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Der Israelit · 1866-08-22 · Heft 34 (22.8.1866) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 34 (22.8.1866)
Date
1866-08-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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s4s igiLt; Na«e und Wohnung derselben sind genau an- «egeben. In den zum Consistorial-Bezirke von Paris gehörigen Deport« rnents «xifiiren drei Gemeinden, von denen jede einen Rabbimn und 15, von denen jede einen Cantor hat. Die drei Rabbimn sind: Herr Eopher zu Dijon, Herr Alexander zu OLL- IvuL-sur-DlLrve nnd Herr Weil! zu Versailles. Im Consistorial-Bezirke von Etraßburg wohnen 20,828 jüdische Seelen; der Oberrabbiner heißt Aron Nrnaud. Von den wohlthätigen Anstalten Straßburgs find hervorznbeben: Die Schule für Künste und Handwerke, das von Louis Ratisbonne gegründete Hosspital, zugleich Alterversorgungsanstalt, und das Waisenhaus. In dem genannten Bezirke fungiren 18 Localrabbinen und 16 Contoren, und zwar derart, daß in der Gemeinde, in der ein Rabbiner angestellt ist, kein Cantor sich befindet und umgekehrt. Im Consisioriolbezirke Colmar wohnen 17,000 Jüdische Seelen; der Obcrrabbiner desselben, Herr S. W. Klein ist nicht allein der gelehrteste und bedeutendste Rabbiner in Frankreich — seine Frömmigkeit und sein edler Charakter, seine llneigennützigkeit und kein liebenswürdiges Benehmen haben ihm auch die Achtung und Verehrung aller Derer erworben, die das Glück haben, ihn näher zu kennen. Nur die moderne Reformwuth kann verkennen, daß Herr Klein der einzige Mann in Frankreich ist, der den Platz eines Oberrabbinen des Centralconsistoriums derart auszufüllen vermöchte, daß das französische Iudenthum unter seinen Anspielen einer glücklichen Zukunft entgegenginge. Im Consistorialbezirke von Colmar fungiren 21 Communalrabbinen und 24 Cantoren; in der Gemeinde Mühlhausen existirt ein Hospital und eine Arbeitsschule. Im Consistorialbezirke von Metz wohnen 6500 jüdische Seelen; der Oberrabbiner heißt Lippmann. — Im Consistorialbezirke von Nancy wohnen 8,800 jüdische Seelen; der Oberrabbincr heißt Libermann. — Im Consistorialbezirke von Lyon, der 7 Departements umfaßt, wohnen nur 2,200 jüdische Seelen; Herr Weinberg ist dort Oberrabbiner. Im Consistorialbezirke von Bordeaux, der 7 Departements umfaßt, wohnen 4000 Israeliten, von denen 3,2(0 auf die Gtweinde Bordeaux kommen; der Oberrabbiner heißt Simon Levy. — Der Consiporialbcznk von Bayonne, wo Herr Marx Oberrabbiner ist, umfaßt 6 Departements mit 2,200 jüdischen Seelen, und der von Marseille, wo Herr David Laben als Oberrabbiner sungirt, 14 Departements mit 3,300 Israeliten. Die Gesammlzahl der Israel. Bevölkerung von Frankreich beläuft sich demnach auf circa 100,000 Seelen; von diesen kommen mehr als die Hälfte auf die beiden in Sprache und Sitten deutschen Provinzen Elsaß nnd Lothringen (Straßburg, Colmar, Metz und Nancy), fast 2/5 auf Paris, dessen israel. Bewohner wiederum größtenteils deutschen Ursprungs find, und endlich nur 10,000 auf das gesummte übrige Frankreich, von denen ebenfalls Viele aus den deutschen Provinzen stammen, wie die dort vorkommenden Namen: Weinberg, Steinberg, Kuppenheim, Weil rc. deutlich genug bekunden. In dev französischen Colonie Algerien gibt es drei Corsisioriclbeznke: Algier mit 7,000, Oran mit 6,060 und Consta nt ine mit 4,600 jüdischen Seelen; die Oberrabbinen heißen Cahen, Charleville und Cahen- In der Schweiz gibt es jetzt 21 jüdische Gemeinden, unter denen drei sind, die einen Rabbimn baden; diese sind Wertheimer in Genf, Kaiserling in Endingen, Engelbert in St. Gallen; die bedeutendsten Gemeinden sind: Erdingen, Lcngnau, Baden, Genf, Bern, Basel, Zürich, Neuchätel, Lausanne und St. Gallen. Der Vorsteher der israel. Gemeinde zu Zürich -st Herr L. Bcrnäys. ein Eobn dcs verewigten Chacham von Hamburg; der Cantor daselbst ist Herr L. Mayer aus Altona. Die Schweizer Israeliten sind sämmtlich deutschen Ursprungs." Die Geschlüsse Ser Rabbiner-Versammlung?n Mihatomitz, beurtheilt von vr. l8rneL Uiläeskeiwer. (Fortsetzung.) ^.ä l. Diese Bestimmung hat nicht die geringste Begründung im und irgendwo anders. Wir behaupten dies um so entschiedener, da wir unter den größten c>'p'-!L besonders pp"i '"2 wkvdtt studirt und von ihnen rein deutsche Vorträge gehört haben; trotzdem überall die Vortrogssprache anders ist und sein muß als die Umgangssprache. Was diese L'p'-w und -airi thun, daran haftet nicht der entfernteste Verdacht; ja wir gestehen, daß uns die so strikte und apodiktische Behauptung dieses Punktes, als ob sich dieses alles so ganz von selbst verstehe, mehr als alles Uebrige in das größte Staunen versetzte. Wir behaupten fest und bestimmt, 1) daß es (drnvv immer bei Seite gelassen) pn.7 '"sp nichtwahr ist, daß man in keiner reinen Landessprache predigen und überhaupt nichts anderes, als die Um-

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