Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 18 (2.5.1866)
- Date
- 1866-05-02
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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317 selbe Hat in dem Zeitraum: vüit 5 JHten die nicht NNtthÄliche Summe von 8L65 fl. 27 kr. zur Vetihelkuvg gebracht; nichtsdefloweniger klagt die Vermattung darüber, daß es ihr^ in Folge unzureichender Mittel nicht immer möglich mar, würdigen, verschämten Armen ausreichende und ergiebige Unterstützung aügebeihen Zu lassen. Mehrere Mitglieder haben im verflossenen Jahre ihre Beiträge erhöht; außerdem ist die Mitgliederzahl um Ist gewachsen, so daß sich für das folgende Jahr eine Mkhreinnahme von 62 fl. 36 -r. ergeben wird. EökbeN erhalte ich von Preßburg die erfreuliche Mittheilung, daß der dortige Verein icrn rniri, besten Tendenz die Unterstützung von ."nin ist, bei der jüngsten Ziehung der österreichischen 64. Loose 42,006 fl. ö. W. gewonnen hük pm 1112! Aus der bayrische» Pfalz Zur das erledigte Rabbinat des Bezirks Frunkenthal ist eine starke Honeurrenz. Männer, die an der Spitze stehen, haben beschlosten, keinen solchen Bewerber zu wählen, welcher der Würzburger Schule angehört. Diese Stimmführer find wohl der irrigen Ansicht, als könne bei tüchtigem und gründlichem takmudischem Misten keine anderweitige wissenschaftliche Bildung zu erwarten sein. Diesem Vorurtheile widerspricht jedoch die Erfahrung, wir sehr viele Beispiele darthun. Außerdem aber ist dies Gekahren eine sehr traurige Erscheinung; denn gerade in nnscrer Provinz, unter deren Einwohnern äußerst selten ein Mann z« finden ist, der irgend welche religiöse KttirttUiffe bHtzt, khut es Um so mehr noch, solche Kräfte zu gewinnen, welche diese Kenntnisse zu befördern und ächt religiöses Leben zu verbreiten, eifrigst bestrebt sind. .nnnv'nv '2er Oesterreichischer Ksiserstaat. Atzte», 24. April. Wegen des in Nr. 13 der „ Wr. Souutogs-Ztg. " mit «Schuß nach der Plünderung" überschrieoenen Artikels, in welchem den Behörden gegenüber deN in Böhmen vorgesallene» Judenexcestkn eine Sorglosigkeit zur Last gelegt, die, wenn sie wahr wäre, nach Ansicht der Anklage, zum Haß und-zur Verachtung gegen die Behörde und deren OrgaNe anfzureizen Und deren Anordnungen herabzuwürdigen geeignet ist, wurde der Reöacteur deS Blattes, Herr Alexander Scharf, des Vergehens der Aufwiegelung für schuldig befunden und zu Vierzehn, Lage» Arrest» verschärft mit zwei Lage» Ei-Nzelhast vettMbriktz. HW» diestV Urtzeü meldet der Mgekkagtr M VetuMg an. «K* SS. A-rtt. «tt EaMhlM Mf Belcredi empfing gestern um halb zehn Uhr die Deputatton der Wraeliten aus Galizien, bestehend aus den Herren: Kreisrabbiner Rapäv ort. aus Tarnow, Prediger Vr. Löivenstein, Nr. BLumeNfeld sen., Hönigsmann, MifeS, Rofsk auSLeMberg, vr. Schörstei«, Kallier ausBrody, PiNstes aus Jaroslau, Vr. Blumenfeld jü». aUS TarNopol, Vr. Reiner auSRzeSzow, Vr. Bardach ans Stanislau und Ranunkel aus Sambor, in einer Privataudienz, welche circa 25 Minuten Mäytte, äußerst wohlwollend und antwortete auf die Ansprache des Vr. Blumeüfeld aus Lemberg bHäufig Folgendes: „Obgleich mir die betreffenden Attest des galizischen Landtages noch nicht vorliegen und mir der von Ihnen beregte Gegenstand nur aus Zeitungsnachrichten bekannt ist, so können Sie, meine Herren, nichtsdestoweniger ganz beruhigt und versichert sein, daß die Regierung den Interessen der zahlreiche« israelitischen Bevölkerung Galiziens Rechnung zu tragen wissen und keine Ungerechtigkeit zum Gesetze erheben lassen wird." Der Tag, an dem Se. Majestät diese Deputation empfangen wird, ist noch nicht festgesetzt. Prag, 25. April. Der gestrige GedächtMßtag der Vermählung Ihrer Majestäten gab Veranlassuug zu einem der schönsten Vergleiche, wie sie in unsere» GerichtSannalen je verzeichnet wurden. Bei einem der hiesigen Bezirksgerichte wurde nämlich am vorgestrigen Tage eine Verhandlung zwischen zwei angesehene» Parteien gepflogen, und jede derselben hatte für diesen Gegenstand, der doch sonst ohne allen Rechtsbeistand in Kürze abgekhan wird, sich aus der Reihe der BerHeidiger einen der ersten hervvrgesucht. Durch Intervention dieser beiden wurde nun ein Ausgleich der streitigen Angelegenheit unter der Bedingung vermitteltdaß der Betheiligte einen Betrag von 106 fl» mit der bestimmte« Widmung zu Gericht erlegte» daß hievon am gestrigen Tage vier arme Famiüm und zwar zwei christliche und zwei israelitische, jede Pflicht auferlegt wurde, für das Wohl des Allerhöchsten Kaiserhauses jette nach ihrer« Ritus ein inbrünstiges Gebet zu verrichten. Aus E«Hüttenhofen wird den „Nar. listy" gertwkdM: Hw Folge dm EZoofst wuirveU im Sowzen 17 Personen vschgftet und nach Pisekaus KreiSgericht abgeliefert, bei dem die SchlußverhaMung bald stattfinden wird. Unter den Verhafteten befinden sich der OMeKt P, MlcheE des Ehestes bezeichnet wird » dM soMNUtte „AMWW Koza," aber auch ein reicher Grundbesitzer auder Umgegeud. Der TLschlergesslle, welcher -Hie Schußwmide a«Knie «chiÄt, ist gestorbe». Mm Amwr HMMMWfl, welchm bet dem fich^sehr schkbstdu uno energisch beuahui, tthlekrdWr WmskörWW' ei« Belobungsschreiben. Die DiSciplinaruntersuchMg,