung aufzusuchen, waren das Reiseziel unseres großen Bruders Moses i8 821 7w2 im 217222 8iu m-ix. Ob ihm dieses gelungen, ob nun die Mängel bekannt und die Hilfsmittel begriffen worden sind, das werden wir bald inne ir»>rden. Fassen wir das Ergebruß dieser Reise kurz zusammen so beschränkt sich dieses hauptsächlich auf zwei Punkte. Mangel an guten Wohnungen und unzureichender Ackerbau sind es, die die Ursachen dieses Elendes sein sollen, und dsnen also Zunächst entgegen gearbeitet werden muß. Was den ersteren Punkt, den Mangel an guten Wohnungen betrifft, io hat die Abhilfe desselben in England vor dem „Boar dof Deputies" bereits solchen Anklang gefunden, daß sich dieser ehrenwerthe Verein dieser schwierigen Aufgabe bereits unterzogen bat. In der Sitzung vom 15. November oie'es Jahres wurde der Vorschlag mit vielem Beifall angenommen. Trotzdem dieser ehrenwerthe Verein erst vor den verflossenen Feie tagen von den Vereinsmitteln 12,000 Gulden nach Palästina schickte, und sich der jetzige Caffabestand nur auf 21,600 Gulden beläuft, so wird er doch im Vereine mit dem Oberrabbinen vr. Adler und Sir Moses Moniefiore emen Aufruf an alle jüdischen Einwohner Englands ergehen lasten, um dieses Project auszuführen. Das Ergebniß dieser Sammlung und die laufenden ständigen Einnahmen des „Board of Deputies" werden ohne Zweifel die nöthigen Summen erschwingen. Was den zweiten Vunkt betrifft, nun so wkich. auch er mit göttlicher Hilfe zu Stande kommen. Bei der Bereitwilligkeit der türkischen Negierung, einem solchen Unternehmen die Hand zu bieten, unter der vortrefflichen Regierung des jetzigen Gouverneurs zu Jerusalem, bei dem großen Einflüsse, den viele unserer Glaubensgenoffen an europäischen Höfen haben, dürfte gerade der jetzige Zeitpunkt der geeignetste zu einin solchen Unternehmen sein. Der vorliegende Bericht des Sir Moses Montefiore hat der Welt bewiesen, daß unsere Glaubensgenoffen im heiligen Lande gerne und mit Freuden den fruchtbaren Boden des Landes bebauen würden, wenn man es ihnen nur möglich machen wollte. Die 60 jüdischen Familien zu Safed, die Einwohner von Liberias und Bekm und gewiß noch viele Andere warten nur auf die günstige Gelegenheit, um Hand ans Werk legen zu können. Die Art und Weise, wie diese Sache zu betreiben sei, das soll hier nicht besprochen werden. Auch die Nützlichkeit und das Vortheilhafte, die ein solches Vorgehen mit sich bringt, braucht hier nicht erwähnt zu werden. Abgesehen davon, daß es für ganz Israel eine Ehrensache ist, dem Vaterlande unseres gesammten Volkes soviel Aufmerksamkeit zu schenken, und unsere Brüder, die es si tzt bewohnen, in den Stand zu setzen, daß sie den Anfang zu- Regeneration des Landes machen können, so weisen auch noch vsils Schriftstellen darauf hin, daß Fs unsere heiligste Pflicht ist, dahin zu wirken, daß nach und nach das Land bewohnbar gemacht" werde Wenn auch der Anfang ein noch so geringer und unbedeutender ist, so muß es doch einmal geschehen. Es wird wohl Niemand in Abrede stellen, daß trotz der schrecklichen Verwahrlosung Palästina immerhin noch ein s hr fruchtbares Land ist. Wenn nun die fruchtbarsten Stellen und Striche mit der Hilfe Gottes und unter dem Schutze der Gesetze nach und nach urbar gemacht werden, der Dürre und der oft ungesunden Temperatur durch die Anlegung von Wäldern dergl. einigermaßen die nach den Naturgesetzen möglichen Schranken gesetzt werden, warum sollte dann nicht der Wohlstand sich stufen mäßig immer mehr heben? Selbst der heilige Sohrr uns der Talmud fasse» den Anfang der einstigen Regeneration des heiligen Landes so auf, daß dieselbe nach und nach ihrer völligen Entwickelung entgegen zu gehen habe. Der gelehrte Rabbi, Hirsch Kalischer aus Thorn führt in seinem Werke p'L iw'ii einige diesbezügliche stellen an. Im heiligen Sohar heißt es zu iiL"i inis ans den Vers 112 8iii' ^i„ :in^i nip '2 'niio 1212 7112 7U2i2 12' 11W 122 1LPM1 181 '2 1281?7WP227I 181 '2 128; 112P18 81p '81 ,1liL1^2 7I2N8 81lil2 pi p'2'1 si 2'P1' l"2p1 72212; i81V'PN8 s'i'8 8112 112^1 1'PI P'PI 811M1 1171S Pi US' P8ip PP11 pi 11O''1"2P1,1P-P12'2 2H1'81 7I^'H8