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Der Israelit · 1866-05-23 · Heft 21 (23.5.1866) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 21 (23.5.1866)
Date
1866-05-23
Page
– (sequence 12)
Language
German
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366 tor, ob dieses 12".12 alle geöffnet würde. „Wie, alle Wahrlich ich bemitleide Ihre unfreiwillige Verkommenheit in diesen Dingen. Das wäre ein schöner -I2".22! Ich will Ihnen doch wenigstens mit einigen Worten die Bestimmung dieses 22"7i2 sagen. Hier sehen Sie neben diesem großen Zimmer noch ein kleineres. In dem letzt ren wird täglich Abends vor ungefähr 15 sachverständigen Personen sehr geistreich und tief eingehend ein 2ip'V 2"^ gehalten; was meinen Sie von wem? — Von unserm lieben '2222 ^2 2P2, besten Stimme und Vortragsweise Sie mit Recht in Extase gebracht; der Mann ist aber noch weit mehr sivd, als er Cantor ist. In diesem Zimmer nun sind gleichzeitig etwa 60 Personen versammelt, denen unser verehrter Rabbiner mit einer fesselndenden Liebenswürdigkeit ganz, wie Sie eben einen Vortrag von ihm hörten, aus dem reichen Schatze seines Wissens L/212 228 "NI p"!2-n '"^2 LNN'S Np vorträgt. Außerdem lernt derselbe Montags und Donnerstags des Nachts mit einer Anzahl von nun ')2 unter den 2"p"2 eine P'P2 2222. Den ganzen Tag aber ist dieses Institut offen, damit die in Wien studirend n, zur Partei dieser Syn-gogengemeinde gehörenden Nabbinatscandidaten ihre ganze Muße .2212.2 212H2 zubringen können, wozu ihnen 2'222, welche in Wien zu erreichen sehr schwer sind, sowie im Winter Holz und Licht zur Verfügung gestellt wird; und ist dieser wiedergewonnene Cmtralpunkt für .221.2 für die bis dahin ganz verlassenen Nabbinatskandidaten und dadurch selbstverständlich mittelbar für das Gesammtjudenthum Oesterreichs von der allergrößten Bedeutung." — „Wie ist aber dies Alles." „Möglich, meinen Sie; ja bei Dem (zum Himmel zeigend) ist eben Alles möglich und Er hat zum Bau große Wunder gethan und thut sie nicht weniger zur Erhaltung. 8^2' vr-r. Nun, jetzt gehn Sie in Gottes Namen nach Hause; morgen früh Punkt 8 Nhr müssen Sie wieder bei mir sein." — „Wieder eine ,2^22"? — „Nein, aber noch viel mehr." Gesagt, gethan. Mein Geschäftsfreund führte mich in die r>"r>- Schule dieser Religionsgeseüschaft; was ich dort gesehen und gefühlt, vermag ich noch weit weniger als das Obige entsprechend wiederzugeben. In dieser hebräisch-deutschen Schule befinden sich etwa 200 Kinder, zur Hälfte unbemittelter Eltern, die gratis die Anstalt besuchen. Es wird hier der deutsche Unterricht ganz den Intentionen der Regierung und den Anforderungen der Zeit gemäß ertheilt; aber nichts desto weniger werden damit auch die erstaunlichsten Resultate rücksichtlich des Hebräischen verbunden. Oder ist es nicht erstaunlich, wenn 2pL'2ro22"2i2 222 '"2 welcher damals, wie so oft, anwesend war, eine Prüfung improvisiren konnte, bei welcher Kinder von 7 Jahren die exactesten Antworten über das in der Erlernte gaben? Diese Anstalt ist viel älter, als die Synagoge und in richtistger Erkenntniß und ächt jüdischem Geiste hat diese Gemeinde und ihr geistlicher Vorstand sich viele Jahre mit dem engen Nothbehelf der Synagoge in der Ankergasse begnügt, um diese höhere Anstalt mit desto höherer und zäherer Thatkraft unterhalten zu können. Auch hat sie schon sehr schöne Resultate aufzuweisen. Es sind aus dieser Anstalt schon viele Zöglinge entlassen, welche derselben im Kaufmannsstande als sehr brave, ehrliche und streng religiöse Jünglinge alle Ehre machen; aber auch solche, welche, dem Studium der rabbinischen Wissenschaften sich widmend, 212'p' der^>82L" 'bi2) besuchten und dort, zur Freude ihrer Lehrer und der Gönner der Anstalt zu den besten 2'2iii2 gehören. — „Sie werden mich, lieber Freund, sagte mein Führer auf dem Rückwege zu mir, jetzt noch eindringlicher, als gestern, fragen: „„Wie ist dies Alles möglich,"" meine gestrige Antwort bleibt hier noch weit mehr die einzige. hat, es ist offenbar, etwas Großes mit uns vor, und überschüttet uns mit der Fülle seiner Wohlthaten; mögen wir es nur durch Leistung alles nur irgend Möglichen immer verdienen. Und nun noch ein Wort im Vertrauen. Haben Sie noch nicht in der Zeitung von Conferenzen gehört, welche von Deligirten auch der orthodoxen Partei in Folge höherer Anordnung abgehalten werden? Das sind keine Zeitungsenten. Danken wir dem Allgütigen dafür; die 3 Anstalten, die 2"2-Schule, das 22"22 und die Synagogen fangen schon an, ihre moralischen Siege zu feiern, ihre Berechtigung auszuzwingen; sie werden es aber 2"p2immer mehr thun, bis ihrPrincip das Recht der Parität erlangt haben wird, was das Mindeste ist, was zu beanspruchen sie berechtigt und daher verpflichtet sind. Es versteht sich von selbst, daß wir nie und nimmer aggressiv sein werden; aber von unseren Rechten lassen wir keinen Finger breit ab; auch lassen wir nicht mit uns pactiren. Diese tröstliche Nachricht nehmen Sie mit in Ihre Heimath!" — Und ich nahm Sie mit und dachte auf dem ganzen Wege, mitten unter schlechten Witzen einer schlechten Gesellschaft, in feierlichster Stimmung über alles Dies nach; gibt es doch wahrlich genug zu denken. Und nun meine Brüder in Oesterreich, und in allen Ländern, in die Gott Euch gestreut halt Denket auch Ihr fleißig über alles Obige nach; ziehet die Nutzanwendung auf ähnliche Situationen, in denen vielleicht Ihr selbst Euch befindet. Machet der „Schiffschul-Gemeinde" es nach, durch ächt jüdi'che Schulen, Institute von n"ri für Erwachsene und ächte '22 rv'O)2, alles Dies aber durch unbedingte Opferwilligkeit für diese heiligen Zwecke, r>'2i.2' 22 gründlich zu conserviren; dann wird es auch in Ungarn, ja sogar in — Slavonien wie überall besser werden. Und das gebe Gott

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