Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 26 (27.6.1866)
- Date
- 1866-06-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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^47 Preßburg und wohl auch anderer umliegenden nin'V' und außerordentlich viele und v'X'»' aus der Umgegend geeilt; und sollen dem (einem wahren rr--np.-> dreißig Folianten enthaltend i' '2rv nachgetragen worden sein. Es sprachen bei der ,^'iv die Rabbinen zu Comorn, Szechin, Szered rc. hinterläßt mchrere Söhnewelche einnehmen. Der älteste Rabbiner in Kolta wird, wie man mir berichtet, inrr ,wpv sein, was nicht weniger dem Vater, als der ehrenwerthen Gemeinde zu Szerdahely zur großen Ehre gereichen wird; außerdem beweinen noch den Väter und Gatten 2 unversorgte Kinder und eine biedere aufopferungsfreudige Wittwe, welche ihrem Mantte, als er noch in Serd. privatim v.-irn lebte, stets von ihrem Wohnorte in der Nähe Sz. persönlich das Esten brachte. Wie viele Thronen diesem Meteore der rabbinischen Welt, diesem seltenen Phänomene edelster Humanität, diesem reinsten Spiegel einer liebenswürdigen Seele nachgeweint wurden (auch viele Nichtjuden sollen am Grabe dieses Ehrenmannes heiße Thränen vergossen haben!) Wer vermag das zu beschreiben?! Die heißesten Thränen aber, sie werden erst kommen; sie werden von den denkenden Beobachtern ihrer Zeit und ihrer Zeitgenossen nachgeweint werden, die die traurige Erfahrung gemacht haben, und alle Tage mehr machen, wie Wenige den Muth haben für ihre Ueberzeugung den heißesten aller Kämpfe gegen die Destruction und den Unglauben von der einen, und den frechen Fanatismus von der anderen Seite zu bestehen; wie wenige den Muth haben, bescheiden zu sein in privaten. Verhältnissen aber jede bequeme und falsche Bescheidenheit weit wegzuwerfen, wenn die Pflicht ruft. Eine große Erbschaft haben die Ueberlebenden von ihrem großen Lehrer übernommen, den großen Riß auszufüllen, der durch den Hintritt dieser einen Persönlichkeit in Israel entstanden, sich ihrerseits all der leidenden Brüder und Schwestern anzunehmen, deren väterlicher Freund er gewesen wäre, wenn ihn uns Gott länger erhalten hätte. Für den schrecklichen Fall, daß diese berühmte große sich nicht mehr in der Ausdehnung behaupten könne, was übrigens bei der liefen Frömmigkeit und Opferfreudigkeit der Gemeinde zu Sz. weniger zu befürchten ist, ist es heilige Pflicht der Gemeinden deren die Bruchtheile der ersteren aufsuchen werden, wenigstens faktisch den Status guo zu erhalten, sie werden unendlich viel P-U7I I^.-I invdi .-!-nri.-i thun. Vielleicht die allerwichtigste Erbschaft aber die wir anzutreten haben, bestehl -ausder-Energie -für die Interessen des orthodoxen Judenthums zu kämpfen und zu streiten. Dies enthält eine ernste Mahnung an die Rabbinen Verfehlen wir "efl^uns nicht, daß es wohl bei sehr wenigen, an dem guten Willen, bei sehr Vielen an der Mtstwechmden Lhatkraft «nd Entschlossenheit in der i Ausführung fehlt. Und doch Meine Brüder, find diese . niemals nüthiger gewesen als jetzt. - Täuschen wir uns darüber nicht; -schwüle Gewitterwolken ziehen herauf am jüdischen Horizont; heiße Kämpfe werden zu bestehen sein, gegen Ausschreitung nach, Rechts und Links. Bis jetzt war eine eiserne Kraft mehr, zäh und unbeugsam, da. Treten wir um Gottes Willen diese seine Erbschaft an, >und dann wird es wie von '.2'2rr 2pp' heißen: r>O -i-rvn i vr. I. Hildesheimer. Nachschrift vom 27. Sioan. Am heutigen Tage habe ich dem Andenken des einen -1SO.1 gehalten und waren 7i"d nicht nur sämmtliche Gemeindemitglieder, sondern arrch Fremde bei diesem anwesend. F e rr i l L e t 0 n. Denkwürdigkeiten aus der Geschichte, Literatur und Kunst der Israeliten. (Fortsetzung.) Dieses Druckes ungeachtet machen ihr Scharfsinn, ihre Betriebsamkeit, ihr Fleiß in klassischen -Studien sie der Ausnahme in die gebildcsten Menschenklasten würdig. In Bezug auf religiöse Formen und Ceremonien sind sie im Allgemeinen sehr milder Natur; aber zum Theil verunstaltet wegen der obenerwähnten Beraubungen. An dem theologischen Studium finden sie kein sonderliches Behagen; doch verdient ihre Liebe und ihr Eifer für die verschiedenen klastischen Studien von jedem Unbefangenen bemerkt zu werden. Die Universitäten und Akademien zählen in allen Zweigen der Gelehrsamkeit, der Künste und Wissenschaften auch viele jüdische Studenten, theils reiche, theils arme; dies ist die einzige den Juden zugestandene Freiheit; die Letzteren werden von den reichen Judenfamilien an jedem Orte unterstützt. Proben ihrer edlen Erzeugnisse sind in ganz Deutschland wohl bekannt. Die philosophischen und poetischen Schriften des berühmten Philosophen Moses Mendelssohn' haben Licht verbreitet, und ihren Verfasser unsterblich gemacht. — Or. Markus Herz, Arzt und Professor der Experimental - Phisyk, vr. Bloch, Arzt und Professor der Naturgeschichte, waren beide in ihren Fächern durch ganz Deutschland berühmt. — Professor Leoneny stand mit Ruhm der Berliner Kadettenschule vor. — Die Professoren Joel Brill (Joel Lowe) und"Wölfsöhn zu Breslau m Schlesien waren vom Publikum als Muster in ihrem Fache an-