Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 13-14 (28.3.1866)
- Date
- 1866-03-28
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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246 g, 2 -j- 1) 2 —- g 2 6 — 2 A 6 2 — ^»2 2^4»» b - — 3 a 2 A - 1/S K 2 a . d — 5000 a2 . l)2 — 25,000 000 1/3 i)^.b2 -- 25,000.000 Vs d r 25,000,000 1)4 75,000,000 1) --- ^/75.000,000 d -- 93°/io°. Das Product der Maimomdischen Katheten ergibt 4,962^/81, also um 37^/^ zu wenig; das der unsrigen ergibt 4988,016, also nur um ll^/iaoo zu wenig, ist also, Dank der Rechnung mit Decimal- Zahlen, um Vieles genauer. — Aas Aach Daniel unter den Hagiographen. Von Vr. 8al2ds6k. Warum ist das Buch Daniel den Hagiographen eingereiht? War doch Daniel ein Prophet und enthält doch das Buch eine Menge von eigentlichen Prophezeiungen, Weissagungen auf dis Zukunft? — Diese Fragen sind schon oft aufgeworfen und je nach dem Standpunkte der verschiedenen Fragesteller verschieden beantwortet worden. Manche lagen, Daniel sei gar kein Prophet gewesen; manche, das Buch Daniel habe früher wirklich unter den Propheten gestanden, sei aber später dislocirt worden; manche endlich, das Buch Daniel sei erst spät verfaßt worden und habe deßhalb seine Stelle in der letzten Ordnung der Bücher gefunden. Wir werden hier einmal versuchen der an die Spitze gestellten Frage eine befriedigende Lösung zu geben und die Haltlosigkeit der oben berührten Antworten nachzuweisen. Um aber unser Thema allseitig beleuchten zu können, haben wir vorher zu untersuchen, wie der Kanon entstanden ist? ob Daniel als Prophet gegolten? und endlich, ob sein Buch immer den Hagiographen angehört hat, oder erst später in die Reihe derselben eingeschoben worden ist? I. Ueber die Entstehung des Kanon schwebt noch ein tiefes Dunkel; die historischen Data sind so mangelhaft, daß man sich mit Hypothesen begnügen muß. Zwei Hauptannahmen begegnen wir, von denen wir eine die rationelle, die andere die traditionelle nennen. — Die rationelle Annahme stellt den Grundsatz auf, daß die Entstehung des Kanon eine allmähliche gegewesen sei, er sei zu drei resp. zu zwei verschiedenen Zeiten abgeschlossen worden, in der früheren Abtheilung haben die älteren, in der späteren die jüngeren Bücher ihren Platz gesunden. Jeder innere Eintheilungsgrund wird verworfen. Die nothwendige Consequenz dieser Annahme ist, daß das Buch Daniel ein späteres Erzeugniß, und daß dies der Grund sei, warum es unter den Hagiographen seinen Platz hat. Die andere Annahme hingegen, die wir die traditionelle genannt haben, läßt die Bücher zu einer Zeit durch eine und dieselbe Autorität geordnet sein, und zwar nach einem bestimmten Principe; der innere Werth der Bücher habe die Ordnung bestimmt, nämlich der Grad der Inspiration, durch welche sie eingegeben seien. In die zweite Abtheilung habe man die Bücher ausgenommen, die unter dem Einfluß des prophetischen Geistes rni) und in die dritte Abtheilungen diejenigen, die unter dem Einfluß des heiligen Geistes (wip.-: nii) entstanden seien. Wir werden zeigen, daß die erste Annahme eine durchaus falsche, die traditionelle hingegen die allein berechtigte sei. Nur ist eine Erklärung derselben zum wahren Verständniß nothwendig. Daß die dreifache Eintheilnng des Kanon in drei Verschiedenen Zeiten ihren Grund habe, daß also die Sammlung der Kethubim begonnen worden, nachdem die der Nebiim bereits abgeschlossen war, hält schon Bleek i) für unmöglich. Denn so müßten, wie er ganz richtig einwendet, die Psalmen später als alle Bücher der Nebiim ausgenommen worden sein, obgleich die Lieder des David schon früher Eingang in die Tempel-Liturgie gefunden hätten. „Meine Ansicht, fährt Bleek fort, ist die, daß die sämmtlichen in der zweiten Abtheilung des Kanons sich findenden historischen und prophetischen Schriften mit Einem Male, und zu gleicher Zeit die Psalmen und auch wohl mehrere andere der Hagiographen (wahrscheinlich alle außer den unter ihnen sich findenden historischen und prophetischen Bb. Esther, Daniel, Esra, Nehemia, Chron.) mit dem Gesetzbuchs vereinigt sind und zwar nach der Zeit des Nehemia." Als Beweis hierfür wird angezogen: 1) Nehemia e. 8 - 10, wo wir lesen, daß Esra das Volk auf das Gesetz Mosis verpflichtet, bei welchem Ausdruck man nur an den Pentateuch denken könne; bis jetzt könne also nur der Pentaeuch als abgeschlossenes Ganze vorhanden gewesen sein, auch werde Esra nur in Bezug 1) Bleek „Ueber Verf. und Zweck des Buches Daniel" in der theol. Zeitschr. v. Schleiermacher, de Wette und Lücke. 3. H. 1822. S. 199 f.