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Der Israelit · 1866-05-02 · Heft 18 (2.5.1866) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 18 (2.5.1866)
Date
1866-05-02
Page
– (sequence 13)
Language
German
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31S . Endlich reiste er wieder zurück in seine Heimath. — Als der Kaiser ihn ebenfalls so angegriffen fand, blaß und hager, da sprach er: „Wohero Akilas, siehst Du so übel aus? — Ist Dir etwa Dein Unternehmen mißlungen, oder hat Dir gar irgend Jemand ein Leid zugefügt?" — „Nicht doch," antwortete Onkelos. „Wer sollte es auch wagen, mich zu beleidigen, mich, de» Neffen des so mächtigen Kaisers Hadrian?" — „Aber woher Dein so leidendes Aussehen?" frug der Kaiser wieder. — „Ich will es Dir, mein gnädiger Kaiser, sagen," sprach Onkelos. „Ich war bisher im Lande Israel und habe mich dort des Studiums des jüdischen Gesetzes eifrigst beflissen, ja, bin selbst in den Bund Abrahams eingetreten." — „Wer hat Dich Das geheißen?" rief der Kaiser. — „Du selbst, mein gnädiger Kaiser!" antwortete Onkelos; „Du selbst hast mir den Rath dazu gegeben." — „Ich!" rief der Kaiser, „ich! wann hätte ich Das gethan?" — „Da," gab Onkelos zur Antwort, „als Du, mein gnädiger Kaiser, mir riethest, bei meinem Auszug nach Gewinn mein Augenmerk besonders auf Solches zu richten, was gerade als geringfügig und selbst verächtlich behandelt wird, weil schon die Zeit wieder kommt, wo man seinen vollen Werth anerkennt. —^ Nun frage ich Dich, mein gnädiger Onkel, wo gibt es jetzt ein Volk, das geringer geachtet wird, als das Volk Israel? Ich wenigstens habe auf meiner Reise kein anderes gefunden, das so gesunken ist, so zu Boden liegt, als Israel, und so ist eben Israel das Vol^,yon WelchM her .Mophtt spricht__ „„So spricht der Herr, der Erlöser Israels, Sein Heiliger zu Dem, den jede Seele verachtet, Zu Dem, den Alles Volk verschmäht, > P- Zu Dem, der jeder Gewalt Knecht ist. Könige werden aufblicken und sich erheben, Fürsten werden sich verbeugen, , Hm des Herrn willen, der zuverlässig ist, Um des Heiligen Israels willen, der Dich erkoren."" — „So ist es denn auch," schloß Onkelos, „das Gesetz Israels, das mit Recht als 4ms weiseste und wahrhafteste, als das göttliche, sich rühmen darf." — „Mag sein„" sagA^urn Hadrian, „so hätte^^l aneignen können) wctzuÄVdr noch in den Bünd Abrahams eintreten? wozu Dich ganz einem Volke anschließen, das ich so verächtlich behandelt^psnr dem ich selbst sö Biels hmgewüiHtl^ —s „Mein gnädiger Kaisersagte Onkelos , „wür? d-st Schisfes.anvertrauen, her den Mast nicht zu Kellen , das Steuer nicht zu handhaben, die Segel nicht nach de« Winde zu richten weiß? — So verhält es sich auch - mit dem Gesetze Israels. Wollte ich mir tmffelhe,? ganz und wahrhaft aneignen, so mußte ich nothwendig erst vollständig in den Bund Abrahams einketeu. . Denn also heißt es: . . >,,„Er thut fein Wort nur Jakob kirnst, Und sein Gesetz nur Israel."" — Lern und Schale. Eine Gage aus dem XU. Jahrhundert. Mitgetheilt von k. vsrwoL^. (Schluß.) V. Der gefangene Vogel. Als sie nun alle Drei im Wirthshause zusammen! waren, und sich gegenseitig ihre Geschenke gezeigt hatten, so wollte Einer dem Anderen keinen Glauben hei- , messen, und sie scherzten mit spöttischer Miene. Endlich, als Hillel sah, daß Alles, was er sagte, kein Zutrauen fand, so übergab er Ulliel seinen Becher. Dieser, den ' Kelch haltend, wollte die Tochter des Sir BvngodaSi' sehen; aber kaum hatte er hinein geblickt, so rief er erschreckt aus: „O, meine Freunde! meine Freunde! was sehe ich? Valentine ist sterbend." „Ach! wenn ich bei ihr wäre," sagte Ulkiel, der ' Abrahams Edelstein besaß, „so könnte ich sie vom Tode rettend .. ..... ....... —_ „Nichts als dies? so setzt euch auf meinen Stuhl," sagte Obadia. Einige Augenblicke darauf waren sie im Zimmer der KranHr; sie zeigten ihr den Edelstein AbrahamS und sogleich stand sie ganz gesund auf. Alsdann stellten sie sich Sir Bongodas vor mit ihren Geschenken und . erzählten . ihm, was vorgefallen war. .7 I.). Der königliche Rath schwieg einige Leit, dann richteje.er daS Wort an die drei jungest GotteHgelehrten: / „Ich kann keinem von euren Geschenken dewBorzug geben; denn alle haben gleiches Verdienst, und ' nimmt man eins hinweg, so sind die anderen uwnöthig.^ :'c.^ . „Wenn der, dem der silberne Becher gehört, euch nicht meine sterbende Tochter gezeigt''hAte, wie hättest ihr von ihrer Krankheit gewußt? ' Wenn der Ggenthümer vMr SÄomon's Stuhl euch nicht so schnell hiehSr VefötdÄ' hätte, so stürbet' ihr stie' zur Zeit angemmckeii> fAst.'' M ihr/ MstShamS' EöHMn' In zeig^

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