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Der Israelit · 1866-07-04 · Heft 27 (4.7.1866) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 27 (4.7.1866)
Date
1866-07-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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E die herzzerreißende - das Gesamintjudenthum Lies detrübende Rachricht vom Ableben 2^,n i:'2-n k-ntOSr '7vv z.-i2"2V-> e^ip.iv sirori vp"-»r hervorgerufen hat, ist gewiß auch schon bis z» Ihnen gedrungen. Schreiber dieser Zetten, dem das,, hohe Glück zu Theil geworden, seit 4 Jahren SchMr des Verewigten und Bewunderer seiner hohen Eigenschaften zu sein, und der als Augenzeuge mit den Einzelheiten dieses so traurigen Ereignisses vertraut ist, sühlt -sich berufen, eine detaillirte Schilderung darüber der Oeffentlichkeit zu übergeben. Der Verlust, den das Judenthum durch den Tod dieses i->N2 n'w erlitten hat, kann unmöglich genug beweint und betrauert werden; stellen Sie sich einen Mann vor, der, abgesehen von seinem umfangreichen und unermeßlichen Wissen und seiner wahren Frömmigkeit den Grundsatz: N121 ^2!? 12-m ^2 rin;-r u.i derart zur Geltung brachte, daß selbst der am geringsten Scheinende ihm nicht eines würdigen Empfanges zu gering war, der durch fein freundliches und liebevolles Benehmen sowohl im persönlichen als auch brieflichen Umgänge die Herzen Aller in einem solchen Maße gewann, daß seine Worte selbst von den größten und entferntesten Gemeinden mit dem größten Eifer befolgt wurden; der den nv!i '->M2 nicht als strenger, sondern als zärtlich liebender Vater Vorstand; der seine Zurechtweisungen und Ermahnungen nur in sanfte Worte kleidete. Unser heißgeliebter Lehrer verschied Mittwoch den 23. Sivan im 69. Lebensjahre. Tags bevor hatten wir noch die .-?'2: dessen ausgezeichneten -np'L? zu hören; Abends verrichtete er mit einem großen das Gebet wegen O'OM.i zwischen Timv und 2'-ipO lernte er mit der .-122N O"w; Nachts wachte er bis nach Mitternacht und schrieb 2 Briefe, um den Frieden zwischen 2 1 zu vermitteln und einen 3. an n"^2 ''2 in einer dringenden Angelegenheit N-L2 ->2-!^>. Um 2 Uhr Morgens stellte sich eine Ohnmacht ein, der Blutsturz folgte. Während dieses Anfalles befahl er noch dem im Hause wohnenden -mir letztgenannten Brief zu adressiren, da dem Verblichenen Pünktlichkeit bei einer ,-imv -,2-r mehr als Alles galt. Dem herbeigeeilten Arzte, Herrn Vv. H. Pollak, beantwortete er seine Fragen mit wenigen Worten. Als der Herr vr. im ersten Momente zufolge des fehlenden Puls- und Herzschlages und des aus Mund und Nase fließenden Blutes Lungenlähmung und Tod verkündete, ließ er an die Hausleute die Aufforderung ergehen, schleunigst die Chebra herbeizurufen; diese kam jedoch schon zu spät, und somit hauchte yp"-,Li Ln-!p:n ^'2-, um 3 Uhr Morgens in der alleinigen Anwesenheit des Herrn vr. sein uns Allen so thener gewesenes Leben aus. Nun entwerfen Sie sich selbst ein Bild dieses grauenvollen Morgens! circa 46VZ Familien, sowie 420 w-vn2 versam- > «Men stch um das Haus ihres h-chgessierterr Alles eilte tu wilden Hansen durcheinander herbei, um, seinen Ohren nicht trauend, dieses gräßliche Unglück mit eigenen Augen zu sehen. Und welche haarsträubende Scene nach der Bestätigung dieses so schnell verbreiteten Gerüchtes! Männer, Mauen und Kinder wälzten sich zur Erde, zerrissen ihre Kleidungsstücke, jammerten, fließen endlose Klagen und Weherufe aus. — Leider! Leider! Die am meisten Betroffenen sind wir, seine ihn mit Recht heiß liebende O'-i'2^r>; denn wahrlich ,-i'n Mi Tipi-, er weidete uns mit der größten Sorgfalt eines Vaters; sah er Jemanden besorgt umhergehen, so wendete er alle ihm zu Gebote stehenden Mittel an, um dessen Sorge zu verscheuchen; fehlte es einem an Kosttagen, so verwendete er sich selbst bei den Leuten, die auch immer das Mögliche leisteten, um seinetwillen; bemerkte er einen, der schüchtern vor seiner Autorität zurückschreckte, so zog er ihn mit seiner grenzenlosen Herabkassenhert an sich heran; wagte derselbe nicht, eine tt'L'p laut beim zu fragen, so wiederholte er diese vor der ganzen um dadurch feinen Fleiß anzuspornen, welchen Zweck er auch immer erreichte; ließ sich Jemand einen Fehler zu Schulden kommen, so war unser Vater wieder bestrebt, denselben eher zu verkleinern, als den Gefehlthabenden öffentlich beschämen zu lassen:!^->2w v"2 lririn Sowohl am Sterbetage, als auch am folgenden, dem zur Beerdigung bestimmten Tage, waren sämmtliche jüdische Handlungen hier, sowie auch sehr viele in Preßburg und Naab geschloffen. Die Telegraphen wurden in Bewegung gesetzt und von Nah und Fern versammelten sich 17 Rabbiner und 4 — 5000 Verehrer, um dem '^2!?2 s22 die letzte Ehre und Hochachtung zu erweisen. Die umliegenden n:2'lv', die Preßburger rühmlichst hervorzuheben, waren ziemlich stark vertreten; von der letzteren waren über zwei Drittheile hier. Um Uhr Morgens wurde zum n'2riw-Gebet in die Synagoge gerufen. Alles kleidete sich in Festgewänder, und der Zug zeichnete nicht nur durch die der Situation angemessene Trauer, sondern auch durch die Feierlichkeit und die allgemein herrschende Ordnung der unübersehbaren Teilnehmer aus. Wer sich mit der Leiche dieses pop^O -n.-im wi-ip sein wollte, mußte sich früher °?2M sein; widrigenfalls war selbst jede Berührung der Leichenrequisiten auf's Strengste untersagt. Nach vollbrachter iiinv um 10 Uhr wurde die .-MO unter eine im großen Hofraume für die Versammlung zum Schutze gegen die Sonne errichtete Hütte gebracht. Die dort keinen Platz hatten, saßen auf Zäunen und Dächern. Ohne Speise und Trank zu sich zu nehmen , standen die Leute da, vergossen Ströme von Thränen ohne Unterlaß, hervorgebracht durch die rührenden O'-sv.-, von 9 der anwesenden Rabbiner nämlich p"pi2"n pnän 2-1,-r

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