Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1866)
- Date
- 1866-05-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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341 «rlen. Dabei wächst ein Geschlecht heranbas man als p2 nipi^r», als stanzdem Judenthuüi entfremdet bezeichnen kann , das um den^Glauben aN Gott betrogen wird , das gelehrt wird, die Echöpsimg als ein Mährchen und die Unsterblichkeit als einen Wahn M verlachen < . . . . . . . Meint ihr, wir malen zu schwarz? Geht hin in die Synagogen Unserer modernen Biüder und hört, wie die Jahrgedächtnißftiernden, die zur Thora gerufen werden, die Berachah nicht sprechen, das Kadisch nickt ablesen können, wie sie am Sabbat Tephillin legtn, vermeinend, das gehöre sich so am Jahrgedächtnißtage. *) Rufet euch Kinder herbei, Knaben oder Mädchen, NoN 12 Jahren und fragt, ob sie beten können! Sie werden euch vielleicht mit einem „Vater unser" oder Mem „^vv!" antworte«. Mit dieser rettgiösen Mulmß hält die sittliche gleichen Schritt; schon beim Knaben regen sich die geschlechtlichen Triebe, die der Jüngling zügellos befriedigt — und das Ziel ist: Veruntreuung, Betrug, Selbstmord . . . oder Zerrüttung der Gesundheit, Wahnsinn, Selbstmord .. Wohinaus, wohinaus?!?! Wir haben oben gesagt, daß die schweren, bevorstehenden Ereignisse in die sonnige Gegenwart ihre schwarzen Schatten werfen. Möge der allgütige Gott in Seiner Gnade jene schweren, drohenden Ereignisse von uns abwenden, wögen die Schatten, die sie werfen, genügen, unsere Religionsgenossen von der Verblendung zu heilen. Mögen die Männer und Frauen, die bis jetzt leichtsinnig in den Tag hineinlebten, in sich gehen uUd sich wiederum eng anschließen an die bewährte Religion Israels, die unfern Vätern und Müttern Trost und Stab und Stütze gewesen Jahrtausende lang > mögen sie wiederum ihre Kinder erziehen in dieser Religion und für diese Religion. Was kann dem frommen, glänbitzen, gottinnigeN Juden sich ereigrten, das ihn zur Verzrve flung brächte? Er hält fest an seinem Gotte und wankt nimmer; und wenn Vermöge«, Gesundheit und Leben bedroht find, er vertraut aus seinen Gott, der ihn schützt, der ihm Hilst. Und wenn jene kostbaren irdischen Güter gar verloren werden sollten, so sind sie doch seine höchsten Güter nicht; es bleibt die unsterbliche Seele, die im Jenseits reichen Ersatz findet, für alles hier Verlorene. Darum Ihr Treue», Ihr Gläubigen in Israel, Muth, Gottvertrauen! ^'8 vr^» mvbrr «'12 n Oi '2U2M' 7N27! 'sMMQI -sV2L? '1VZ? '2 -1. *) Thatsachen! **) Ebenfalls Thatsache! Nüd wenn ich wandele imThale des Todes schallens, fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir; Deiü Stab , Deine Stütze, sie werden mich trösten. (Ps. 23, V. 4.) Ihr aber, die ihr jeden Halt und jede Stütze verloren habt, kehret um, ehe ttübe Ereignisse euch zur Umkehr zwingen; schaffet euch wieder Halt und Stütze in Dem, Der so onadeuvoll auSstrcckt Seinen Arm, um zu bergen an Seiner Vaterbrust die reuigen Kinder, die in Ihm sich selbst verloren hatten. — wz? nn i">2' ,;rn mz?b uz? -Gott, der die Thora Seinem Volke gegeben, hat ihm damit die Segnungen des höchsten Friedens, der .Nicht gestört und dessen beglückende Kraft nicht verringert werden kann, gegeben— dev Frieden mit uvs selbst, den Frieden in unserer Brust, den Meden mit unserm Gotte. O, möge Er die Welt durchleuchten mit Seinem Lichte, daß dieser Friede die ganze Menschheit beglücke und daß der Mord und die Barbarei verschwinden, daß die schreckliche Kriegsfackel erlösche und sich Alles erfreue an den Segnungen des ewigen Gottesfriedens! Die Juden?u Main; im MittrtaÜer. (Fortsetzung. *) Nachträglich bemerken wir noch, daß R. Mmr, die letzte Tosasisten, die er persönlich kannte, als seine Lehrer betrachtete und nannte. So N. Jechiel aus Paris, (Tosafot Joma, Seite 18, b.); so R. Samuel ben Menachem, ibih. Seite 40 b. Dieser Gelehrte, war aus Chateau - THierry in der Champagne, und wird von Consorte (Kore Ha-Dorot, Seite 17 b.) fälschlich für R. Samuel ben Salomon gehalten der doch aus Falaise war, und Beide werben in Rga. Salomon Laurier Nr. 29 erwähnt. Von seiner Familie sind noch bekannt; seine Enkelin Brnnnelin, -Tochter des R. Ephraim, die in Mainz geboren und dort begraben ist (Memorbuch, Seite 80), und eine andere Enkelin Rachel, die im ersten Jahre ihrer Verheiratung starb (Maimoniot Rga. rE'x rn2bri, Nr. 26.) Die oben Erwähnten: R. Joseph ben Möir, seines Vaters Bruder, uns Abraham, sein eigner Bruder. - Als seine Schüler sind zu nennen: N. Arje aus Rothenburg, Verfasser, der Piske Dinim, 212 Paragraphen stark, handschriftlich bei mir, sehr alt, auf Pergament geschrieben und betitelt: „Schaare Rothenburg," „die Pforte Rothenburgs, nach seiner *) Druckfehler zu corrigÄen: Nr. 12, Seite 209, statt aus Taleise, aus Falaise. Ibidem Seite 210, statt 1S82, lSYZ. Nr. j 15, Seite 255, lies statt Jost 1., Jost l., 349.