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Der Israelit · 1866-07-04 · Heft 27 (4.7.1866) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 27 (4.7.1866)
Date
1866-07-04
Page
– (sequence 5)
Language
German
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461 nm Angriffe und eure gelegentlichen Mäkeleien 1 Und in stolzer Hoheit, in erhabner Majestät schayet es auf das Getümmel herab, das in feinen Vorhöfea sich reget!" — Wir wollen schließlich die Hoffnung aussprechen, daß die Gunst des jüdischen Lesepublikums dieser Sammlung derart entgegenkomme, daß der Herr Herausgeber recht bald die versprochenen Sabbatpredigten folgen lasten kann. -- Zeitungsnachrichten und Correspondenze«. Oesterreichifcher Kaiserstaat. Wien, 19. Juni. Franz Figlowsky, der Herausgeber einer Localkorrespondenz, hatte sich heute vor Gericht wegen Verbreitung beunruhigender Gerüchte zu verantworten. Bekanntlich hatte er im März d. I. einige gewöhnliche Exceste zu Judenhetzen, wie sie damals in Böhmen vorfielen, aufgeputzt und dieselben den Lesern als eine Sensationsnachricht aufgetifchl. In Gaudenzdorf, in Rudolfsheim, in Kalksburg und selbst im Weichbilde der Stadt sollten Juden insultirt und mißhandelt worden sein. Die sofort eingeleiteten polizeilichen Erhebungen lieferten jedoch ein Resultat, welches von den geschilderten Vorfällen himmelweit verschieden war. Figlowsky hatte sich damit nicht nur eine Anklage wegen Verbreitung beunruhigender Gerüchte,, sondern auch eine Ehrenbeleidigungsklage eines Trödlers Markus Weiß, den eine Rotte Bursche als Diebshehler und Betrüger bezeichnet haben sollte, zugezogen. Bon den vorgeladenen Augenzeugen dementirt, vermochte Figlowsky die Behauptung von vorgefallenen Judenhetzen nicht aufrecht zu halten und wurde vom Gerichtshöfe sowohl wegen des Vergehens der Verbreitung beunruhigender Gerüchte, als auch wegen des Vergehens der Ehrenbeleidigung zu 14 Tagen strengem mit zwei Fasttagen verschärften Arrest verurtheilt. (F. B.) Wie«. Der Vorstand der israelitischen Kultus- Gemeinde veröffentlicht den Rechnungs-Abschluß für das abgelaufene Jahr und entnehmen wir demselben nachstehende Daten: Die Einnahmen betrugen im Ganzen 60,253 fl. 12 kr. und zwar die Kultusfteuer 48,291 fi. 75 kr., vom Bethause in der Stadt 11,214 fl. 69 kr., jenes in der Leopoldstadt 29,316 fl. 2 kr-, die Fleischregie 5300 fl, von den Gemeindehäusern 10,288 fl. 96 kr. und die Leichenhof Verwaltung 17,040 fl. 70 kr. Dagegen betrugen die Ausgaben 60,166 fl. 48 kr. Das Vermögen der Gemeinde beträgt in Effecten 4519 fl. 80 kr., Tempelanlehens - Obligationen 80,430 fl., an Realitäten nach dem 5°/o Erträgnisse berechnet und zwar das Haus in der Stadt 170,000 fl., die beiden Häuser in der Leopoldstadt 154,747 fl. 85 kr., Verschiedenes 6949 fl. 49 kr., also in Summe 416,647 fl. 14 kr., dagegen betragen die Passiva 596,805 fl. 18 kr. und übersteigt demnach die Passiva die Aktiva um 180,158 fl. 4 kr. Die Baukosten des Tempels in der Leopoldstadt und der anstoßenden beiden Wohngebäude beliefen sich auf 462,750 fl. Außer der Betheilung der verschiedenen Wohlthätigkeits-Anstalten wurde durch Absendung eines Religionslehrers, am Neujahrs- und Osterfeste, nach der Strafanstalt in Stein auf die sittliche Besserung der Jnhaftirten zu wirken angestrebt und der mit Genehmigung der Statthalterei eingeführte Gottesdienst, wie dies beim k. k. Landesgerichte in Wien schon seit Jahren der Fall ist, an Sabbat- und Festtagen fortgesetzt. — Die Sammlungen für die durch die Cholera heimgesuchten Glaubensgenoffen in Jerusalem ergaben einen Betrag von 2195 fl. (F. B.) Cifenfladt, im Tamus. Größer noch als meine Freude war, aus ungarischen Correspondenzen in diesen Bl. Zusätze zu meinem Aufsatze über „Jeschiba- Angelegenheit" zu finden ist für mich jede diesbezügliche Mittheilung aus Deutschland, wo es noch weit mehr auf jedes einzelne Datum ankommt. So wurde ich freudigst überrascht, als ich in Nr. 24 d. Bl. las, daß in dem von meinem lieben Schüler und Freunde, Herrn Dr. S. Eichsnberg zu Segnitz, dirigirten Institute desselben, besten außerordentlich segensreicher Einfluß auf die Volksbildung in Bayern mir im Allgemeinen sehr wohl bekannt war, auch Talmud unterrichtet werde, dasselbe also unser Material sehr wesentlich vermehre! Auch die Ausführung des von mir in Nr. 22 dem wesentlichen Inhalte nach kurz gefaßten Berichtes über die berühmte .-iv'L" in Würzburg freute mich recht; daß ich in einem so ausgedehnten Aufsatze, wie dem in Rede stehenden, auch bei den wesentlichsten Partien nicht die Prätension an die Redaction stellen durfte, diese Details auszuführen, ist wohl natürlich. vr. I. Hildesheimer. Schütt-Szepdahely (Presburger Comitat, Ungarn), im Juni. Obschon wir schon in voriger Nummer einen ziemlich ausführlichen Nekrolog aus der Feder des Herrn vr. Hildesheimer gegeben, könnenwir doch nicht umhin, aus den vielen sonst einge gangenen noch folgenden zu veröffentlichen, der, weil von einem Schüler des Verewigten verfaßt, am Meisten Anspruch auf eine genaue biographische Schilderung des Lebenswandels seines großen Lehrers machen kann. — „Die heftige Erschütterung, die

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