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Der Israelit · 1866-06-27 · Heft 26 (27.6.1866) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 26 (27.6.1866)
Date
1866-06-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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444 gen ist , daß das Gesetz waltet und nicht der Zufall, dashalb wollen wir auch die Wucht der Zeiten geduldig tragen im Hinblicke auf Ihn, auf dessen Geheiß auch die verirrte Menschheit wieder einlenken wird in die rechte Bahn, im Hinblicke auf Ihn, welcher dereinst allen Kriegen ein Ende machen und den holden Frieden erblühen lasten wird für ewige Zeiten OOINO NPO nm! Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz. Der „Frankfurter Stenographischen Zeitung", dem Organ des Rheinischen Stenographen- Bundes, wird von hier geschrieben: Herr Lehrer Fuld *) hielt am 11. April im hiesigen Stenographen-Verein einen Vortrag über Mendelsohns „Phädon" oder die Unsterblichkeit der Seele. Nach einer kurzen Einleitung ging Redner speciell auf das Leben und Wirken Mendelsohns, dieses großen Philosophen, über und suchte dann in einem längeren geistvoll ausgearbeiteten Vortrage die in Mendelsohns Phädon entwickelten scharfsinnigen Ansichten erwähnten Thema's seinen zahlreich versammelten Zuhörern zu veranschaulichen, was dem Redner auch in bester Weise gelang, so daß wir gestehen müssen, selten einem Vortrage mit größerem Interests gefolgt zu sein. Aus Würzburg, 14. Juni, wird geschrieben: Der bei dem letzten Krawall viel genannte Markus Blümlein ist nach Frankfurt übergesiedelt. Mehrere der reichsten hiesigen Familien haben unsere Stadt verlassen. Auch viele sehr wohlhabende Fremde haben entweder das Gleiche gethan oder sind wenigstens im Begriff dazu. Die Ruhe in hiesiger Stadt wurde auch in gestriger Nacht nicht weiter gestört. Aus Nürnberg, 13. Juni, wird gemeldet: Gestern Nachts durchzogen Patrouillen zu Fuß und zu Pferd unsere Stadt, und waren auch die Wachen verstärkt. Dem Vernehmen nach fürchtete man einen Krawall gegen die Juden. Man schreibt aus Nürnberg, 15. Juni: Gestern Abends wiederholten sich die obrigkeitlichen Vorsichtsmaßregeln gegen einen befürchteten Judenkrawall; die Wachen wurden verstärkt, und eine am Marktplatz aufgestellte Abtheilung Landwehr faßte scharfe Patronen. *) Herr Fuld ist Oberlehrer an der unserer Leitung unterstehenden Unterrichtsanstalt. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien. In den beiden israelitischen Tempeln und in allen Bethäusern Wiens werden, von heute angefangen, von den versammelten Andächtigen Gebete für das Wohl Oesterreichs, Deutschlands und für den glücklichen Ausgang des Krieges verrichtet werden. (W. F.) Wolaplaw-ka. Die in dem Mielec'er Bezirke (Galizien) vorgekommenen Exceffe gegen Juden beschränken sich darauf, daß in den Wirthshäusern zu Wolaplawska und Rzedzianowice Brandwein und Taback von mehreren Bauern erpreßt wurde ohne zu zahlen, und daß eine Jüdin in der Nacht vom 2. auf den 3. d. M. in Borowa durch dortige Bauern mißbandelt wurde. Auf dringendes Ansuchen der Mielec'er Juden-Gememde, welche durch Drohungen einer bevorstehenden Plünderung geängstigt wurde, ward am 7. d. M. eine MMär-Affistenz von 50 Jägern unter Kommando eines Offiziers dahin detachirt. Auch wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen und hat sich der Tarnower Kreishauptmann durch höheren Auftrag persönlich nach Mielec begeben, um die zur vollständigen Beruhigung der Juden erforderlichen Maßregeln zu treffen. Laut vorliegenden Meldungen war bis zum 11. d. kein weiterer Exceß vorgekommen. Eisenstadt, am Tage des Märtyrertodes des OOOOO PO tt^O ^OL"Nl (Ok. CH. 580). — Noch ganz niedergedrückt von der erschütternden Nachricht, die allen Jehudim innerhalb und außerhalb Ungarns ins Innerste des Herzens dringen wird, will ich einem wenigstens auf diesem Wege die letzte Ehre erweisen *), da es mir nicht vergönnt war, bei seiner O')^ zugegen zu sein. I) Nach einer der öffentlichen Correspondenzen der Red. ist an dieselbe vor einigen Jahren die Frage über die Licenz von Nekrologen als OH"! '-r'LlO angeregt. Ich will hier mit wenigen Worten meine Ansicht darüber geben. Die Quellen (Moed Katon 20 d.) und Paralellstellen sprechen nur von einer Mahnung den Verwandten gegenüber, wo allerdings das blutsverwandtschaftliche Verhältniß des Betheiligten mehr Rücksichten auflegen muß. Auch philologisch dürfte dies zu begründen sein. Das Wort „OO"i" wird nämlich in allen Bibelstellen in Beziehung zu Betheiligtcn gebraucht, wir Genes. 37, L, gegenüber den Betheiligten und darunter leidenden Brüdern. Num. 13, 32 und 14, 36. 37 rücksichtlich der unmittelbar betroffenen Besitzergreifer des Landes, auf welche die Nachricht natürlich viel erschütternder wirken mußte, Psalm 31, 14 ist das „ " ausdrücklich gesetzt, und erhellt aus Jerem. 20, 10 aus dem Zusammenhänge, wie auch Ezech. 37, 3 offenbar von dem bösen Leumund die Rede, welcher sogar in Anwesmheit des Volkes gesprochen wird; und endlich bezieht sich Pro». SS, 10 „1NO"i" auf „OO« O1O" (S. 9), was also demselbm, ohne daß du es verhindern kannst, zu Ehren kommen könnte. Deshalb ist auch Mordechai N1OOl7 ^O Ende u. Sch. Ar. Jo. D. 402, 12 nur von Verwandten (^21 NO NOl7 'O) die Rede. Jndeß scheint die Peßach. 8, 6 erwähnte Erzählutig, nach welcher N'X2OO ONO PN71O' 2", von dm P2O (alle, wie öS

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