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Der Israelit · 1866-06-20 · Heft 25 (20.6.1866) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 25 (20.6.1866)
Date
1866-06-20
Page
– (sequence 12)
Language
German
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436 flicht, deßhalb wollte Sr in der Peßachwoche dieses Büvquet nicht gebön. ES ist höchst erfreulich zu beobachten, mit welcher Würde, Geschicklichkeit und Gerechtigkeit dieser chrenwerthe Glaubensgenosse sein Amt verwaltet. Die Höchsten im Lande halten sowohl ihn als seine liebenswürdige Gattin in großer Ehre und begegnen denselben mit dem außerordentlichsten Respect. (Jewish Messenger.) Rußland. Walosttt. Bekanntlich ist im vorigen Jahre das Beth-Hamidrasch der russischen Reichsjeschiba zu Walosin abgebrannt. Dem „Karmel" wird nun geschrieben, daß am Neumondstag des Sirsan d. I. der Grundstein zum Baue eines neuen Lehrhauses gelegt worden. Bei dieser Gelegenheit hielten die Rabbinen Rabbi Naphtali Zewi Jehuda Berlin und Rabbi Jeschua Heschil Lewin, die die Grundsteine einsenkten, dieser feierlichen Gelegenheit angemessene Vorträge und Ansprachen. Möge der Mgütige die Erbauer des neuen Lehrhauses unterstützen und ihr Bestreben segnen. Asien. Sur). Wir entnehmen Folgendes dem „Hebrew" aus San Franzisco, dem wir die Verantwortlichkeit für die Wahrheit überlassen: „Die Einsamkeit und erhabene Majestät des Berges Sinai wird vielleicht in diesem Augenblicke durch wüsten Kampf und den Dcnner der Kanonen unterbrochen. Am steilen Fuße desselben befindet sich bekanntlich ein Kloster, das seit Jahrhunderten gegen die Angriffe der Beduinen zu einer Art Veste gemacht worden ist. Die trägen und wohllebexischen Mönche sind nun jetzt mit ihrem vor Kurzem dahingekommenen Bischöfe, der eine strenge Regel wieder einführen wollte, in Streit gerathen, und haben ihren Oberhirten eingesperrt. Der Vicekönia von Egypten forderte sie nunmehr auf, den Bischof freizulaffen und ihm zu gehorchen. Die Mönche aber beanspruchen Souveränität, wollen dem Vicekönig nicht Folge leisten, haben ihre 6 Kanonen in St .nd gesetzt, sich zu vertheidigm, und üben sich täglich in den Waffen. Der Vicekönig droht, sie mit Krieg zu überziehen, n. DeV Sinäi^sieht von seiner Höhe schweigend auf die kleinen Mmscheki herab, welche in viertehalb Jahrtausenden eher kleiner als größer geworden. China. KaifuuH-F« Der ^North China Herold" enthält eine Reisebeschretbung eines Vr. Martin von Pecking nach Shcmgbai. Diese Reise wurde im Monate Februar und März unternommen und zwar über eine Rmtttz, die «och nie . frühen «io» eurem - Europäer beschrieben worden. Es wurd^ . dieser Bericht in einer Versammlung der Royal ^siatie 8oe!st^ am 29. März 1866 vorgelesen, vr. Martin sagt, Honan sei eine Stadt, die 470 Meilen (engl.) von Kaifung-Fu entfernt liege. Gerade hier habe er sich sehr sorgfältig über die Lage der dortigen Inden unterrichtet. Wr geben hier seine Worte wieder: „Die jüdische Cölonie hat außerordentlich in ihrer Bedeutung abgenommen. Diese Juden haben alle Kenntniß der hevr. Sprache verloren, obgleich sie noch einige Pergamentrollen, Copien des jüdischen Gesetzes, besitzen. Ihre Synagoge, die sehr lange in einem sehr baufälligen Zustande dastand, ist endlich ganz und gar niedergerissm worden, das Baumaterial derselben verkaufte das arme Volf für Nahrungsmittel. Ein steinernes Tischchen allein bezeichnet die Stelle an der früher das Gotteshaus gestanden. Die Anzahl der dortigen Juden ist auf drei bis vier Hundert Seelen veranschlagt; jedoch sind fast alle religiöse Kennzeichen, durch die sie sich seither von den sie umgebenden Heiden unterschieden, seit dem Tode ihres letzten Rabbiners verschwunden. Die nächste Generation wird wahrscheinlich diese jetzigen Reste aus dem Hause Israel nicht mehr als gesonderte Religionsgesellschaft kennen." Dem „I. C." wird über diese Berichte des vr. Martin geschrieben: Die Notiz über die Lage der Juden zu Kaifung-Fu erinnert mich an ein Project, das vor einigen Jahren in Bezug auf die beregten Verhältnisse, gemacht wurde. Man beabsichtigte damals nämlich, mehrere begabte Leute aus Kaifung-Fu nach England zu bringen, damit dieselben sich religiöses Wissen aneignen, um alsdann das Erlernte dm Brüdern in der Heimath mitzutheilen. Sr. Ehrwürden der Chief-Rabbi, hatte lebhaftes Interesse für die Sache gewonnen. Schon warm ihm die nöthigm Mittel zur Realisirung dieses Projects von dem, für ähnliche Zwecke bestimmten Fond, des Juda Toüra zu New-Örleans, zur Verfügung gestellt. Da brach die chinesische Revolution aus, dadurch hörte alle Verbindung zwischen Shanghai und Kaifung-Fu auf. Auch könnten durch den Bürgerkrieg in Amerika die erwarteten Summen aus New-Orleans nicht gehörig expedirt werden. Da nun alle diese Hindernisse beseitigt sind, steht meines Erachtens nach der Sache kein Hmderniß p»ehr im Wege. Herr Jpda Iduro, der damals die nöthigm Mittel versprach, ist G. s. D. noch unter den Lebenden, und auch sein Secketair, der Rabbiner Gutheim, hat seine frühere Stelle wieder angetreten. Ich habe nicht dm geringsten Zweifel, daß Herr Touro Wort halten wird. Aus Do. Martins Bericht ist zu entnehmen, daß der Weg von Schanghai nach Kaifung-Fü wieder-frei ist.Wamm sollen wir zugeben, daß vor unseren Augen eine jüdische Eolonie M

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