Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 19 (9.5.1866)
- Date
- 1866-05-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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325 Zuletzt vereinigten sich Alle noch in der Bitte, daß Sir Moser den Pascha veranlafsen möge, daß die Nähe der '22P2.2 ^212 nicht mehr durch Abladen von Kvth und Mift durch die nichtjüdischen Einwohner der heiligen Stadt entweiht werde, und daß vor dieser heiligen Stelle ein Obeach gegen Wind und Wetter angebracht werde, da dieselbe zum Gedetplatz vor dem Allherrn diene. Auf dieses Gesuch erwiderte vr. Löwe, daß Montefiore bereits über diesen Punkt mit dem Pascha conferirt, und daß derselbe den Vorschlag genehmigt habe. Alle die vorgebrachten Anträge wurden sofort notirt. Hierauf dankte der ehrwürdige Greis seinen nicht minder würdigen Gästen für die ihm erwiesene Ehre, und versprach ihnen, mit seinen Brüdern und Gesinnungsgenossen in London zu überlegen, was das Ersprießlichste für das Wohl der heiligen Stadt sei. Das als das Beste Anerkannte solle denn auch mit göttlicher Hilfe bald vollzogen werden. Der Pascha besuchte ebenfalls Sir Moses in seiner Wohnung und unterhielt sich länger als zwei Stunden mit ihm über die Angelegenheiten der Israeliten. Bei dieser Gelegenheit übergab Sir MoseS dem Pascha 3600 fl., damit die Wasserleitung auch mit dem Judenquartier in Verbindung gebracht werde. Bereits befindet sich das Wasser in dem Thals westlich von Jerusalem (wahrscheinlich pl'r« p2p) und wird in der Kürze bis in die Stadt gekommen sein. Unsere Leser werden aus dem Vorstehenden erkennen, mit welchem Eifer und welcher Hingebung Sir Moses Montefiore den Zweck seiner Reise zu erfüllen bemüht ist. Möge es dem Edlen vergönnt sein, recht bald auch an den Freuden der heiligen Stadt Theil nehmen zu können, so wie er ibre Leiden zu lindern stets bestrebt war und ist. Möge sein Beispiel recht eifrige Nachahmung in Israel finden, wenn es auch nicht Jedem in dem Grade möglich ist, wie unserem Moses; möge sich bald bestätigen die erhab ne Verheißung: 71'^p 2'l2i<222 22 V1V2 228 'V'V'. Mitkosten werden Jerusalems Freude Alle, so um ihretwillen trauern. Die Indrn?u Main? im Mittetatter. (Fortsetzung.) Wir schließen die Lebensgeschichle des R. Meir von Rothenburg mit der Aufzählung seiner zahlreichen Werke. Wir müssen aber zuerst als Einleitung den Leser auf zwei neue Kuriositäten des Herrn vr. Zunz aufmerksam machen, die als Seitenstück zu seiner Todtenbeschwönrng des R- Baruch aus Mainz (oben ß. XXI, Seite 155) zu betrachten sind. Mußte R. Baruch zwei Jahre nach seinem Ableben audem Grabe steigen, um einer Synode beizuwohnen, so mußte R. Me kr vier Jahre nach seinem Hinscheiden seine Gruft verlassen, um nochmals in die Hände des Kaisers zu fallen. Ja, Herr vr. Z. war so streng gegen den verfolgten Rabbinen, daß er ihn 250 Jahre nach seinem Hintritt aus dem Todesschlummer erweckte, um ihm ein Plagiat an R. Chajim Obadiah aus Pazzuolo aufzubürden. Die erste Kuriosität befindet sich in seinem Buchs betitelt : Die Synag. Poesie des Mittelalters, Seite 33. Hier läßt Herr vr. Z. den unglücklichen R. Me'i'r im Sommer 1207, d. i. vier Jahre nach der von Zunz selbst festgesetzten Todcszeit, »vuv 1293 (Siehe sein Werk zur Geschichte und Lit. Seite 40), auferstehen, um noch einmal ergriffen und nachEnsisheim in den Thurm geworfen zu werden. Die Abfassung des Werkes „Zur Geschichte und Liter." ging der Verfertigung des Buches, „Die Synag. Poesie des Mittelalters" vorher. Die zweite Kuriosität steht im Werke „Zur Geschichte und Liter." S. 128. Dort heißt es: N. Me'r'r b. Baruch aus Rotbenburg verfaßte eine Schrift: „Brunnen lebendigen Wassers," 2"2 2'2 2x2, die nach einer Buß-Ermahnung in vier mit besonder» Titeln versehenen Abschnitten , 2">2 , 2"2 rinx 2"I2 , 2"71 21P2, die Observanzen beim Essen, das Gebet beim Schlafengehen, die Buße, den sittlichen Wandel abhandelt. Nun ist aber diese Beschreibung, das genaue Jnhalts-Verzeichniß des „Brunnen lebendigen Wassers" von R. Chajim Obadiah, den er 1546 in Teffalonich herausgab: 1222 ,2 "2 2'2 in 2 22128 2-, 1^2 2'2P 'P21*78V 22 l"2) 2'221p 2"2 '2 21P2 2 «221PO2 22P2 ,2 "NI 8 «2'pV2 ^2 «12271 22P2 ,2 "NI 122 ) «2222 P2V 28'2P , 2"NI 22122 2282 727222 ,2 "NI 2 218 2 ..221V22. Vergleiche 22'V' '2LV, Seite II Nr. 6. Dieses Werk von R. Chajim Obadiah wird wohl im N121W2 '222 222 hinter 2212 22:8 ed. Constantinopel und Berlin, erwähnt, aber nicht in Lavaak vas. wie vr. Z. angibt. Seine Angabe beruht auf einem Jrrthum. Der Verfasser des 221V2 '222 222 führt nämlich eine Stelle über Buße an, die er mit folgender Bemerkung, 2722, schließt: 2'22i 2i'2 '2822 p 11P2 21N2 1V' p"222 nil-r, dann fährt er fort: 212 2 12 2"N1 21P2 82j22 pVk22 2"NI 2'2 282 2SV2 Wie nun jeder deutlich sieht, hat die Erwähnung vom „Brunnen lebendigen Wassers" gar keinen Bezug auf Karnak vas., denn der Verfasser beginnt einen ganz neuen Aufsatz: „Es steht geschrieben im Brunnen lebendigen Wasser, im Theil Mekor Chajim, Seite 13," u. s. w.; allein Zunz ließ die Worte „eS steht geschrieben" aus, um den Brunnen lebendigen Wassers mit 8ewak ms. zu verbinden. Lt voll«, eorviva ou ec^rit l'tiistair'a.'