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Der Israelit · 1866-05-23 · Heft 21 (23.5.1866) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 21 (23.5.1866)
Date
1866-05-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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359 Liebe und des Dankes zu weihenI 7>2"Qd 111121. Er war es, welcher die Gleichberechtigung der Israeliten mit den übrigen Staatsangehörigen in ihrem vollen Umfange in unserem, wenn auch nur klemm Lande zur Thatsache werden ließ. Dieses Princip bewährte sich auch bei dem feierlichen Leichenbegängnisse des Verblichenen; denn auch der Herr Rabbiner dahier wurde wie alle übrigen Staatsdiener officiell hierzu eingeladen, und im Zuge den übrigen Geistlichen gleichgestellt. Doch, 1s roi sst wort, vivo Io rvi! Mit göttlicher Hilfe ist blos einen Personenwechsel, nicht aber ein Systemwechsel eingetreten. Seine Königliche Hoheit der regierende Großherzog von Hessen und bei Rhein hat die Regentschaft unseres Landes angetreten. Ein edler Regent, dem das Wohl aller Unterthanen wahrhaft am Herzen liegt. Kurz nach seinem Regierungsantritt dahier hatte unser Herr Rabbiner die Ehre einer Audienz beiHöchstdemselben und hatte hierbei sich einer sehr huldvollen Aufnahme zu erfreuen. — Seine Königliche Hoheit erkundigten sich in wahrhaft väterlicher Weise nach dem Stande unserer hiesigen Glaubensgenoffen, und ließen sich mit größter Theilnahme namentlich über die Verhältnisse der hiesigen Synagogen - Gemeinde berichten, deren bestes Gedeihen fördern zu wollen Allerhuldvollst versprechend. Am gestrigen Tage nun fand die Trau er - feierlichkeit um den Heimgegangenen Landgrafen in der Synagoge dahier in erhebender Weise statt. Das Gotteshaus war zu diesem Zwecke entsprechend in Stand gesetzt, und gefüllt mit Leuten aus Allen Ständen und Confeffionen. Den Kern der Feier bildete die ebenso gediegene wie geistvolle Rede unseres Herrn Rabbiners Fromm. Er schilderte mit beredten Worten die hohen Fürstentugenden des Betrauerten in einer Weise, daß die zahlreiche Versammlung sich Lief ergriffen und hoch begeistert fühlte. Mehr über diese treffliche Rede zu sagen — für welche von Allerhöchster Stelle der Text aus Hoichea Cap. 6 Vers 1—3 befohlen wurde — findeich schondeßhalb überflüssig, da dieselbe auf vielseitiges Verlangen im Druck erscheinen wird. Psalmen und Trauergebete wechselten nach einem eigens hiefür ausgegebenen Programme, und mit einem warmen Gebete für das Wohl Sr. K. Hoheit des Großherzogs und Landgrafen Ludwig III. und des ganzen großherzoglichen und landgräflichen Hauses schloß diese würdige, uns unvergeßlich bleibende Feier. München» 12. Mai. Mitten in dem kriegerischen Lärryen tönt eine angenehme Nachricht, die im ganzen Lande als ein Zeichen fortschreitender Humanität mit großer Befriedigung ausgenommen werden wird: der Acceffist Nosenthal wurde zum Assessor am hiesigen Stadtgericht ernannt. Somit ist ein Jude zu einem Staatsbeamten gemacht worden, und diese Ernennung ist der erste derartige Fall in Bayern. Gßlingeu a. N (Württemberg.) Der Unterstützungsverein israel. Lehrer rc. in Württemberg findet bis jetzt nur in etlichen Gemeinden dankenswerthen Anklang und thätige Hilfe. Ausgezeichnet sind hierin wieder die Israeliten in Stuttgart, Laupheim und Eßlingen, welche Heuer zusammen über 70 fl. beisteuerten. Da die Lehrer sich zu geniren scheinen, pro äomo in ihrem Verein zu wirken, — rrnnni px i2Lp nx i'nn — so wäre es eine schöne Thal der Rabbinen und Vorsteher, wenn sie diesem Institut, dessen eigene Kräfte noch lange nicht ausreichen werden, das gestellte Ziel zu erlangen, empfehlend und helfend zur Seite stehen wollten, irii' nnpn.i dnä .-i^ip.^i;n. Born Neckar. Der württemb. „ Ztaatsanzeiger", der „Schwäb. Merkur" und der „Beobachter" enthalten fast gleichzeitig Klagen und Warnung über den Handel mit Gütern und Wechselschulden, sowie über die Einschmuggelung abgeschätzter österr. Kupfermünzen und sogen, wilder Thalerscheine, die außer Cours gesetzt sind. Aus allen diesen Zeitungen und ebenso aus den öffentlichen Verhandlungen unserer Handelsgerichte geht oft theils unverblümt, theils leicht erkennbar hervor, daß einige Juden dabei betheiligt sind und durch ihre Handlungsweise sich und alle ihre Glaubensgenoffen, die bekanntlich in solchen Dingen für solidarisch verbindlich angesehen werden, dem Tadel, dem Haß und der Verachtung ihrer christlichen Mitbürger und des rohen Pöbels aussetzen. In gegenwärtiger Zeit wieder hochgehender Volkswogen ist es doppelt gefährlich, durch Ueberlistung, Wucher und gemeinschädlichen Handel den allwärts nur schlummernden Judenhaß, wie wir ihn in Böhmen zu Tage treten sahen, wach zu rufen. Allein, nicht allein diese Furcht und die Klugheit gebietet Solidität und Reellität im Verkehr, sondern unsere heilige Religion ruft uns täglich zu als Israeliten in jeder Beziehung ein Mustervolk zu sein, als Num. 25,14. ->222 i->22n '2i :i'iix nx w'x iiin ^>x in'2p V2 ,-np ix in'2pd das. 17. : -p.-.irv nx^'i iN'2p nx L"X mn xdi das. 35—37. 'Ni 2l7iNi i2 NPiNNi 12p N' .1221 1'NX -P2' '21 1'NX 'Ni l'.l'dxn NXI'i N'21N1 122 1NX2 npn : 12P : ld2X;nn xd N'2122i 1222 id INN xd 1NO2 NX: 12p Es ist mir leid, daß manche unserer Glaubensgenossen nicht selten gegen diese Gesetze sich versündigen und ungern nur bringe ich es hier zur Sprache, 'ix! -,2x xd nx H vx ,i2x nx 'd. Der fromme Israelit wird auch den bösen Schein meiden,;n pm.i id .1211.1;2i npv.i und die schrecklichen Folgen des N2?n di'dn erwägen 'id^2 222 ppin^.i; er wird aber auch beherzigen das talmudische Gesetz: 22ad iinx '12Ü dll? id'SXI Ni'12.1 NP1 und 12p 1^2 111212 l'dlinn

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