Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 49 (5.12.1866)
- Date
- 1866-12-05
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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620 auch in dp '"'2, auch im rnp'Nv ror<nO^2 gefunden habe und wie auch aus der Masora N2v O'OPVTI folgt, als ein Wort br<N'2 habe setzen laffen, daher auch selbstverständlich nichts dabei zu bemerken brauchte. — Was ferner das bei betrifft, so lehren solches nicht allein der und alle sondern auch der '"27? bemerkt dazu ausdrürklch ^Orn v-,n, und so auch nmv. Ich bin nun zu Ende. Ich habe, wie ich glaube, allen Ihren Fragen gegenüber mich genügend gerecht fertigt und werden Sie nun, als Freund der Wahrheit, anerkennen, daß in meinem Buche weder ein bnL'Dv noch eine Tidpn zu finden ist, also daß dasselbe den v'->sD ohne Bedenken als Richtschnur gelten kann. Biebrich a. Rh. S. Baer. Daniel unter den Hagiographen. Von vr. 8ulLdLed. (Fortsetzung.) Der dritte Beweis, ein positiver, ist endlich die alte Boraitha (Baba bathra 5. 14 a.). in welcher das Buch Daniel zu den Kethubim gezählt wird. Wenn hingegen Stange aus dem Fehlen Danielischer Stücke unter den Haphtaroth die ursprüngliche Stellung des Daniel unter der Kethubim beweisen will, bi) so kann dieser Beweis als nicht stichhaltig bezeichnet werden. Denn wenn auch die Einrichtung, am Sabbath Stücke aus den Propheten vorzutragen, eine sehr alte ist, ja sogar schon aus den Zeiten des Nntiochus Epiphanes herrühren soll, wie Elias Levita und Abudarham meinen: so ist aber zu bedenken, daß in ganz alter Zeit noch keine feste Norm für die Reihenfolge der Haphtaroth bestanden hat, ja daß es sogar in einigen Orten Sitte war, Haphtaroth aus den Hagiographen zu nehmen. ^) Da nun die fixirte Folge der Haphtaroth ein Erzeugniß sehr später Zeit ist, 56) so kann das Fehlen Danielischer Stücke unter denselben nichts beweisen. Es darf aber nicht befremden, daß die Septuaginta den Daniel in die Reihe der Propheten stellt, und noch weniger ist man berechtigt, daraus Schlüsse auf die ursprüngliche Stellung unseres Buches ziehen zu wollen. Die Bücher in der Septuaginta sind erst von den Kirchenvätern geordnet,^) die, christlicher Tendenz zu Liebe manche Stellen gefälscht 54) Stange a. a. O. S. 35. 55) Vgl. Tosaphot zu Tract. Megillah f. 21. S. über dies Alles ausführl. Zunz a. a. O. S. 5 ff. und Frankel, Vorstudien zur Septuaginta S- 48 ff. 56) Zunz a. a. O. S. 6. S. 188 ff. haben; 56) da sie nun dem Daniel, dessen Weissagungen sie auf een Stffter der christlichen Religion bezogen, eine größere Autorität beilegen wollten, so haben sie sein Buch in die Reihe der Propheten gestellt. Wenn aber Daniel ein Prophet gewesen und die jetzige Stellung seines Buches die ursprüngliche ist, so muß nun der Grund für diese Stellung nachgewiesen werden. Wir haben oben schon die Annahme der allmählichen Entwickelung des Kanon in Abrede gestellt und weisen damit den Grund zurück, daß eben das Buch Daniel spät entstanden, und deßhalb den Hagiographen eingereiht sei. Es gibt nichts Bequemeres, als das Gegebene und Traditionelle zu läugnen, und sich ein System zurcchtzuschneidcn; wir bleiben auf dem Wege der Tradition: das Buch Daniel ist alt, und Daniel war ein Prophet. Wenden wir uns also nun zu denen, die der Tradition den Vorzug geben und untersuchen die Gründe, die sie für die Stellung unseres Buches anführen, und wir werden finden, daß mancher haltbare Grund angegeben worden ist, aber auch mancher unhaltbare, was aber daher kommt, weil man über das Nächste und Natürlichste hinweggegangen ist, weil man in die Ferne schweifte, während das Gute doch so nahe liegt. Franciscus Zunius (proleg. in Danielen: x. 2.) glaubt, daß diejenigen Bücher den Kethubim eingereiht wurden, deren Abfassung in die Zeit nach der Abführung ins Exil fällt, woraus sich auch die Stellung des Buches Daniel erkläre. Richtig bemerkt hiergegen Rivetus (prüf, in Hoseam II. x>. 493), daß die Bb. Job, Psalmen und Sprüche Salomonis unter den Hagiographen flehen, obgleich sie vor dem Exil geschrieben sind. Auch Carpzonius wendet richtig ein, daß die Prophezeiungen des Ezechiel, Haggai, Secharjah und Maleachi, die nach der Abführung ins Exil und die des Jeremias, die theilweife nach demselben abgefaßt sind, dessenungeachtet unter den Nebiim stünden. 5S) Gegen die Meinung, daß Daniel deßhalb nicht in die Ordnung der Propheten gestellt worden sei, weil sich in demselben chaldäische Abschnitte vorfinden, bemerkt Carpzovius, daß dieses kein genügender Grund für die Nichtaufnahme unter die Propheten sei. Fügen wir noch dieser kurzen Gegenbemerkung hinzu: Ist Daniel ein Prophet, und find seine Schriften so beschaffen, daß sie auf eine Stelle unter den Propheten Anspruch machen können, so ist die fremde Sprache kein Grund, sein Buch aus der Reihe der Propheten zu weisen: ist hingegen das fremde Idiom 57) Frankel a. a. O. S. 219. Vgl. auch v. Lengerke a. a. O. Einl. S. I.IX. 58) Frankel a. a. O. S. 59 f. 59) darprrovii ivtroNuetio »N Nbros cranonieos MbNorrrin vet. Lest. I^ips. 1757. III. jp. 223 ck. Vgl. auch dort die übrigen hier angezogenen Stellen.