Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 37 (12.9.1866)
- Date
- 1866-09-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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That, welche Gelehrsamkeit Sie in dieser Riesenarbeit gezeigt haben, die, wie ich gerne hoffe, zu einem glücklichen Ende geführt werden wird. ES ist eine Arbeit, wofür mehrere Mitarbeiter nicht zu viel wären, und indem Sie dieselbe allein unternommen, Haben Sie eineu großen Muth bewiesen. Die verschiedenen Gegenstände sind mit großer Sorgfalt behandelt und haben Sie durch die Angabe der Quellen den gelehrten Leser in den Stand gesetzt, sich selbst von der Genauigkeit der angeführten Fakten zu überzeugen. Wenn Sie das Werk, sowie Sie es begonnen, zu Ende führen, so wird es ein wahres Denkmal sein, das dem Judenthmne Ehre machen wird. ES ist nicht zu verwundern, daß man hier und da einige Lücken bemerkt, die Sie ohne Zweifel in den andern Lieferungen zu vermeiden suchen werden; ich erstaune vielmehr darüber, daß deren nicht mehr sind. — Ja der ersten Lieferung habe ich z. B. das Fehlen mehrerer wichtiger Artikel in Bezug auf talmiHüsche Geographie bemerkt, wie auch historischer Artikel, die aus dem Talmud entnommen werde» könnten, z. B. die Artikel Bethar und Bar Cochba (obgleich Sie auf diesen letzter» im Artikel Ab S. b. verweisen), Aristobul, Bruder des Hyrkan, Antigonus von Socho und einige andere Lehrer der! Mischnah; vielleicht auch Athen« (Athen), Bethera, welches eine Rolle im Talmud spielt, fehlt gleichfalls. Aber der Verfasser eines solchen Werkes erliegt der Menge und Mannigfaltigkeit der Gegendstände, und Auslastungen sind unvermeidlich; ohne Zweifel werden Sie die folgenden Lieferungen vollständiger machen. Sobald das Werk vollendet sein wird, werde ich es gern der Akademie vorlegen, wenn Sie mir hierzu ein Exemplar senden wollen. Ich bitte wiederholt um Entschuldigung für mein langes Schweigen; es war mir unmöglich, früher Kenntniß von Ihrem Werk zu nehmen. Genehmigen Sie, Herr Landrabbiner, den Ausdruck meiner Hochachtung und vollkommenen Ergebenheit. S. Munk Im Anschlüsse hierzu habe ich in Bezug auf die Rezension des geehrten Verfassers zu bemerken, daß mein Plan bei der Herausgabe dieses Werkes war: dasselbe in zwei Abtheilungen erscheinen zu lassen, von denen er sie re die rein bibl. Artikel in ihrem Zusammenhänge mit dem Talmud und die zweite nur die talmudischen Sachen enthalten soll. Dasjenige daher, was Herr Prof. vr. Munk in dieser ersten Lieferung vermißt, wird vollständig in der zweiten Abtheilung gegeben werden. Vr. I. Hamburger, Landrabbiner. cfkcrt ctthts Krnkau 16. August. Der neue aus 60 Mitgliedern bestehende Gemeinderath hat sich knstitnirt. Während die christlichen Mitglieder vor dem Beginn ihrer Wirksamkeit in der Marienkirche einem feierlichen Gottesdienste beiwohnten, verrichteten die jüdischen Mitglieder des Gemeinderaths ihre Andacht in der neuen Synagoge. (Abendland) England. Koudov Ein Londoner Correspondent der „Schwäb. Merkur" schreibt: Die Cholera betreffend, ist es bemerkenswert!^, daß die in den östlichen Bezirken, wo die Epidemie am heftigsten wüthet, ziemlich zahlreiche jüdische Bevölkerung davon fast gar nicht zu leiden hat. Dieselbe Beobachtung ist im Jahre 1849 gemacht worden. Man erklärt sich diesen Umstand aus der verschiedenen Lebensweise der Juden, wonach z. B. alle Wohnungen wenigstens einmal im Jahre eine gründliche Reinigung erfahren, ein Zimmer me von mehr als einer Familie bewohnt wird (während bei der umgebenden Bevölkerung nicht seltm zwei, drei oder noch mehrere Familien auf eins kommen), der Genuß verdorbene» Fleisches durch das religiöse Gesetz verboten ist, und für die Aermern durch die Wohlthätigkeit der bemittelten Konfeffionsgenoffen reichlich gesorgt wird. Mexico. Bera-Wrrrz. Was durch muthige Entschlossenheit und Thatkrast, Ausdauer in einem fremden Lande, ungewohnten Klima und gegen einen an Zahl überlegenen Feind geleistet werden konnte, haben in der That bisher die österreichischen Freiwilligen hier im reichsten Maße dargethan. Eine ihrer glänzendsten Waffenthaten war die Erstürmung der Schanzen von Tlaneplantla, welche mit glänzendem Muthe und Todesverachtung ausgeführt wurde. Unter den drei Ersten in der feindlichen Schanze war unser Glaubensgenosse, der Zugführer Moritz Schwarz. Diese Erdwerke waren von wüthenden Indianern vertheidigt, die ungeheuren Gefallen an den Scalps der Europäer finden sollen und überdies den Oesterreichern an Zahl weit überlegen waren. Feu L t o «. Äus dem Reisewerke -es Rabbi Jakob Saphir. (Fortsetzung.) Ebenso erlauben sie dem Juden nicht, ein buntes Kleid zu tragen. Nur au Sabbat- und Festtagen, wenn er in seiner Wohnung für sich ist und von keinem Muselmann gesehen wird, darf er dieses wagen. Auch die Kopfbedeckung, bestehend aus einem rotheu Gurt, ist dem Juden untersagt. An Wochentagen trägt er eine schwarze oder blaue Kappe, am Samstag und den Feiertage» darf er eine weiße tragen. Beinkleider trägt er ebenfalls nicht-, weill dieses eine Tracht der Fürsten oder Frauen ist. Selbst die