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Der Israelit · 1866-10-31 · Heft 44 (31.10.1866) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 44 (31.10.1866)
Date
1866-10-31
Page
– (sequence 11)
Language
German
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727 7) R. Jsaac Joseph Tomim, Rabbiner zu Breslau. 8) R. Salomo, Verfasser des Markebeth Hamischnah. 9) R. Jesaja Berlin. Es ist schon erwähnt, daß R. Hirsch trotz seiner Größe in scholastischem Pilpul sich bei seinen halachischen Vorträgen einer streng logischen Methode bediente und auf Herstellung der alten Lesart großes Gewicht legte. Möglich, daß diese Richtung dem Berlin, dem größten Revisor und Critiker unter den deutschen Rabbinern des vorigen Jahrhunderts, zu seinen großartigen Noten und Sammlungen von Parallelstellen den ersten Impuls gab. 40) R. Meier Bardy, Verfasser derChidusche Maharam Barbi (Dyrenfurt und Prag) und vieler Lesx. im Noda Bihuda u. A. (Forts, folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Holland. Mncherda«. Dieser Tage haben wir bei unterem Mitbürger, Herrn Bleigießermeister L. I. Roozeboom, eine Arbeit angesehen, die für die große Weltausstellung bestimmt ist, und zur Zeit nicht verfehlen wird, großes Aufsehen zu erregen Es ist dieses nämlich eine Badeeinrichtung, die durch kunstmäßige Combination zu Dusch-, Tropf-, Staub-, russischen, warmen und kalten Bädern benutzt werden kann. Dieses großartige Werk ist sehr niedlich und zweckmäßig angefertigt, ebenso die damit in Verbindung stehende Wafserheizung. Es gereicht Herrn Roozeboom (Rosenbaum) zur großen Ehre, daß er seiner Kunst so viele Aufmerksamkeit schenkt. (Handelsblad.) Rotterdam, den 10. October. Gestern fand im Hause des geachteten Bürgermeisters unserer Stadt das erste officielle Diner statt, das von dem Bürgermeister, den Stadträthen und anderen Autoritäten veranstaltet war. Unter den zu Tische Geladenen befand sich auch unser verehrter Oberrabbiner vr. Jsaacsohn. Als man ihm daS Wort verehrte, hob er unter Anderem hervor, daß, obschon er sich im gewöhnlichen Leben der deutschen Sprache bediene, er dennoch die großen und edlen Eigenschaften des niederländischen Volkes nicht verkenne. Die größte Zierde dieser Nation sei in den Augen eines jeden Billigdenkenden — die religiöse Toleranz. Und gerade hierin fei diese Ration schon in den frühesten Zeiten in erster Reche gestanden, was dem Staate stets nur den größten Bortheil gebracht habe, und diesen hätten seine Glaubensgenosse« stet» im Auge. (R. I. Weekblad.) Ar«heim Gestern Abend haben 30 Gemeindemitglieder eine Talmud-Thora-Chebra dahier gegründet, welche Vereinigung, dem Namen derselben entsprechend, den Zweck hat, zur Beförderung und Verbreitung der Kenntniß der heiligen Lehre beizutragen. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, 1) jeden Abend, mit Ausnahme der Sabbat- und Feiertage, Vorträge in biblischen Themata's M halten; 2) hier wohnhaften unbemittelte» Jünglingen, die Anlage dazu haben, in biblischen und talmüdischen Studien Unterricht ertheilen zu lasten und sie überhaupt zu unterstützen und 3) wird die Vereinskaffe, nach dem jeweiligen Vereinsvermögen, Bücher zu diesen Studien beschaffen. Zu Vorstehern dieses Vereins sind die Herren L. P. Prins, H. Frankfort und B Cohen erwählt worden. Zum Lehrer des Vereins ist der ehrw. Herr H. Jsaacsohn (bekannt unter dem Namen rNi'.-i i->) engagirt. (N. I. W.) (Mit großem Vergnügen nehmen wir von diesem edlen Werke Notiz. Dasselbe gibt das glänzendste Zeugniß von dem religiösen Sinne der Gründer und von dem Bestreben, das Wort Gottes immer mehr kennen zu lernen und dasselbe immer mehr zu verbreiten. Obschon dieser Verein mit einer beträchtlichen Anzahl Mitglieder begonnen, so glauben wir dennoch, daß demselben ein noch sehr bedeutender Zuwachs in Aussicht gestellt werden darf. Wir glauben, mit einem großen Theile der Israeliten Arnheims so bekannt zu sein, um mit Bestimmtheit Voraussagen zu können, daß dieser Verein lebhafte Theilnahme, Mitwirkung und Verständniß finden wird. Redactton des Nieuw Israelitisch Weekblad.) Rußland. Wilna. Der „Patrie" wird von hier geschrieben: Die Israeliten leiden unter einer schrecklichen religiösen Propaganda, die sich unter dem Schutze der Localbehörden in Thätigkeit gesetzt hat. Es hat sich nämlich ein Verein gebildet, der nichts Geringeres im Sinne hat, als die jüdische Bevölkerung, die schon seit länger als acht Jahrhunderten diese Länder bewohnt, zu vertreiben und sie in den Kaukasus und an die Ufer des Amur zu versetzen. Das „Wilnaer Journal", das Organ dieses Vereins, geht so weit, daß es sagt, man müsse das Land von diesem Aussatz reinigen und die Juden entweder taufen oder fortjagen. Ein solches Journal erhält nun officieLe Unterstützungen. Der General Kauffmann, der Gouverneur der Provinz, hat an die Beamten und selbst an Privatfamilien die Weisung ergehen lassen, sich auf dieses Journal zu abonniren: er hat den Volkslehrern den Befehl gegeben, diese Gehässigkeiten den Bauern vorzulesen, um sie auf das Werk der Austreibung aufmerksam zu machen. Ja man schickt sogar Agen-

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