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Der Israelit · 1866-05-02 · Heft 18 (2.5.1866) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 18 (2.5.1866)
Date
1866-05-02
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Vll. Jahrgang. Beilage z» Nr. 18 des Israelit. Le je«« per Artikel» Literarisches. «UIVI 121 l^iV Grammalisch-kritisch-lexikalisches Hilfsbuch für Lehrende und Lernende des Pentateuchs von Hermann Freund. Nebst einer Einleitung vpn dem berühmten Gelehrten und Orientalisten S. L. Rapoport, Oberrabbiner zu Prag. Wien 1866. Buchdruckerei von Jacob Schloßberg. Selbstverlag des Verfassers. Gr. 8. Bl. 274. Der Herr Verfasser hat es sich zur Aufgabe gemacht, sämmtliche im Pentateuch vorkommende Worte zu erklären, und auf die Wurzeln derselben, sowohl die primären als die fecund ären zurückzukommen. Neben dieser wörtlichen Erklärung ist bei schwierigen Stellen auch der sachlichen häufig Rechnung getragen. „Meine Verhältnisse erlaubten mir, der Sache große Sorgfalt und ununterbrochenen Fleiß zu widmen. Ich benutzte dabei alle mir zu Gebote stehenden alten und neuen Grammatiker und Commentatoren: als '"Vi flu O"2Vi p"ii, sämmtliche Targumim und mehrere andere Autoritäten, hauptsächlich aber Gesenius. Selbst der Talmud diente mir einige Male zu grammatischen Erklärungen; öfter jedoch konnte ich dessen scharfsinnige Bemerkungen durch die Grammatik rechtfertigen." Dieses ist ungefähr der Plan, der den Herrn Verfasser, nach seinen eigenen Worten in der Vorrede, geleitet hat. ES ist dem Herrn Verfasser sehr gut gelungen, eine so schwierige Aufgabe zu erledigen. Es setzt dieses Werk eine ausgebreitete Kenntniß der semitischen sowohl als auch der neueren Sprachen voraus. Die jüdischen Grammatiker sind sehr fleißig benutzt, ebenso andere Werke der hebräischen Literatur. Des Verfassers eigene Ansichten sind größtentheils sehr treffend, und enthält das Werk viel Neues. Befreundete Schulmänner, denen ich von diesem Werke Mittheilung machte, sagten mir, daß sie beim Unterricht im Pentateuch die Unterrichtsweise der etimologischen Erklärung einzelner Worte mit großem Nutzen angewendet hätten, und habe dieses Verfahren nicht allein den Vortheil, den Wortreichthum des Lernenden auf leichte Weise zu vergrößern, sondern es trage dieses Verfahren auch sehr viel zur Anregung zum selbstständigen Denken des Schülers bei. Nun ist eS aber für den Lehrer schon beschwerlich bei jedem Worte, das nicht häufig vorkommt und also Seitens des Lehrers selbst gesucht werden muß, das Lexikon zu I handhaben, wo gewöhnlich auch nur die individuelle I Ansicht des Verfassers zu finden ist. Diesem Uebelstande ist durch vorliegendes Werk abgeholfen. Es kann dasselbe sowohl dem Lehrer als Lexikon dienen als auch dem Schüler als Vokabularium in die Hand gegeben werden. ES ist zwar jedes Wort nur einmal erklärt, und zwar möglich da, wo es zum ersten Male vorkommt, doch ist durch ein alphabetisches Register jedes Wort leicht an Ort und Stelle zu finden. Ich führe hier nur einige Beispiele avS' der Fülle des Schönen an; auch werde ich nicht unterlassen, das zu erwähnen, was ich gern anders gewünscht hätte. 1 B. M. 41, 42 leitet der Verfasser ähnlich wie Gesenius von dem Stammwort ML?, weiß sein, ab. Der V. fügt aber noch sehr treffend hinzu, davon weißer Marmor, dann weißes Zeug (2. M. 25, 4) Lilie, verwandt mit Graukopf, Alter. — 1. M. 9, 21. vom Angebrauchten gähren, aufgähren, wovon Koth (Pf. 69, 3. 40, 3) und wie Koth und Wein von ->ON (1 M. 11, 3.) In mehreren alten und neuen Sprachen hat Wein gleiche Benennung, hebr. arab. äth. griech. vivo«, lat. viuum, slav. deutsch Wein. rc. 1 B. 17, 12. ^02 Stw. scharf ansehen, davon "OH ein Fremder, fremd, weil das Neue, Unbekannte scharf angesehen, ins Auge gefaßt wird. — Der V. hat hier die Bedeutung des Wortes "IAH, kennbar, auffallend, vor sich gehabt, was auch ganz naturgemäß erscheint. In der „Achawa" für das Jahr 1865 glaubt Herr Rabbiner Stein aus Frankfurt die Redactionsanmerkung zu dem vorliegenden Worte machen zu müssen, daß>-UH von graben, abgeleitet werden soll!? 1. M. 42, 4. sDtz vom ungebrauchten Stammwort fDH, eigentlich stechen, daher auch flicken, heile», chald. und syr. : heilen, wovon Arzt,

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