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Der Israelit · 1866-06-27 · Heft 26 (27.6.1866) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 26 (27.6.1866)
Date
1866-06-27
Page
– (sequence 8)
Language
German
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448 erkannt; Abrahamsohn war Medailleur des Königs und des Gouvernements; auch fanden sich einige junge Mische Künstler in den verschiedenen Fächern, welche aus Akademien vvrzukommen pflegen. Eben so zeichneten sich während meines Aufenthaltes zu Berlin viele Juden durch ihre vorzüglichen Talente in Bezug auf Geometrie, Algebra, Mathematik, Geographie und Philosophie aus; sie alle mit Namen zu nennen, würde den Leser nur ungeduldig machen. Dies alles zeugt hinlänglich für ihr Politisches und moralisches Verhalten, für ihren guten und gastfreundlichen Charakter. IX. Moses Mendelssohn. Mendelssohn, in einer armen Hütte geboren, welche aber von einem Lichte beleuchtet war, das ihn hoch über seinen Stand erhob. Ich meine seinen Familienadel; denn er stammte von dem berühmten Krakauer Rabbiner Moses Jsserles ab. In einem Briefe an seinen Verwandten Elkana Herz, recommandirte er ihm den Rabbiner von Neuwied, Elieser Lüpschütz, mit den Worten: «iTiw i->-i.-i^i 1-122^ 711221 tt7>712022 «INI .1'->127I2 2O-»S27! 17!12«-1 «p-,2 fl /l21 1'27I2 1"I'P' ,^>"s 7IS27I ,riO7I1'27I d. h. „Es ist ein Verdienst ihn zu ehren und zu achten, denn er ist ein Sohn der Großen, seinen Vorfahren ähnlich und berühmt durch seine Werke. Er ist von unserer edlen Familie, ein Nachkomme des Verfassers der Decke, dessen Andenken gesegnet sei, wie seine Akten bezeugen." Sein ganzes Bestreben war anfangs nur seinem hohen Ahnen zu gleichen; er war ein fleißiger Talmudjünger und als er sich später den profanen Wissenschaften und der Philosophie zvwandte, so blieb er dennoch, sein ganzes Leben hindurch, der jüdischen Theologie zugethan. Die Gallerie von Bildnissen aus seinem Umgang und seiner Correspondenz, zählt mehr als fünf und zwanzig Rabbiner und jüdische Gelehrt-, mit denen er über talmudische und casuitische Gegenstände, über Ritualgesetze und Religionsphilosophie discutirte. Von den vielen hebräischen Briefen die er ihnen bei diesen Gelegenheiten schrieb, sind nur Wenige im Drucke erschienen, sie verdienen gesammelt zu werden. Auch seine hebräische Schriften sind nicht gehörig bekannt. In der Vorrede zu seinem Commentare zum Prediger, versprach er einen ähnlichen Commentar zu den Psalmen, Sprüchen und zu Job zu schreiben, ist dieses Versprechen in Erfüllung gegangen? Anderwärts, meinem Schreiben an R. aus Prag, spricht er von Uebersetzung der Propheten und Hagiographen, die er heraus zu geben beabsichtigt; ist es geschehen? Wir zweifeln daran, der frühe Tod hat ihn wahrscheinlich von seinem Vorhaben abgehalten. X. Die Herkunft und Familie R, Moses Jsserles. Die Lebensgeschichte R. Moses Jsserles wurde in neuerer Zeit vielfach bearbeitet, aber keiner der Biographen konnte uns Etwas über seine Herkunft oder seine Familie sagen. In einer Handschrift aus dem siebenzehnten Jahrhundert, betitelt: vni'.i ->->O, Stammtafeln von vier deutschen Familien, finde ich, Seite 1, bei der Aufzählung der Kinder des berühmten Moses Auerbach, bischöflicher Hofjude in Regensburg, 1497, folgende Angaben: pupT, o« 7>i->'2i.-i 7>i'7i«7i i'TMIi ^1 -fl->p'« ->"->.-»-ikr-71 und Seite 3: ->1«2 ,b«->L" 12VS7I d"l d"^7I tll'71871 j21 (->v^>«) -,->".-121 7l"7lbl LfllO'8 7IL72 ->"->.-12 7flu7! P->N ^>"l ->"l712l ->"->7121 /1^7I>I 27QL2. Aus diesen Angaben geht hervor, daß der Vater des R. Moses Jsserles, Herr Jsserlein aus Krakau, ein Auerbach war, daß die Mutter des Herrn Jsserlein Auerbach, ebenfalls eine geborene Auerbach war, die Tochter des obengenannten Moses Auerbach, der als Stammvater der Familie Auerbach betrachtet wird. Ferner erfolgt aus den gemeldeten Angaben daß R. Moses Jsserles drei Brüder hatte, die alle Drei gelehrte Männer waren, nämlich : R. (Elieser) Lazarus, R. Wolf und R. Joseph. Von R. Lazarus oder R. Elieser, erzählt R. Eliel ben Moses Louans, genannt R. Elia Bal-Schem, in seinem handschriftlichen Commentar zu Sohar(Mff. in Mainz bei R. Samuel Bondi); daß während er in Krakau auf der Jeschiba des R. Menachem Mendel Avigdores studirte er den 7iw2 '2->-r des R. Moses Jsserles zu den Vier Turim copirte, eine schwere Arbeit, denn der Verfasser, hinterließ nur den ersten Entwurf seines Werkes, weil er, ehe es geordnet war, starb. Sein Bruder R. Elieser (Lazarus) war von R. Elias Louans Abschrift so entzückt, daß er ihm, für seinen Lohn, den handschriftlichen Commentar zum Sohar von seinem seligen Bruder, gab. Bergt, über diesen Commentar zu Sohar, Azulai, Schem Ha-Gedolim, Artikel Lfl->v'« 2"->712. Dieser Gelehrte erwähnt in genanntem Artikel einen vierten Bruder unseres Rabbiner von Krakau, Namens Aron, der aber kein Gelehrter gewesen zu sein scheint. Auch citirt er dort die Schwester R. Moses Jsserles, dessen Namen Mirjam und Ehegattin des berühmten Pinchas LeviHorwitz war. E. Carmoly. (Fortsetzung folgt.) Hierzu eine Beilage. Verantwortliche Redaction: vr. Lehmann. — Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. — Dampf.Schnellpreffendrrrck von I. GottSleben in Mainz.

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