Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 27 (4.7.1866)
- Date
- 1866-07-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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463 pp"12« 2l"l.1^'2 <-;i«12-'v '^"->71 ''2 11dV«p 2,l"l1 ,,52 21120P1S P"P2 v"p 2l"l1 /'2 PVOPV 2.l"l.1 /'2 fdril«' p"p12"« 2.l"l1 ''2 ' 1P1PO Pp"l2« 2i"i.i /'2*> PP1 12"« 21"11 ^'2 11«12))2«V pp"i2« -p"lLI V11P.1 112O.1 Pdt2.1 1v"ixp ^'2 1O«P pp"12« «nd ,121 12"«1 pjim «IIP 51N"2 2.l"l.1, welche um 3 Uhr beendet waren. Sodann setzte sich der Zug in Bewegung. Lhräuen überall, überall Wehklagen, oder sprachloser Schmerz, dem keine Worte kräftig genug waren und der um so deutlicher auf den Gesichtern zu lesen war — so gebehrden sich Waisen bei dem Sarge ihres zu früh entrissenen Vaters.— Voran ging der Leichenwagen, dann der mit schwarzem Tuch behangene wiip.i pin dessen Träger circa 50 Personen waren, unmittelbar darauf die hier sigen i"'.i mn 'iOi-, 38 von dem Dahingeschiedenen verfaßte O'iso in Händen tragend, welchen die ganze Versammlung, die größte Traurigkeit bekundend, folgte. Am 1112P.1 n'2 angelangt, hielten nach verrichtetem O'Oi i'L.i-Gebet noch Trauerreden: pp"l2« 2.l"l1 /'2 2«1 1'P2 pp"l2« 2.l"l.1 2l"l.1 /'2 PP«1 Pp"l2« 2.l"l.1 ,52 2112-1«p ''2 «OL7')P2 pp"l2« 2.l"l.1 1P11PO pp"l2« ab; auch diese verfehlten ihres Eindruckes nicht. 2i"i.i /'2 OIL^O PP"12« 2.1"1.11 52 MO"11 pp"i2« verzichteten wegen Mangel an Gesundheit auf's Wort. Um 1/26 Uhr fand die Beerdigung dieses ii.ivi wiip statt. So standen wir einsam und verlassen da, und welch' eine traurige Aussicht auf unser künftiges Schicksal! Doch die Vorsehung, die einerseits straft, anderseits aber wieder heilt, hat auch uns durch die Humanität und Wohlthätigkeitsliebe der hiesigen Gemeindeglieder, vorzüglich des geehrten Vorstandes, eine theilwene Milderung angedeihen lassen. Noch am Sterbetage wühlten sie einstimmig aus freien Willen — und das ist das Lobenswerthefte dieser Handlung — den Sohn unseres -p"iL, '22, bisher pp"i2« 1O«P als mip.i Mi pO «-OO. Damit hatte die Gemeinde nicht nur das Leid der tief betrübten Familie, sondern auch das der O'1112 um ein Bedeutendes verringert. Nunmehr können wir schon mit mehr Zuversicht der Zukunft entgegen sehen; wir sind nicht mehr gezwungen, die hiesige Gemeinde, die schon so viele Opfer für uns gebracht hat und noch zu bringen bereit ist, zu verlassen; wir können in ihrer Mitte unbekümmert auch ferner aus dem Borne des Wissens unseres 2122 '11201 i'v' 5'-»«' '1 i2'2ii 12'iiO 12'211« O'O'p22i reichlich schöpfen, denn gewiß wird auch er aufs Eifrigste bestrebt sein, seinem großen Vater nachzukommen. — Samstag wurde in der Synagoge der von ^'2 .-MIO-,«' p"pi 12"« Y«21 21.-., welches eine halbe Stunde nach der Beerdigung kam, Sonntags abzuhallende isO.i verkündet. Von allen umliegenden Ortschaften fanden -sich -die Verehrer W21 *) Der Ortsname fehlt im Manuscript. -p"mi uiip.i in unserer Synagoge ein. Seine 3stüsdige Trauerrede erschütterte neuerdings alle Herzen Alles zerstoß in Thränen; Hochachtung und Zutrauen erwarb er sich, und seiner Rede und Handlungsweise setzte er dadurch die Krone auf, indem er durch glänzende Beweise darlegte, wie würdig der.Sohn dieser Stelle sei, daß daher diese Handlung nicht nur allem als Wohlthat, sondern auch als Pflichterfüllung der Gemeinde angerechnet werden können Unter Anderem führte er der 12'w' den analogen Fall des Ablebens -p"lü1 121O Oll 2.1"22W1 L-Ilpll -1121 p«2.1, welchem auch sein Sohn als Stellvertreter folgte, vor. Nach des erster« ,i«iiL nämlich durfte Niemand die.id'V' im ersten Jahre verlassen; er (der Redner) mit noch mehrern Gleichgesinnten befolgten dieses, und es erging ihnen gut; die Andershandelnden aber erhielten Jeder ihre Strafe; und so ersuchte er auch uns, da die Wünsche eines p'12 den eines andern entsprechen, dieses Jahr wenigstens hier zu bleiben. Wirklich -kann ich mit Bestimmtheit versichern, daß nur sehr Wenige diesen heilsamen Rath .ivMi«' p"pi i"2« 2.i"iri ''2 außer Acht lassen werden. Erwähnungswerth ist noch, daß bei der diesjährigen hier herrschenden Noth auch der Christen nicht vergessen wurde; denn es wurden täglich viele arme Christen mit Brod, Speisen und Geld aus dem Hause unseres dahingeschiedenen menschenfreundlichen Rabbi'S betheilt; daher auch sehr viele Christen den Leichenreden beiwohnten und den frommen Mann und guten Nachbar beweinten. So möge nun die hiesige Gemeinde unter der Leitung unseres gegenwärtigen ''2 '21 Frömmigkeit, echt religiösen Sinn und Begeisterung für die .mn .1L-11P.1 auch aus ihre spätem Geschlechter vererben; möge der Allmächtige ferner jedes Ungemach von unserem Haupte entfernen und den himmlischen Segen uns zu Theil werden lassen." Pinkas Braun aus Bucho. O Aus der Debütt» im Juni. In L6va, wo die israelitische Gemeinde bekanntlich mittelst der h. k. Statthalterei dahin gewirkt, daß der Wochenmartt vom Samstag auf einen Wochentag transferirt wurde, ergriff die dortige Bürgerschaft gegen diese Verfügung den Rekurs. — Wie gar häufig im Leben gelang es leider der Engherzigkeit und dem Neide obskurer Menschen auch bei dieser Gelegenheit des Sieges sich zu erfreuen, indem von Seite der h. k. ung. Hofkanzler die Verfügung der k. Statthaltern annullirt, und der Marckt wieder auf den Samstag zurückverlegt wurde. Es ist diese hochortige Entscheidung um so bedauernswerther, als hierdurch ein Präcedenzfall geschaffen wurde, den unsere nimmer müden Judenfeinde gründlich auszubeuten nicht ermangeln -werden. Sy lesen Wir ln der letzten Nummer de- „Pester Lloyd", daß auch die Bürgerschaft in Mma-