Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 36 (5.9.1866)
- Date
- 1866-09-05
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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59zunächst zu Moscheh gesprochen wurden, ergibt der natürliche Sinn, in welchem schon I. Esra die Stelle Exod. 19. 9 (damit das Volk höre, wie Ich mit dir rede u. s. w.), versteht und gegen welchen die Einwendungen des Ramban weniger stichhaltig erscheinen dürften, da eine ähnliche Auffassung der St. schon im Midrasch sich vorfindet (Vgl. zu 's bwi). Dasselbe besagt auch Dsnt. 5, 5: „Ich stand zwischen Ad. und euch", womit natürlich V. 4. daselbst nicht in Widerspruch ist, nach welchem der Herr von Angesicht zu Angesicht mit der ganzen Gemeinde geredet hat. Uebrigens möchte ich die Trennung unseres Verses in zwei selbstständige Sätze und die von mir gegebene Erklärung der zweiten Hälfte beibehalten wissen: Ad/s Eigenthum wird oder werde die Gemeinde Jacobs d. h. Sein besonderes Eigenthum, Sein Priesterreich. Nur ist dieser zweite Satz nunmehr als Consequenz, nicht, wie ich früher angenommen, als Inhalt der empfangenen Belehrung anzusehn. Er hat für uns eine Belehrung dem Moscheh geboten, (ruft der Liebling unter den Völkern jauchzend;) also wird oder darum werde die Gemeinde Jakobs Sein Eigenthum. — Man entschuldige die weitläufigere Besprechung dieser Stelle. Die Erörterung eines Bekenntnisses, das aus Israels Munde zu vernehmen der himmlische Vater auf den Sinai nisdergeftiegen ist (vgl. H. B. 2. 14) durfte uns billig ein paar Augenblicke länger beschäftigen. Daß in V. 7 durch '2 ->:p Gottes Hilfe „gegen möglicherweise sich wieder aufrichtende Feinde erfleht werde", die Annahme schien mir natürlich, da Jehudah uns vorgeführt wird, wie der Stamm zu seinem Volke zurückkehrt, nachdem er „mit seinen Armen für dasselbe gestritten hat." — In Ä. 9 habe ich das Suffix von i'N'rr-, unübersetzt gelassen, weil dies, wie in der Anmerkung zur St. hervorgehoben, wegen der Einzahl nicht direkt auf Vater und Mutter, sondern wohl im Allgemeinen, auf jede Person zu beziehen ist, welche dem in Gottes Auftrags den Abfall rächend umherziehenden Lewiten als Verwandten oder Freund sich vorstellen mochte. Der muthige Gottesstreiter bekundet seine unbedingte Ergebenheit durch den gleichmäßig wiederholten Ruf, daß er Niemand gesehen habe, Niemand kenne. Außerdem ließ sich wohl nicht gut übertragen: Der von Vater und Mutter sagt: ich habe ihn (oder den habe ich) nicht gesehen. — Wrrum ich V. 17 rächt das minder harte „sein erstgeborener Stier" gebraucht habe, bitte ich in der Anmerkung z. St. nachzlesen. Bezüglich meiner Bemerkung zu V. 20 endlich erinnert d. H.' Nec. sehr richtig, daß das Präteritum wohl zur Bezeichnung gewohnheitsmäßigen Thuns dienen könne. Aber ich habe erwiesen, daß man die Übersetzung „Wie ein L., ruhet er und zerreißt" nicht so verstehen dürfe, daß er zerreiße, nachdem er sich hingestreckt, weil dies sachlich unrichtig. (Wenn der L. sich hinstreckt, hat er die Beute schon zerrissen und ein Zerreißen der todten Beute wäre nicht rühmenswerth, wie beim Löwen, so bei kriegerischen Völkern.) Also bleibt nur die Auffassung zulässig, nach welcher die beiden Sätze wesentlich zusammenhanglos neben einander stünden. G. ruht stolz, wie ein L., in seinem Gebiete und verübt oftmals Heldenthaten. Allein dann würde der erste Satz einen dauernden Zustand, der zweite eine oft wiederholte Handlung darstellen, und der Ausdruck der beiden verschiedenen Verhältnisse durch das gleiche tevapu» (La das Waw in ^21 kein W. vouvsrsivuru sein könnte) erschien mir hart. Uebrigens zeigt die eng verbindende Accsntuation der Worte pw ^2, daß der ganze folgende Vers zunächst Attribut des Löwen und nicht Prädicat zu Gad ist, was von den Auslegern übersehen worden. Ferner wird, was in diesem B. durch das Bild des Löwen angsdeutet ist, der sich „niederlegt, nachdem er Scheitel und Arm zerrissen hat," in V. 21 durch das geschichtliche Vorgehn Gads erläutert, indem dieser Stamm sich nur sein Erbe ausersehen, dann aber, ehr er sich in demselben zur Ruhe niederließ, rühmliche Kriegsthaten verübt habe. Wie diese, bitte ich zu C. 32, V. 13 die Bemerkung nachzutragen, daß nach meiner Erklärung in im '2?r> 11b' der Nachdruck auf den widersinnigen Gegensatz zu legen ist, in welchem sich Israel befindet, indem es den „Hort, d :r es geboren, bildlich darstellte", also gewissermaßen «einen Schöpfer zu schassen versuchte. Herr Rrbb. vr. Lazarus in Prenzlau hatte außerdem oie Güte, mich darauf aufmerksam zu machen, daß, wie in unserer St. 'wri, so in Pf. 73, 41 das mit unserem rno.i dem Laute und jedenfalls auch der Bedeutung nach verwandte vnri passend durch „bildlich darstsllen" übertragen werden könne, zumal es dort, wie Jrsai. 40, 25 das bildliche Darstellen, als der „Heiligkeit", also der Echabenhett, der übersinnlichen Natur Gottes widersprechend gerügt werde. Durch eine Bemerkung desselben Freundes veranlaßt, will ich schließlich eine Mißdeutung zu verhüte» suchen, der meine Note zu Cap. 32, B. 3i leicht ausgesetzt sein soll. Es kommt mir nämlich in dieser Note nur darauf an . festzustellen, daß O'-'bo formal die Bedeutung eines kartie. p»8s. habe. Auf die lexicalische Bedeutung des Wortes bin ich daselbst weniger eingegangen, und ich habe darum Exod. 21, 22 vorläufig übertragen: „Ec soll es unter den Bestraften zahlen". Nichtsdestoweniger bin ich natürlich überzeugt, daß 'b'bO nicht einfach einen Bestraften, sondern einenVerurtheilten, einen nach richterliche mUrt heil Bestraften oder zu Bestrafenden bezeichne, zumal ja anderen Falls dieser Zusatz: „Er soll es unter den Bestr. z." eine müffige Wiederholung der ersten Satzhälfte wäre. (Ja noch mehr, es liegt