Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 42 (17.10.1866)
- Date
- 1866-10-17
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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VH' Jahrgang. Beilage zu Nr. 42 des Israelit. Leitender Artikel. Äulletin -er „ÄUiance Zsraelite AnivrrseUe" vom ersten Semester 1866. (Fortsetzung.) Sitzung vom 26. Februar. Neu eintretende Mitglieder: t aus Algier, 3 aus Amsterdam, 1 aus Arad, 3 ausBayonne, 2 aus Bordeaux, 4 aus Colmar, 1 aus Kopenhagen, 1 aus Gröningen, 1 aus Haag, 1 aus Hegenheim. 1 aus Jassy, 1 aus Metz, 1 aus Nimwegen, 2 aus Orlsanville und 1 aus Paris. Das Somito aus Curacao überschickt 404 Francs zu der Subscription zu Gunsten der Familien, die zu Constantinopel durch die Cholera hart betroffen worden. Das „ Board of Delegates of American Jsraelites" zu New-Dort schreibt, daß es unserer Aufforderung, eine Subscription zu Gunsten der Schulen im Orient ergehen zu lasier», nicht Nachkommen könne, da der schlechte Zustand der israelitischen Schulen seines Landes seine ganze Aufmerksamkeit erfordere. Herr Flügel, Professor an der Militairschule zu Dayton bei Cincinnaty, wünscht, die „Alliance" möge sich mit dem Vereine „Bene Berich", der seinen Sitz in New-Jork hat, sich jedoch über die sämmtlichen Vereinigten Staaten erstreckt, in Verbindung setzen. Herr R. Strauß, Jnspector der Südösterreichischen Eisenbahnen, zeigt an, daß er im Vereine mit anderen einflußreichen Israeliten Wiens bei der Regierung um die gesetzliche Anerkennung der „Alliance" nachsuchen werde. Er lenkt die Aufmerksamkeit des Comitös auf die Emancipationsfrage der ungarischen Juden, die momentan auf die Tagesordnung des Landtages gebracht worden. Herr Str. glaubt, daß es vortheilhaft sei, die Aufmerksamkeit der französischen Presse auf diesen Punkt zu wenden. Das Comits entscheidet, daß es diesem Wunsche Nachkommen werde. Das Somit 6 zu Tunis zeigt an, daß, Dank der Intervention eines der Mitglieder der „Alliance", die Israeliten zu Nabel, die während der letzten Jnsurrection beraubt wurden, von der Regierung des Bey eine Vergütung erhalten hätten. Gleichzeitig zeigt es einen neuen Gewaltact, an einem Glaubensgenossen verübt, an. Dem französischen Consul wird der herzlichste Dank für seine gütige Unterstützung ausgesprochen. Der Herr Präsident macht Mittheilung über den Briefwechsel mit Herrn Gap, Görant des ConsulatS zu Mogador. Der Herr Präsident hat den Notablen der Israeliten, die Herrn Gay ihre finanzielle Unterstützung zur gesundheitsmäßigen Instandsetzung des Judenquartiers angeboten, eine Dankadresse überschickt. Eine telegraphische Depesche aus Bagdad, die die Nachricht enthielt, daß der Chef der Israeliten zu Hamadan in Ketten gelegt, nach Teheran gebracht worden und in Todesgefahr schwebte, veranlaßte das Bureau, sofort die Intervention des auswärtigen Ministeriums und der britischen Regierung zu erwirken. Der Herr Minister erwid erte, daß die französischen Agenten im Auslande die Instruction haben, überall die Interessen der Civilisation zu vertheidigen und daß im vorliegenden Falle der Graf Massignac keine Mühe scheuen wird, die Rechte der Humanität geltend zu machen. — Herr Piciotto, Mitglied des „Board of Deputies" zu London, der ersucht worden war, für denselben Gegenstand die Intervention der englischen Negiernng zu erwirken, erwiedert, daß Sir Moses Montefior e bei Lord Rüssel in Sachen der Juden Persiens eine Conserenz gehabt habe, und daß in Folge dessen der Vertreter Englands zu Teheran die Weisung erhalten habe, seinen ganzen Einfluß zu Gunsten der Israeliten einzusetzen. Das Comits zu Bagdad überschickt die Copie eines Briefes des Großveziers an den General-Gouverneur zu Irak, um die Schule, welche die „Alliance" in jener Stadt gegründet, seiner Aufmerksamkeit zu empfehlen. Dem Comilä für Literatur werden mehrere Vorlagen gemacht, die wir übergehen. Das Comite für Schulen berichtet Folgendes: Herr Weiskopf*), Direktor der Schule zu Volo, und das Comitä jener Stadt drücken ihre Zufriedenheit über die Resultate, die sie an jener Anstalt erzielt haben, aus und bezeichnen die Stadt Larisso, die ebenfalls einer ähnlichen Schule bedürfe. Das Comitä wird ersucht, uns mit den explicirten Details über diesen Gegenstand bekannt zu machen. Herr Gogman. Direktor der Schule zu Tetuan, macht auf die Besetzung der fehlenden Lehrstunden an der Mädchenschule aufmerksam. Frl. Gogman wird diese Stelle übertragen und ihr eine Subvention von 600 Frs. verwilligt. Herr Hermann, früher Lehrer zu Damaskus, wird zur Sitzung eingeladen, um seine Abreise von jener Stadt zu motiviren. Trotz des Befehles, den ihm dos Comits gegeben hatte, auf seinem Posten zu *) Herr W.' dürste vielen Lesern unseres Blattes vielleicht bekannt sein. Es ist dies ein Sohn des ehrwürdigen Distrikts- Rabbiners Weiskopf zu Wallerstein.