Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 34 (22.8.1866)
- Date
- 1866-08-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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560 gangssprache der gesetzestreuen Israeliten für den öffentlichen religiösen Vortrag wählen dürfe; 2) daß es demnach p-1.2 's"prein aus der Luft gegriffen ist, daß die Zuhörer andernfalls die Synagoge verlassen müssen. — Zur Begründung dieser Behauptung betonen wir zunächst, daß nicht die entfernteste Spur eines speciellen diesbezüglichen Verbotes in 2'p^x>> und 2'p22x aufgefunden werden kann; ja wie wir Anm. 9 nachgewiesen, hat man sogar eine sehr gute Gelegenheit hierzu nicht wahrgenommen, daß aber für diese Vortragsweise nicht im Entferntesten irgend ein Criterium, das zu dem Verbote, nicht in den Wegen anderer Völker zu gehen, gehört, zutrifft. Die reine Landessprache ist nämlich keine solche, von denen sich unsere Ahnen aus konfessionellen Gründen entfernt gehalten hätten (dies könnte höchstens von den Wenigen gelten, die dis dadurch gewonnene Zeit auf das 22.21 .28H1 221' 12 verwandten). Im Allgemeinen lag der Grund ausschließlich darin, daß eben noch kein Bedücfniß dazu vorlag. Es birgt dieselbe ferner nicht etwa Unsinn oder Unvernunft, oder vorzugsweise zur Lüsternheit und Unzucht Verführendes, nichts, nichts von allen dem; deshalb liegt auch nicht die blässeste Idee von der Anwendbarkeit dieses Verbotes vor. Ja, ich stehe durchaus nicht an, auf Grund unserer Ueberlieferungen offen und frei zu behaupten, daß selbst, wenn die in Rede stehende Handlungsweise ebenso sehr das '121 1282 x8 involvire, wie es in der That das gerade Gegentheil davon ist, dennoch in solchen Culturgegenden, wo solche Vorträge dringendes Bedürfniß sind, und wo man nur durch sie allein positiv auf die Gsmüther wirken kann, um sie den Klauen der seelenmrderbenden destructiven Partei zu entreißen, es nicht nur gestattet, sondern sogar Pflicht ist, gerade wie 8x'8v-> '22 und jene 400 (oder 800) Jünglinge des David (.2212 Ende) um der Lebensrettung von 2'2i2' willen solches thun, weil, wie 22^22 sich bei dieser Gelegenheit ausorückt, es eine Schande sein würde, wenn er ihnen nicht gleiche. Und so wäre auch hier entschieden die Verwahrlosung der Sprache, da. wo die Culturstufe die Reinheit derselben erheischt, ein 2^.2 bib'2 ohne Gleichendas Gegentheil aber eben das Gegentheil. Nun aber werden hier (in den Schlußworten) positive Beweise angeführt, welche aber zugestandener Maßen nicht eigentlich über 2212 2.22, strengstens über '2^1222 dp 22p p2p 2"2 hinaufreichen. Bevor wir nun die Stichhaltigkeit dieser Argumente untersuchen, schicken wir, frei und offen wie immer, eine wichtige Bemerkung voraus. Welche unendliche Verehrung ich diesem vielleicht größten aller Charaktere der neuesten Zeit (so hochmüthig, p'222 zu fein bin ich nicht) stets entgegen bringe, wie sehr ich jedes Wort dieses großen Lehrers mit unlöschbarem Durst einschlürfe, das wissen meine Schüler und alle, die mich kennen. Allein gerade im Geiste und im Sinne dieses großen Meisters müssen wir fest behaupten: nie und nimmermehr ist es ein pi, weil es inr 2M2 222 vorkömmt, sondern weil es 2212 222 auS 2'P21S1 nachweist, denn nur 2'PO1S1 und in letzterer Form p"^ find unbedingt bindend, nichts weiter. Ich sagte: gerade in seinem Sinne, und zwar deshalb, weil ich authentisch weiß und im Besitze eines sehr bezeichnenden Akrosticon desselben (das hier zu veröffentlichen ich aus Rücksicht gegen einen Freund, dessen Güte ich es zu verdanken habe, unterlassen muß) bin, in welchem derselbe schon den ganzen Jammer des Chassidismus heraufsteigen sah; er kämpfte, wie mehrere seiner 2121^2 (vergleiche 1 "2 <>2 2"x o"n) zeigen, mit sehr weltmännischer Klugheit und Feinheit dagegen an; und will gewiß haben, daß auch wir in seinen Fußtapfen gehen sollen. Nun ist es die eigentliche Natur des Chassidismus, sich eben in Glaubensseligkeit gegen den, welcher im buchstäblichen Sinne sein abgöttisches Vertrauen besitzt, zu wiegen, nicht selbst nachzusehen, sondern auf das Wort des Meisters zu schwören, an die Stelle des emsigen Suchens nach dem P2.2 21PO die viel bequemere Rechtgebsrei tont prix zu setzen. Wir 2'L222 aber haben nichts unwandelbar Gültiges als 2ipO2 8p 2^2; und kennen keine andere Autorität als diese. Was daher 2"2 sagt, bindet uns nicht absolut, sondern nur so weit er es unantastbar begründet. So viel im Allgemeinen. Speciell für unsere Frage fragen wir a) sagt v"n px-12, was man ihn sagen läßt, d) ist die Begründung eine unantastbare? Gehen wir nun die schon oben citirten 3 Stellen genauer durch, 1 nun muß Jeder einsehen, daß eine an die'"eigene mehrere Decennien geleitete Gemeinde gerichtete Bitte noch im Entferntesten kein s'2 ist, worüber man kein Wort zu verlieren braucht. Sehen wir uns jedoch diese Worte selbst etwas genauer an. Sie lauten „2'21x8; irr? 8 2 2222' xbr .212-1X1 21^22^22 22P2WL? sS'X2 2X'2—" Ml fragen NUN verwundert, wohnt diesem Satze Gegensatz und Construction inne? er („der anzustellende Redner") soll nicht in der Sprache der Völker, sondern wie ihr von mir gehört habt, 212-1x1 21^22 vortragen. Nun bezieht sich die Sprache auf die Form des Vortrages, 212-1x1 21022 aber beziehen sich auf den Inhalt; stehen also in keinem Gegensätze, da man in der That, wie ich und tausend Andere die an der herrlichen Erklärung von 21^22 und 212-rx in rein deutscher Sprache erzogen worden sind, auch diese Form sehr wohl dazu verwenden kann. Er sah es in seinem prophetischen Geiste (in der letzten Stunde) als x'222 r-pip 222 kommen, daß Prediger, eben diejenigen, welche heute Herren der Literatur find, nichts als leeres Gespräch auf die Kanzel bringen werden, Worte, nichts als leere Worte um der bloßen Poesie der Sprache willen ausgesucht, ohne 2212, ohne Nah-