Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 25 (20.6.1866)
- Date
- 1866-06-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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4SH lastendürste, Mre! vieüeichtsvlMder Vorschlag beachttMSMrP- < c.rr Mawgreffeimcheiü'genLande zu dem mneuester Zeit H) ttsprteßllchtzn Mittelder grüoffenjchÄstlLchen j,EtznsumverSine." Man Echte in-de« nivnp Geüoffenschafis-Magazine für die nothwMdigsteuLebens- Mittel, als: Mehl, Oel, Hülsenfrüchte, Kaffee, Zucker «. Diese Producte fa«s^ mtzjl in größeren Quantitäten da, wosolche am besten, und billigsten anznschaffey find, was ja ebenfalls durch das hochverchrte Comits in Amsterdam vermöge seiner weitverzweigte» Handelsbeziehungen besorgt werden könnte und genxiß auch zu den vielen nidips" die durch dasselbe bewirkt wurde», auch noch dieses Cvmmiffrons- Geschäst. — übernehmen würde.-.Diese Nahrungsmittel r?rschiffe man zu gehöriger Zeit nach Verhältniß des Bedarfes nach ihrem Bestimmungsorte um dorten in die Vereins-Lager untergebracht und den Consumenten NM den Einkaufspreis veralffolgt zu, werden. Es würden dann der Arme, die Wittwe und Waise für ihre NotWennige gute Waare erhalten und nicht mehr der Gewinnsucht gewissenloser Krämer preis gegeben sein, oder gar in dje schreckliche Lage versetzt werden können, selbst für Geld nichts mehr zu erlangen» Es fragt sich vnn, woher die Mittel nehmen zur Anlegung solcher Magazine? Wir sind der Ansicht, daß man aus den Unterstützungsgeldern selbst den Grundfond dazu bilden könne, in dem man den Beitrag derselben in zwei Halsten theile. Die eine Hülste sende man wie bisher in Baar, für die andere Hälfte aber Lause man Nahrungsstvffe. Tie Verwaltung, Uebepwachung und den Verschluß der Verkaufs-Gegenstände werden gewiß diejenigen Männer im heiligen Lande, diel bisher der Geldverlheilung vorgestanden, auch wohl übernehmen oder dafür geeignete Persönlichkeiten in Vorschlag bringen wrvip O!i »2." Der Erlös würde dann wieder den unantastbaren Geschästsfond bilden, welcher jeweilig vermittelst Anweisung an das verehrliche Comilo in Amsterdam Mückülerwiesen würde auf die eingehende Unterstützungen, oder von Letzterem auf die Consum-Vkreipe zur Aushändigung an die Vertheilnngs-ConinMonen txaffirt werden. Mr habm sürs Erste uns nur erlaubt die Idee zp einem solchen pntSMehmen darznthnn, um M sehen ob die Sache ausfühchgr scheine und Aussicht ans Erfolg habe, in welchem Falls wir das Wettere gerne Anderen überlaffen würden, die vermöge ihrer Stellung und ihres Wissens den Beruf dazu fühlen. 'n nibv." j * Anm. d. Red.: Indem wir dem unehrlichen Korrespondenten hiermit unseren beste« Dan? aüssprechew, verweisen-wir ihn, sowie unsere verehrlichen Leser, ürch unseren he«tsgen Leitartikel. Jedenfalls ist hrr hErPernächte Vorschlag, sMist Mr den FaÜ, daß daS wird, was der Allgutrge aeben wöge, mcht unpraktis^. Ob sich von den eingehUdW Spenden bei der jetzigen Theuernng in Palästina die Mittel für die Jnstandesetzung solcher Consumvereipe. wenn auch nur für kurze Zeit, ergeben werden , darüber muß jedenfalls zuerst Erkundigung eingezogen werden. Jedenfalls dürfte diese' Hache von Fachmänner« und Ortskundigen in die.Hand genommen.werde«, und sind wir bereit, dahinzielenben Vorschlägen in unserem Blatte Raum zu geben. ' Oösterreichischer Karserstaat. Wie». Der zweite Cantor im israelitischen Tempel in der Leopoldstadt, Herr I. Motzen, ist vorgestern nach kurzem Krankenlager im kräftigsten Mannesalter hier gestorben. Wien. In einem Berichte der „Narodni Listy" über den Jvdeuexceß in Horzowitz ward dem Militär, das einen Bürger verhaftete, der T-tel „kookop^" beigelegt. (Dieser Ausdruck, eigentlich nicht gut übersetzbar, ließe sich etwa mit dem Worte „Häscher" wiedergeben.) Der Redakteur des Blattes stand deshalb, der Ehrenbeleivigung angeklagt, Donnerstag vor Gericht» Er wurde zu einer zehntägigen Arrcftftrafe und 60 fl. Kaulionsverfall verurlheilt. In b (Bezirk Sobieslau) erregte am 28. v. M. ein Militärabschied er einen Exceß, indem er den dortigen israelitischen Wundarzt, dessen Schwiegersohn und die Gattin des letzteren mißhandelte, Thüren einschlug und ein Küchensenster zertrümmerte. Vom Bezncksämte wurde sofort Gensdarmerie-AWenz und der Bezirksaktuar Herr Wäska an Ort und Sülle entsendet, welche die Ruhe alsbald wieder herstellten. Der Häüptruhcstörer wurde an das Kreisgericht in Tabor eingeliefert.— Für den nächsten Jahrmarkt in S obres lau wurden Vor fichtsmaßregeln getroffen; es cirkulirten allerhand übertriebene Nachrichten von förmlichen Revolten, Raub und Todtschläg. (Wiener Fremdenblatt.) . Aus der THeLtzgeKsnd. Unsere Hoffnung, daß sich gegen den das Judenthum so schmählich herabwürdigenden „Amud tzajirah" gewichtige Stimmen erheben werden, hat uns nicht getäuscht-/mit größer Befriedigung haben wir daher den in Rr. 2S. s Bl. veröffentlichten Artikel, worin das scandalöse Treiben des Herrn Akiba Josef und seines Souffleurs nach Verdienst gegeißelt wird, gelesen. Die maßlose Arroganz und Schmähsucht des Herr« Akiba Josef hat utts zwar schon längst aufs Aeußstste empört; dennoch haben wir es bis jetzt gebilligt, daß seine frühere« literarischen Erzeugnisse, in denen «r als Pasquillant eine so Mene Virtuosität entwickeltkeiner besonderen