Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 49 (5.12.1866)
- Date
- 1866-12-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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802 unsere Nachkommen noch ringen und kämpfen können. Wenn Mattathias und seine Söhne nicht aufgestanden wären für unfern Gott und unser Volk, da hätte man schon vor mehr als zwei Jahrtausenden das Judenthum zu Grabe getragen. So aber leuchten noch heute die Lichter, die jene Helden uns angezündet haben, und sie werden leuchten bis ans Ende der Tage zum Zeichen, daß Israel sich aus tiefstem Verfall mit erneuter Kraft wieder emporzurichten vermocht hat; so wird unser Volk, so wird unsere heilige Religion auch die Gegenwart überdauern und sich wieder emporrichten — durch Kampf zum Siege! Literarischer Gericht. P22' 22 222Ll^22 L22'2 X72 7N1Q!"! 2222x!? 2127 '2H7^1 '2LG 1'2X2P 2ll?x 21X2 Op 221P21 212P2 7^12 21X2O22 rix ("r»Gi 'L/"22 21X22221 21X2212 (P27 ^x xv '")?1 2127222' '2»''2 ^12'2 '2' "NX s^'227 ^2 2'2P' 2'2222 2'2'X'2 'i7^2 2XL^ 1122 2Il7X 21P22 2'X2>1 2')72!? 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Nachdem der Verfasser eine lichtvolle Charakteristik desCommentars selbst gegeben, weist er nach, wieder Raschi - Commentar bald nach seinem Erscheinen ein Gemeingut Aller geworden, das wiederum im Laufe der Zeit ein jeder Einzelne als sein Eigenthum angesehen und sich daher berechtigt zu Hallen glaubte, darüber nach Belieben zu schalten und zu wallen. So lassen sich die vielfachen Aenderungen und Abweichungen in diesem Commentar erklären. Schon frühzeitig wurde hierüber Klage geführt, wie dies auch im Jahre 1608 einem Schüler des 7 "222 aus Prag, Namens 22WL" ->"2 zu dem Werke ripi rpm* Veranlassung gegeben, in welchem er die abweichenden Lesearten aus einer Handschrift vom Jahre 1213 aus einigen Druck-Ausgaben und Super Commentaren zusammenstellt. Der Verfasser der vorliegenden kritischen Raschi-Ausgabe aber hatte über ein viel reicheres Material zu verfügen. Ihm standen zu Gebote 11 Handschriften*) aus dem 13 — 15. Jahrhundert, mehrere der ersten und verschiedene der späteren Ausgaben, 80 solcher Werke, welche den Raschi-Commentar direct oder gelegentlich behandeln. Die mit seltener Ausdauer gepflegte und die von einer gründlichen Sachksnntniß unterstützte Untersuchung aller dieser Hilfsmittel bietet der Verfasser in dem unter dem Raschi-Texte fortlaufenden Commentar, der nicht allein in zahlreichen Noten über Lesearten, Corruptionen und Emendationen sich verbreitet, ^) dem aufmerksamen Leser vielfache Anknüpfungspunkte zu weiterer Behandlung bietend, sondern auch viele Beiträge für das Verftändniß des Raschi-Commentars selbst liefert, indem Rasches Erklärung im Talmud zur betreffenden Schriftstelle ausgenommen wurde und auch Excerpte aus seltenen Super-Commentarien gegeben werden. Bei dem sorgfältig und mit vieler Mühe und Gründlichkeit ausgearbeiteten Quellen^ Nachweis ist die ganze alte Literatur berücksichtigt worden, wie auch die ältesten Grammatiker und Parallelen aus den Arbeiten der Späteren (A. Esra, Parchon, Kimchi u. A.) angeführt worden. In den am Schluffe des Werkes gegebenen Likkutim werden einige Stellen mit Bezug auf die Quellen eingehender behandelt/) es folgt hierauf 1) Zu der S. 12 der Vorrede beschriebenen Wormser Handschrift ist auch Auerbach, Geschichte der Gemeinde Halberstadt, S. 179—180 zu vergleichen. 2) Derselbe erscheint hier in hebr. Quadratschrift, häufig interpunctirt und vocalisirt, mit hervorstechendem, gesperrten Drucke der Wörter, auf welche Raschi's Erklärung sich bezieht, mit Verbesserungen in der Abtheilung der einzelnen Verse, mit Berichtigungen in den französisch-provencalischen Ausdrücken und mit deren deutschen Uebersetzung (man vergl. hierüber Note 22, 23 und 24 der Vorrede) — und ohne Abbreviaturen im Texte, die im critischen Commentar natürlich nicht zu vermeiden waren. 3) Auch die Quellen sind hierbei häufig berücksichtigt und bedacht worden. So wird z. B- 2. B. M. 12, V. 44 daraus hingewiesen, daß Raschi's Citat über die Controverse zwischen R. Jehoschua und R. Eliescr in unserer Mechilta fehle (der Index in den Ausgaben weist fälschlich auf Jebamot 71 hin-, wie auch die Tosafot zu Jebamot 70b. und der Commentar R. Josef Schor diese Controverse berühren. Vergl. ferner, was der Verfasser zu 4. B. M. 14, V. 44 in Betreff des Tanchuma und zu 4. B. M. 31, V. 21 in Betreff des Sifri bemerkt und in noch vielen anderen Stellen. 4) S. 372 bei dem Worte 272^2 macht Verf. aufmerksam, daß man in den Handschriften und in den ersten Ausgaben regelmäßig 212^>2 findet, wo die späteren Ausgaben das Wort X221 haben, und glaubt anzunehmen, daß diese Vertauschung seit dem Jahre, in welchem das Edict zum Verbrennen der Talmud-Exemplare ergangen oder seit der Einführung der Censur