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Der Israelit · 1866-06-06 · Heft 23 (6.6.1866) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 23 (6.6.1866)
Date
1866-06-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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S93 iehr gut, wie wir Ws der Thora erfahren — allein w§r kann sie erreichen? i^15 O111L2 O'IPOI pldtp OV'O OPO lp OStt OV 1^'ttl xvp '1'^' O^llttv j Mächtig und reich muß Derjenige fein, welcher! alle Gottesgebote halten will. Was soll aber; her thun, welcher mit Nahrungssorgen zu kämpfen hat, wie soll der die vielen Sabatte und Feiertage halten, wie soll der die Kosten erschwingen für das Peßach-, für das Laubhüttenfest? Und einen riesenhaften Körper muß er haben, daß er nicht erkranke, daß er nicht durch angestrengtes Studium in der Gotteslehre seine Gesundheit schwäche ober auf Reisen, wenn er die gewohnte Kost entbehren muß. OI7U 'IvttOl 'OIO'OI 'OO7N 2^.1 Pltt2 2IL1' P°?QP pll'O 1' O'O 2L1' '^2.11 1.12 Ach, selbst der Reiche und Starke kann das vorgesteckte, so schwer zu erringende Ziel nicht erreichen, denn die Leidenschaft wohnt in der Brust des Menschen und umgibt Ihn von allen Seiten und sucht ihn unablässig zu verführen — wer könnte ihr widerstehen und jene Welt erlangen? Also sprechen sie Ott >ttiO" 'Ü2 2!? und machen abwendig das Herz der Kinder Israel von ihrem Vater im Himmel. (4. B. M. Cap. 32, V. 9.) Aber Diejenigen, so treu im Glauben sind, sprechen 1:2 ,-> Ok, wenn sich der Mensch nur freudigen Herzens mühet, zu Gott empor zu streben, wenn er nur den ernsten Willen dazu hat, so stützet ihn Gott und hilft ihm, wie es ja heißt vbip'? wp'12 O^>2 ivpi fitt uoi" und dein Volk — sie alle sind Gerechte, die für die Ewigkeit werden erben das Land. ^12 itt IMIVO s>tt nur seit nicht widerspenstig gegen die Gebote der Thora; sie zu erfüllen, bedarf es keines Reichthums, Gott ist reich genug, uns zu geben, was wir bedürfen. pitt.i Op Ott itti'ribttOOtti fürchtet euch nicht vor dem, was die Unwissenden reden; die Thora gibt Gesundheit, die Thora gibt Nahrung iuvrH '2, O.I, denn Jene müssen sich abmühen für Die, so die Thora halten; O.i'^pv O^u iO, der Sonnenhitze des göttlichen Strafgerichts ausgesetzt, finden die Bösen weder Ruhe noch Schatten; Oitti'O ^>tt iiOtt ^11, freilich ist es schwer, den Einflüsterungen, Lockungen und Verführungen der Bösen ent gegenzutreten; allein Gott ist mit'uns, was hätten wir da zu fürchten? Er hilft uns, Er unterstützt uns, Er lenkt und leitet und führt uns, bis daß es uns gelingt, die Leidenschaft zu überwinden und das schönste, erhabendste Ziel zu erreichen: tt.11 OVO^ ttO'11tt2 '^lO^QI;v'tt1 g.lpdlO Ott2l fpv^> l".l".1 O'pll O'Ott PIPttl I7OV .l"2"p2 '1I7PO2 12 O^L> tt^ .HOitt 'P11 'Ott O, selig ist das Loos Derer, die sich in reiner Absicht um die Thora bemühen; sie finden den Weg zu Gott hinauf bis daß sie genannt werden Prüder und Genoffen aller Derer, die wahrhaft in Gott ruhen, wie, es ja heißt: Um meiner Brüder und Genoffen willen verkünde ich Dir Hellt Die Juden zu Mainz im Mittelalter. (Fortsetzung. *) XXIX. Leiden der Juden in Mainz und in ganz Deutschland. Die Bürgerschaft zu Mainz hatte wenig Sympathie für die Söhne Israels, und nur die Aussicht Collecten und Steuern von ihnen zu erheben, machte sie einigermaßen duldsam. Der Erzbischof Gerhard leistete daher den Israeliten von Mainz einen gefährlichen Dienst, indem er sie aus der Gewalt der Bürgerschaft losriß und sie von allen Abgaben und Collecten freisprach. Es scheint, daß die Juden die Gefahr gleich bemerkt und den Erzbischof darauf aufmerksam gemacht haben, denn am nämlichen Tage, am 18. Juni 1295, ertheilte er auch dem Stadlkämmerer, Stadtschultheiß, Rath und der Bürgerschaft der Stadt Mainz eine Urkunde, worin er unter Bezeugung seiner Dankbarkeit für die ihm geleisteten Dienste dieselben von allen Abgaben und Steuern von ihren unter seiner und der Mainzer Kirchenjurisdiction gelegenen Gütern für sich und seine Nachfolger für jsitzt und in Zukunft freigibt; dann will er ihnen die besondere Gnade ertheilen, daß er sich damit begnüge, wenn die in Mainz wohnenden Juden ihm und seinen Nachfolgern oder der Mainzer Kirche jährlich auf Martinitag 112 Mark Aachener Heller, zur Anerkennung der ihm schuldigen Dienste bezahlten und sie, die Bürger das Recht haben sollten, außer den besagten 112 Mark, nach ihrem Gutdünken von diesen Juden Collecten und Steuern zu erheben und zum Nutzen der Stadt zu verwenden, und sollen deßfalls von ihm oder seinen Nachfolgern oder der Mainzer Kirche nie einen Widerspruch zu befürchten haben, oder darüber vor irgend ein Gericht, geistliches oder *) Berichtigungen. Nr 19, Seite 325, b. statt: Pazzuolo lies: Pozzuolo. — Daselbst Seite 326, a. muß gelesen werden: (O'PIOLkj O'2W2 2O2 O"l.12 O12122;21 (plw) ^ttv'lj pl'v;ttO'2 P11P0 Gemahlen Gewürz ttOvvIO IVO OVIttO 'IS ttli2 ->1O^ Ottil fJngwerj. Vergl. O"lOV O1212 ed. Riva, Seite 5, b. — fDaselbst: Die Owr>.1 OlOVLk sind mit einem Commentar unter dem Titel: O1O2 O'l-, in Livorno 1819 in Folio erschienen. Nr. 2V, Seite 342 b. statt: Rachbia lese Rechabja; und Seite 343 ». statt: Wize Witze. Nr. 21, Seite 357 b lies statt: Rabbi Chajim Rabbi Chakim (O'OO ^1).

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