Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1866-06-06 · Heft 23 (6.6.1866) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 23 (6.6.1866)
Date
1866-06-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2446951-2447245-2447262--04250-2459694
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

VH. Jahrgang. 2S Der Israelit. Ein CentralLOrgan für das orthodoxe Judenthnm Herausgegeben von V» Lehmann in Mainz. ainz, den 6. Juni 5626 (1866). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franco einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die Kunde vom heiligen Lande. — Die Juden zu Mainz im Mittelalter. — Zeitungsnachrichten und Eorres-oudenzen: Deutschland: Aus Mecklenburg. — Oesterr. Kais erst.: Wien. Pest. — Amerika: Charleston. — Feuilleton: Der Tod Aharons, des Hohenpriesters. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Noch einmal über die Jeschiba-Angelegenheit. Zeitungsnachrichten und Correspoudenzeu: Deutschland: Wiesenfeld. — Oesterr. Kais erst.: Wien. Wien. Von der moldauischen Grenze. S. a. Ujhely. Krakau. Aus Pilsen. Saaz. Tschernowitz. — Italien: Venedig. Rom. — Frankreich: Nizza. — England: London. — Palästina: Jerusalem. — Afrika: Capstadt. — Mexico: Vera-Cruz. — Feuilleton: Denkwürdigkeiten aus der Geschichte, Literatur und Kunst der Israeliten. Leitende Artikel. Die Lunde vom heiligen Lande. (Nach dem heiligen Sohar-Buche Rabbi Jehuda befand sich einst mit Rabbi Acha auf dem Wege; da sagte er: „Erlaube wir, Dich Etwas zu fragen: Da Gott weiß, daß der Mensch sündiget vor Ihm und Er den Tod über ihn verhängen wird, warum hat Er ihn erschaffen? Heißt es doch in der Thora, die ja der Weltschöpfung um 2000 Jahre vorherging '2 uix Vrixv riii2' so ein Mensch sterben wird in einem Zelte MO' 'v so ein Mann sterben wird, riv'i! und er starb, riv'i uHs 'rvi, und der und der lebte > und — starb. Was will der Herr, gelobt sei Er, vom Menschen in dieser Welt? Wenn der Mensch sich um die Thora bemüht Tag und Nacht, so muß er dennoch sterben, und wenn er sich nicht darum bemüht, so muß er sterben; Alles geht einen Weg, so der Gute, so der Sünders'' Darauf entgegnete Rabbi Acha: „j,Warum kümmerst Du Dich um die Wege und Verhängnisse Deines Herrn? Was Dir erlaubt ist zu erkennen und zu erforschen, danach forsche; was Dir nicht erlaubt ist, zu erforschen und zu erkennen, davon heißt es: iiV2 lix X'vliv.i'v rix jliri Gestatte nicht deinem Munde, dein Fleisch zu versündigen. Wie Gott verborgen und verhohlen/-so auch Seine Wege. Deßhalb frage nicht."" Darauf Rabbi Jehuda: „Wenn dem so ist, so dürfte man auch nichts in der Thora forschen; auch der Sinn der Thora -ist? verborgen, denn sie ist der Name des Allheiligen!" „„Nicht doch."" entgegnete Rabbi Acha, „„die Thora hat einen offenen und einen verborgenen Sinn, wie auch der Name des Herrn, gelobt sei Er, und in Bezug darauf heißt es: uv liivu.n u'-ivx'.-k rn-iricu.1 uu2vi, das Verborgene ist dem Ewigen unserm Gotte, aber das Offenbare ist uns und unfern Kindern. Wer könnte das Verborgene schauen oder gar danach fragen? Komm und schaue: Kein Mensch hat das Recht, verborgene Dinge zu sagen und zu erklären, außer jener heiligen Leuchte: Rabbi Simeon (ben Jochai), dem der Allheilige es gestattet, weil sein Zeitalter bevorzugt ist droben wie hienieden, und ein solches Zeitalter wird es nicht wieder geben, bis daß. der Erlöser kömmt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.