Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 19 (9.5.1866)
- Date
- 1866-05-09
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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VII. Jahrgang. erläge;ir Nr. 19 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Gericht. Befestigung im Glauben von Nabln Jrzchak, Solm Abrahams si A. neu nnausgrgebcn mit verbess rtt'M hcbräiscb m Texte überhaupt und insbesonder-, durch Benutzung comeeter-r Lesarten nach eurem Murm'crwte, veemeyrt mit er. er Ue beriexarng ins Deutsch, und beatmtet von einigen Anmerkungen, von David - eutsch, Rabbiner zu Sobrau in Ober-Schlesien. Wrr baden in jüngsier Zeit vielfach ge^^n di Missionare und deren Treiben polemischen müssen. — Das vo chm gen de Werk das nummur von dem den Lesern diese. Blätter rühmlickft bekumten Herrn Rabbiner David Deut ch aufs Neue heraus,wgeben rmd mit einer deutschen Ueberictzung versehen ist. gibt die besten Waffen g-egen die Zudringlichkeit der Missionäre in di' Haue. Der Verfasser di ses Werkes hieb N. Jrzchak ben Abraham rubo war aus Polen; er lebt ge en das Ende des i-'si Jahrhunderts der gew. Ztr.; chr. Gelehrte twbeu ihn mit Unrecht zu einem Karäer stempeln wollen; da jedoch N. Jizckak st-ts mit oer größten L:ebe -nd Verehrung von dem Talmud und den Talmudisten spricht, so ist diese Behauptung eine durchaus absurde und wahrscheinlich zu dem Zwecke erfunden, um das vorzügliche Werk bei den gläubigen Juden in Mrßcretit zn bringen. DaS vorliegende Werk wurde zum eisten Male von dem bekannten Wagen seil nebst lateinischer Uebersetzuug im Jahre 166 ed-rt; mit großer Anerkennung svricht sich über dasselbe der berühmte Voltaire (Nö1»ugv8, Theil 1Ü. p. 341) aus. Herr Rabbiner Deutsch hat sich ein unbestreitbares Verdienst dadurch erworben, daß er das bisher nur dem Gelehrten zugängliche Werk durch seine vortreffliche Übersetzung für alle Welt nutzbar macht. Wir wünschen, daß diese Glaubensveste des Rabbi Jrzchak die allgemeinste Verbreitung erlange; sie sollte in Jedermanns Händen sein, damit jeder Jude etwaigen Angriffen entgegen zu treten vermöge. Wir lassen als Probe das 4. und 5. Capitel hier folgen: Capitel 4. „Ein vornehmer Lutheraner äußerte sich gegen mich : Du weißt, was in unserem Evangelium geschrieben steht. Acta Apoüolorum o, 34, daß der Patriarch und große Milche Lehrer Rabbi Gamliel zu den Juoen, in Bezug ans die Apostel J''u ge prochen nne lo gt: „Bera t euch mcht mrt oie en Outen und Gss-tt siel denn ist ihre Absicht und igr Unternehmen i blos Menschenwerk, so wirb es bald von sttbü z rfallen; rst es bingemm Gottes Sache, io wird sie uubr unterorückt werden tonnen, sondern wrrd best-i-en; baß ihr ja rnchr als Solche erfunden det, br sieb Gott und dessen Rath'ckluffe w.dersi ln n!" AiS Beleg fuhrt'- er den Theudas und Juras den Galiläer an. die, aus eigenem. Artriebe , niä t VueG den W-ller und Befehl Gottes, ausgcstnnden i'.nd MH r auch -n kurzer Zeit mit ihrem ganze Anhang zn Sch.aud-.:r enuor den Nun, fuhr j<r.r (O»-r Lu:h.raner) rv-t, Gr ibr doch mit -nae eu Augen siel -.t. daß dieir GGui -- der Giul-be J-.NU Uno stin.-«. LpouG näm.im — i-U:- aer als!500 Jahre u'cht hat verniä.ret wert- - rönnen ,;o -st dres ern schlage'per und wa rb 'lrr B>-- weis, daß idre Lehren und ll?r Beg-nr u o.uch t-n Willen Gottes und ieinrn Besehe ge'-.pchn. F - strcndes antwo: tele ich ihin: Daß Rabr. Gamllel die Wolle, oie in euren: Evangelium in reinem Namen ausgesucht worden, wnkUco uchproche.-i. rsi slrr uns , keineswegs glaubmürdia bestätigt. Gesetzt aber, Ra'ob: . Gamliek habe sie wirklich aesprochen. so ist g r si, G'si; ^-r sie Nicht als Pr optier gesprochen, da ae Ma Pro j plut war. sondern blos als eigene Ansicht in Gemäßheit der Ersalnung, die er zu seiner Zett an Theuoas und Jiidas dem Galiläer mmaät; in diesen: Falle aber ist cs möglich, daß die e seine Erfahrung ihn irre geleitet Hut, wie es heißt: „Wer versteht, Jrrthümer zu vermeiden." (Ps. l9, 13.) Eirreu überaus starken Beweis gegen se ne Ansicht können dir die götzendienerischen Religionen bieten, sowohl d.e bereits vor Jesu Zeit bestehenden, als auch die erst später entstandenen, die viele tausend Jahre nicht vernichtet worden. Es wird dir bekannt sein, daß götzendienerische Religionen sich schon vor der Zeit unseres Urvaters Abraham in der Welt gezeigt haben; denn schon Therach, der Vater Abrahams war ein Götzendiener, wie dre heilige Schrift bekundet, Jehoschua 24, 2: „Therach, der Vater Abrahams und Vater NachorL, und dienten fremden Göttern;" von jener Zeit bis jetzt sind mehr als 3000 Jahr und noch immer ist der Götzendienst nicht vernichtet. Beschuldiget doch ihr Evangelischen, die ihr der Lehre Martin Luthers anhängt, sogar sämmtliche Anhänger des römischen Papstes des Götzendienstes in ihren Kirchen l — Sicherlich ist der Götzendienst nicht nach dem Willen Gottes und sein Befehl, und dennoch ist er bis auf den heutigen Tag noch nicht vernichtet. Der Jrrlehrer