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Der Israelit · 1866-06-06 · Heft 23 (6.6.1866) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 23 (6.6.1866)
Date
1866-06-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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392 „„Aber komm und Haue: Im Ebenbilds Gottes. hat Gott den Menschen verschaffen; fSr drei Welten hat Er ihn bestimmt: für diese Niederwelt, für. das Paradies (;2p p) und für jene Welt, von der es heißt: id 22122^ .2wp' indii 2'2vx N2X2 xb pp. Kein Auge hat geschaut, nur Du, o Gott, allein, was Er bereiten wird dem, so auf ZHn harret. „„Wenn der Mensch nicht sündigte, würde er den Tod nicht schauen; er würde ohne den Tod den Uebergang finden zu jenen Welten. Da er aber sündigt, so trennt sich der Geist vom Körper; der Körper bleibt hier, und der geläuterte Geist steigt empor zum Paradiese und findet statt des Körpers ein anderes, lichtvolleres Gewand. Also ergeht es dem Frommen. Ueber den Sünder aber wird Tod verhängt für alle Welten, wenn er nicht bereut und zurückkehrt zu Gott."" Da sprach Nabbi Jehuda: „Gelobt sei Gott, daß ich gefragt und solche Antwort erlangt habe." Rabbi Simeon sagte: „Aus diesem Abschnitte 12^) lernen wir das Geheimniß der Weisheit; erhabene, werthvolle Geheimnisse. Komm und schaue: Gott rühmt die Thora und spricht: Wandelt in meinen Wegen, bemüht euch in meinem Dienste und ich führe euch in herrliche Welten. — Aber die Menschen sprechen: Wie können wir Gottes Wege und Gottes Dienst erkennen? — Davon heißt es: 2222 71: iH (2:2 heißt die Thora M22w ',22 12 pxw 22X^ 222) ,')22) 2)271 P2X P122 dp d"l 1)'2V2 .2212 '->22 xdx). Forschet in der Thora, dadurch werdet ihr die Wege Gottes erkennen. P2X.2 rix 22'xn X'.2 22, 0 schauet jene Welt, die ihr erben sollt, in die ich euch führe 2'dp 2^22 2P.2 2x1 und dis Volk, das darin wohnt — das sind die Frommen im Paradiese, die reihenweise sitzen in hoher Würde, auf erhabenem Platze. .222.2 xi.2 pm.2, nur der Starke, der seine Leidenschaften bricht und seine Tage und Nächte der Thora widmet, erlangt das Alles; nicht aber Derjenige, welcher schlaff die Hände sinken läßt. 22 2X xi.2 2P2.2, ach es sind nur Wenige, die Kraft und Muth besitzen, ihrem Gotte zu leben- 272 Ott X1.2 1222^.2 p->x.2 221, aus der Thora erfahrt ihr die Beschaffenheit der künftigen Welt. 2222 1H2, ach, nur trägen Herzens, wie Jemand, der in des Sommers Sonnenhitze wandelt ohne Zweck und ohne Lohn, machen sich die Menschen auf diesen Weg; sie sprechen: Soll der Reichthum dieser schönen Welt uns deßhalb verloren gehen? P2212 2p X22 bis sie dazu gelangen, sich der Thora durch anhaltendes Studium zu verbinden (11222 von 2271 verbinden) pH N'b' '2d2i jO'nx 2L-1, dann werden ihnen die Riesenverhältniffe des Weltalls offenbar; es wird ihnen kund, was unrein, was rein, — was erlaubt, was verboten — welche Strafe, welcher Lohn des Menschen harrt. 2'2L2 jpL '2Sb 22)2)!2')N P2W P22N1, UNd siebenf«H übertrifft das durch die Thora Offenbarte (112212) alle Weisheit, die Menschen zu ersinnen vermögen (2'222). 22p ')2 /72 22222 22d>0 bvM Ü"2"2"2 2'22O 222N '2221 wie es ja auch heißt: und es war mehr die Weisheit Salomo's als die Weisheit aller Morgenländer und als all die Weisheit Mizrajim's; ja unendlich ist die durch die Thora offenbarte Weisheit, sobald sich mit der schriftlichen Lehre die mündliche verbindet (11222). 2 71 X 2'2)p d2WX1 .22121 2W2 12222 duX dl2) 2P 1X22 Und sie kamen in das Thal Eschkol und schnitten von dort ab eine Rebe mitsammt einer Weintraube. Die wahrhaft Frommen betrachten Lehre und Leben als untrennbare Einheit; sie finden den Zweck des Lebens nur in der Lehre; diese ist eine in Wurzel, Stamm, Zweigen, Blütbe und Frucht; sie stammt von einem Gotte: ein Hirt, Moscheh, hat sie uns überliefert; alle ihre Gebote sind gleich gewichtig und bedeutungsvoll, aus denen wir keine Auswahl nach unserer Willkür treffen dürfen. Mögen die Gebote unseres Gottes uns Pflichten gegen den Allherrn oder gegen unsere Nebenmensäien oder gegen uns selbst vorschreiben — sie sind alle gleich verpflichtend, gleich bindend, '22x, die Anerkennung Gottes, wie 2L->2 xd Du sollst nicht morden, ^'.2' x^ wie XL72 xd der Meineid ist verboten gleich dem Götzendienst, 2121 wie 222 die Sabbatfeier ist geboten gleich der Elternehre, "212X ^2x2 gleich 2ip7> xd, die Speisegebote sind ebenso wichtig wie das Verbot der Rache, pd'l722 212'p wie i2p^7> xd. Aber Jene, die dem Unglauben sich Hinneigen, die nicht erlernen die Thora 22L?d, in reiner Absicht, die machen einen Unterschied zwischen Lehre und Leben, und durch diese Unterscheidung, durch diese Trennung in zwei verschiedene Anschauungen, durch anderes Lehren und anderes Thun wanken und sinken sie 12' dx x"2"2"2 2122 1,22 — O'2^2 2122 1121x^2 ld)2 212^ und da sie trennten Lehre und Leben in zwei verschiedenartige Dinge, da wankten sie 2'222.2 121 2')X22 121, und sie nahmen von den Granatäpfeln und von den Feigen — diese Thoren wollen auf den irdischen Genuß nicht verzichten, selbst wenn dieser ein verbotener ist. P2X2 2122 12W2, ach sie weichen ab vom Wege der Wahrheit und sprechen: Wir haben die Welt nicht genoffen, haben uns bemüht, und unset Haus ist leer geblieben; verachtet sind wir bei den Nationen — und jene Welt, wer mag sie erreichen? Es ist bester, wir bemühen uns nicht darob. d)i 122x2 id 12222 wir haben uns bemüht, jene Welt kennen zu lernen, xi.i ^221 2^12 227 2)1, sie ist

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