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Der Israelit · 1866-10-10 · Heft 41 (10.10.1866) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 41 (10.10.1866)
Date
1866-10-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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672 dsude vollendet fand (zu dessen Erbauung er 100 Pfund gespendet hatte), und indem er sich bewogen fühlte, seiner seligen Frau ein Andenken zu stiften, ließ er für die Synagoge ein ->Lv schreiben. Er reiste nach Wilna und schrieb das erste Wort, schrieb in England das letzte Wort, und schenkte ^as -.sv unserer Gemeinde. — Obgleich die hiesige Gemeinde sehr religiös ist, so befindet sich hier doch keine Es fehlt ihr sehr an einer tüchtigen Leitung, und jetzt empfinden wir immer mehr den Verlust des würdigen Mr. Cohen. Vergangenen .1"-, mußten wir einen Vpv ppm aus London kommen lassen. Derselbe war zugleich für die O'v' unser Daß in England die Cholera grasfirt, werden Sie in den 'Zeitungen gelesen haben. Auf höhere Anordnung ist am 26. August hier in Dover für die Cholerakranken öffentlich in den Synagogen gebetet worden, und auch in Ihrem vielgeprüften Deutschland wird dielen Mancher mit größerer Inbrunst als sonst gebetet haben: rvnwLi 'ven 7IVZO1. Auch in London find, wie wir hören, Gebete zur Abwendung dieser schrecklichen Seuche angeordnet worden. Möge der Allbarmherzige diese Gebete bald erhören. v. » Türkei. AovstiMtlvopel. Der große Brand, welcher neuerdings an den Dardanellen gewüthet, hat von Allen unsere Glaubensgenossen hart betroffen. 192 ihrer Häuser und 72 Läden sind ein Raub der Flammen geworden. Im Ganzen vernichtete das entfesselte Element 441 Häuser und 139 Läden, wodurch 2500 Seelen obdachlos geworden. Der neuesten Nummer des I. Chr. entnehmen wir, daß in fast allen jüdischen Gemeinden Großbritanniens Sammlungen zu Gunsten der Verunglückten veranstaltet werden. Palästina. Ein Edinburger Blatt meldet von einer, wenn sie sich bestätigt, merkwürdigen Entdeckung, die von einem Herrn Keith Johnson bei der jetzigen englischen Ersorschungsexpedition in Palästina gemacht wurde. Es sei nämlich im Tel!-Hum der alte Tempel (soll wohl heißen Synagoge) von Kaparnaum ausgegraben worden und zwar in fast vollständig erhaltenem Zustande. Diese Synagoge wird für die im sog. newn Testament erwähnte gehalten. Jaffa. Herr Robert Plattner, Inhaber der Plattner'schen Hotels dahier, einer der frömmsten uud geachtetsten Männer unserer Stadt, ist von der marockanischen Regierung zum Consul über ganz Syrien ernannt worden. Dieses Amt ermächtigt Hrn. Plattner, manchem fremden Glaubensgenossen ersprießliche Dienste zu leisten und daß er das thun wird, dafür bürgt uns sein biederer Character. (Hamagid.) Persien. Teheran. Viele Aerzte Persiens sind Juden oder jüdischer Abkunft, namentlich befindet sich in Kurdistan und Turkistan die ärztliche Praxis fast ausschließlich in den Händen von Juden, und es scheint dies von jeher der Fall gewesen zu sein, wenigstens besagt eine Votivtafel am Grabe Esther's in Hamadan, daß im 13. Jahrhundert das Grabmal durch drei Brüder, welche sämmtlich Aerzte waren, restaurirt worden sei. Auch in Teheran gehören vier Brüder aus einer jüdischen Familie zu den beschäftigtsten Aerzten der Stadt. Einer von ihnen, Namens Hak nazär, war einige Zeit Leibarzt dcs vorigen Königs Mehmed Schah, und der Umstand, daß er. obgleich sowohl dieser Fürst als auch der geliebteste, zum Thronfolger bestimmte Sohn des jetzt regierenden Schah unter seiner Behandlung stauben, noch immer aM Leben ist, zeugt, wenn auch nicht von seiner ärztlichen Befähigung, doch jedenfalls von diplomatischer Gewandtheit. Von dem Kanon des Avicenna existirt eine gute Ansgabe in hebräischer Sprache. Polak. Amerika. Mew-Hork. In dem jüngsten Kriege zwischen Preußen und Oesterreich war ein junger Glaubensgenosse, Herr Frederik A. Schwab, der Berichterstatter des „New-Dort Herold". Herr Schwab ist ein junger Mann, der kaum zwanzig Jahre alt sein dürfte, und hat sich dennoch in der gesummten New-Porker Journalistik einen solchen Ruf erworben, daß ihn dieses bedeutende Blatt eigens zu diesem Zwecke auf den Kriegsschauplatz nach Deutschland schickte. Herr Schwab schreibt sehr correct Französisch, Englisch und Deutsch. Brasilien. Mo de Janeiro. Ein Privatkorrespondent meldet unter dem 27. August, daß in einer Generalversammlung der Brasilianischen Bank, die» am 16. dieses Monats statt gehabt, in welcher die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen werden sollte, Herr Jules Posno, General-Consul der Niederlande zu Rio de Janeiro eine Verwalterstelle erhalten hat. Es ist dieses eine besondere Auszeichnung für einen Niederländer. (Dagblad.) Rach dem „Nieuw Israelitisch Weekblad" ist Herr Posno Jude und gilt also diese AuSzeichung anch seinem Stamme und seiner RÄigio».

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