Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 21 (23.5.1866)
- Date
- 1866-05-23
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Beilage zu Rr. 21 des Zsraelit. Leitender Artikel. Roch einmal über die Jeschiba - Angelegenheit. Von vr. 3. Liläeskeimer. (Fortsetzung.) Jndcß weiß ich und Jedermann genug, um die größte Hoffnung in die wahrhaft jüdische Religionsgeseltschast daselbst mit dem im Kampfe für mn und riluv ergrauten ersten Kämpen an der Spitze und den thatkräftigen Männern zur Seite, die auch für die Unterrichts anstatt, durch die sich auch diese „Gesellschaft" ein rnonnnasntuna aers psrennius gesetzt und für die sie schon so viele Jahre so viele Tausende erschwingt, um, wie gesagt, die größte Hoffnung in diese Gemeinde zu setzen. J<der weiß genug, um die Bedeutung des kostbarsten Juwels der Rothschildffchen Dynastie 7) in ihrer ganzen Ausdehnung zu ermessen, um zu wissen, daß, wenn der Hort für .imri und echt orthodoxe Gesinnung, wenn der Freiherr Wilhelm von Rothschild i'Q' i.1 ernstlich will und er will gewiß, sich unsere „Phantasien" sehr leicht realisiren können. Wir setzen auf's Gerathewohl sür Frankfurt 500 Personen an und glauben von der Wahrheit nicht zu weit entfernt zu sein. Schreiben wir nur schnell noch das wohl wenig „idealistische^ Nassau (7000 E.) dazu, wo wir wohl kaum 1 o/^ ansetzen dürfen. Wir kommen jetzt zu Süddeutschland und zwar zunächst zu Bayern mit einer Bevölkerung von ca. 60,000 jüd. Seelen. So groß nun das Extrem zwischen den einzelnen Provinzen Altbayern und der Pfalz rücksichtlich des rel. Standpunktes ist; so wenig Reminiscenz für das Alte und Ueberkommene in letzterm sich findet; so herzerhebend ist anderseits die Gesinnungstüchligkeit und Opferfreudigkeit der meisten Bezirke des erstern Theiles, wovon dieses Organ für die Jnterressen der Orthodoxie fort und fort Zeugniß bietet. Hier in Bayern zeigt sich so recht klar und deutlich, wie viel von dem herzhaften Willen einiger Weniger abhängt, wie viel an einem einzigen felsenfesten Charakter hängt, dessen Leben Jedem lautlos beredt zuruft: Vipi .-ixi .iw. Da wir hier eine wahre Labung gegen so manche traurige Situationen, die wir 7) Ueberschrift eines hmnoristischen Aufsatzes im Maihefte des „Ilnivers isravlits". bereits oben zu verzeichnen genöthigt waren, darbieten können, so wollen wir die Specialikäten etwas ausführlicher besprechen. Die Bezirke sind 1) Schwaben und Oberbayern, 2) das sogen. Rieß, 3) Miltelfranken, 4) Unterfranken. Elfteres betreffend, so konnten sich in Folge der Verfolgungswuth finsterer Jahrhunderte keine rnb.ip, viel weniger riN'L" constituiren; selbst in München durften früher nur einige Restaurateure wo'. nen und erst später erlangten einflußreiche Geldmänner die Erlaubniß hierzu, welche Schwierigkeit der Domizilscrlangung fortdauerte, bis in neuester Zeit durch die unbedingte Freizügigkeit alle Schranken fielen. Die jüd. Bevölkerung in München (bereits mehr als 200 Fam.) ist im Allgemeinen gesinnungstüchtig und empfänglich für i-nrr 112'^ ipm.-i, wovon u. A. die bereits mehrjährige Erhaltung des Herrn Nabbinowitz das., großentheils durch Freunde in M. selbst, ein sehr rühmliches Zeugniß bildet. Auch speciell für die Ausbildung der Kinder und auf haben dieselben großentheils recht anerkeunenswerthen Sinn, weßhalb nicht wenige ihre Kinder zur in Würzburg, aber auch nach Preßburg und hierher geschickt haben. Nicht weniger haben sich die Provinzialgemeindcn Jchenhausen, Hürben, Pferse, Buttenwiesen, Harburg, Deggingen, Eder- Heim u. a. durch die Thätigkeit der Rabbinen, echt jüdischer Lehrer und Privaten, diese rnix und die Sehnsucht, ihre Kinder zu den Füßen der sitzen zu wissen, erhalten. Speciell verdient hervorgehoben zu werden a. Hürben (jetzt ca. 70 Fam.), wo die edle Familie Landauer ein ->Q".iir gründete und mit einem reichen Schatze von versorgte, und mehrere Tausende zur Fondation hergab, einen talmudbeflissenen Lehrer b"t ip^x^XE sObxn acquirirte, den v'-nni Freitische gab und die eigenen Söhne später auf größere (auch hierher) sendete. Wohl mag durch dsn Wegzug der genannten Familie dieses Institut sehr viel an thatkräftigem Leben eingebüßt haben; indeß besieht dasselbe meines Wissens noch heute fort. k. in Jchenhausen hat s"-ii IZM'^VVX I'XQ ein Schüler des;->.->x °?"i ibis sehr viele O'i'vbri erzogen und zur Fortsetzung ihres Studiums veranlaßt; gegenwärtig wirkt Rabbiner vr. Löb innerhalb des unter gegenwärtigen Verhältnissen Möglichen, durch sein Institut, o. in Pferse, wo dereinst -nx ri'2 iiv".-ip2 -Nt Nb r;7XN. bp'I .-1212b vbw segensreich wirkten, wurde gewiß auch nicht wenig für .iini 'ivi? und speciell für gethan; und die Bewohner brauchen also nur diese heilige Erinnerung heraufzubeschwören und thätig zu verewigen, ä. in Kriegshaber lebte und wirkte der