Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 25 (20.6.1866)
- Date
- 1866-06-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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48L Beachtung gewürdigt wurden; denn seine Behauptungen galten nur als Eiuzelgysicht/j da er nur in seinem eigenen Namen schrieb; und dg er slch schönem-Voraus durch Manche ilbermüthW HeromsförVertinM ü«d Unger chtigkeiten allgeWnes Mißtrauen zugezoaen (wtt etiimert Mnicht, 'welche MtrWim^ d?e ve-r kannte Schochtim-Affaire *) hervorbrachte?), so konnten seine elenden Machwerke selbst auf geistesschwache Leser keinen wirksamen Einffuß' Äbeü. Sein Dogma, daß MWr ksin e Pprachq richtig redW 'Md schreiben darf, **) fand also keinen fruchtbaren Boden, und die von ihm verketzerten und als,. perkyppte. Teufel verschrieenen Rabbiner haben durch sMe Angriffe Nichts an ihrem Ansehen verloren. — Mit seinem neuen Auftreten auf dem Gebiet? der Journalistik hat es aber eine ganz andere Bewandtniß; da gerirt er sich als Organ und Meinungsaüsdruck einer bedeutenden talmudischen Corporation, denidin der Pränumeratrons- Einladung zum „ScheuMer Jrßroel" soll er angekündigt haben, daß vorzügliche Tälmudgelehrte Mit ihm inr Bunde ftchen, die ihre Mitwirkung und Förderung des Unternehmens zugesagt haben. Das hat allerdings schon imponirt und ihm auch einige Abonnenten gewonnen. denn man glaubte hvffen zu dürfen, daß er durch Rath Md That Anderer wohl von seinen-Thorheiten Massen und etwas Nützliches zu Tage fördern werde, und mit gespannter Erwartung sah rnan dem ersten Hefte entgegen. Aber, o Himmel, welche Enttäuschung l welcher Skandal,- welche Schwach Mr das Judenthum! Da werden orthodoxe Juden als mordsüchtig gerühmt; da wird gelehrt, der fromme Jude müsse sich so verunstalten, daß er zum Scheusal der Welt werde; daß Kleidung und Idiom unserer Vorfahren in Egypten eigen i so wioerlichen Eindruck gemacht haben, daß die Egypter,veranlaßt waren, im Vorbeigehen vor ihnen auszuspeieni Was soll map zu solchen TheorM sagen, die dev Nachahmung empfohlen werden?! Wer ist mehr verkappter Satan, wer ist mehr geeignet -Unwissende'dem MahrenJndenthum zu entfremden, ein Frommer, verdeutsch spricht, oder ein Chaflid, der solche absurde Lbhrsätze in die Welt schleudert? — Leider glauben manche, daß dies im Sinne des Talmuds gesprochen sei, und verhöhnen die Tradition^ Die Sachs verhak sich aber gerade umgekehrt. Schon dis Behauptung/ daß die am Fuße des Singi gesMdene, Nation nur jhx-r,WschMerregenden Tracht . Wd Sprache wegen ihre reine Abkunft von verdankte, .indem die jüdischen *) Anm. der Red.: Die Äffaire ist uns nicht bekannt. Selbst" die hed r als che 'Grammatik verpönterer,' und zwar aus dem Grunde, weil die Freigeister der Mendelson'schen Zeit sich auch damit befaßt haben. Demnach sollte er das Studieser wohl nM AM Deckmanteldor- Jnv»tre<!thkit seiner hebräischen Arbeiten dienen. - :o ' Fr-umzimm« Dur dadurch dem NqMMtzgen d-ff Egvpterr ^findet! ,m hem- Wsspx-tchss, dftz Lsbnpds -»kn' - klbv' sNQ.iz pi'SMäQüihveMtderlegM-. Nichtzihr? rMoyM Tracht Md Sprachst, .sondernihv keMep iSmu. und ihre strenge Wachsamkeit, über .ihre Mjhliche. MsKuH schützte, unsere Mütter. gegen ägyptische Urtzucht. Weit, wirksanlsrfand der Wahrheit Aemäßer «LrgM vom „ScheuMer Jisroejl^ gewesen/ das gerade Gegenthril zu. schrckben; daß' AaMchi auf UpnWe Aufs regung berechnter EosMmen.ML welchen,Mich- Mensch sich mit EN wegwendeumuß-l abscheulich genannt zu werden verdienen, -ovährend/yysssre patriarchalische Kleidung eine gewisse moralische Würde verliehen., bi??inig?rm^st?» fr^l'lnden Annyhprung^ vorgebeugt habe. Daß aber das jüdische Weib sich zum Gegenstände de^ WsHeuos macheNspm!se,<ist ein ebenso lächerlicher Unsinn, wie die Angabe, oaß unsere Vorfahren durch ihr Aeußerliches die Welt aneckelten, eine schmähliche Lüge W, Mampl wurde denn sonst unsere E zmuttex Sara in Mi^raiyr und-.Osrar nicht lieber angespien als zu Königen berufeü?"— So viel Gerechtigkeit müsse» wir jeooch dern Herrn Akiba Josef widerfahren lassen, daß er dem Grundsatz: „Alles Morülisiren komtnt dem/Eindrücke nicht gleich , den das Pog/M des MpxMtsfl Wt/ wenigstens in dem einen? Punkte seiner Moral, daß mau sich oerabschenuWswüxdig machen Mich, ppllkvWmen Rechnung trägt. Auch wir reden nur mit Widerderwillen von ihm, darum-Hchließen wir. - Ein emeßdrger Jehnd i. It a l i e n. Palermo. Das -Family Äuse'üm^ sagt, daß zu Coccamo in der/.äu-acko M k'-rrMivi" ein jüdisches Grab entdeckt wurde. Nachforschungen haben dargethan, daß gegen das Endendes 15. Jahrhunderts dort eine jüdische Kolonie ,bestanderu Man hat cipMthenlisches Document aufgesWldeu, das die Abtretung eines Grundstückes an die dermalige jüdische Gemeinde enthält. ' ' ' ' ' E. L ' R.sU .a n.'d.- . - Petersburg. Durch Beschluß des Staatsraths, der vom Kaiser genehmigt würde/ wird für die Folge der Z. 3 des Art. 166 dxs Strafgesetzbuches, nach welchem ein pichtchrWicher Verbrecher, rverpl er während seiner UnLeyuchüngshäft die/christliche Religion ctngenvmmm hat'/ einb SkafverrMdMnH za eMM ten hat, Wegfällen. ' -r sUio./. .-»n-u M'.b D o n a u f.Ll^-rst e n 1 h ü m e r. s /.VKkgreU/7M WWWMWaWs'MHW darr finden feindliche Demonstrationen gegen die Juden