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Der Israelit · 1866-02-07 · Heft 6 (7.2.1866) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 6 (7.2.1866)
Date
1866-02-07
Page
– (sequence 13)
Language
German
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nehmen. Bis dahin wollte er Friederkch Änd ^seine Kinder wie früher behandeln. Jedoch um Wilhelm'S Liebeswerbung ein Ende zu machen, verlobte er im Geheimen seine Tochter, die schöne Liebheid, mit dem Sohne des OberrabbinerS von Mainz, einem Jüngling voller Gelehrsamkeit und Gottesfurcht. Auch die Verlobung seines SohneS Gottlieb mit der Waise von Chinott vollzog der Wckliche Vater , und stin Haus war Noll Freude und Glück. Leider kam plötzlich ein fürchterliches Gewitter über das Haupt Süßkind's von Orb, vereitelte alle seine Vorsichtsm§sregeln und setzte Friedrich von Meißen in den Stand) alle seine barbarischenWünsche, noch mehr als er hoffen konnte, in Erfüllung zu bringen. (Fortsetzung folgt.) Kapo-vLr Schon zweimal Wucht sich ein S. . . . Correspondent angeblich aus KapSSvLr in der „Mg. Z. d. I." und zwar in Rr. 13 und 3? vorigen Jahres, die, wenn auch vergebliche Mühe, unseren ehrw. Herrn Rabbiner Kutna als auch die hiesige Gemeinde durch die schändlichsten Lügen zu begeifern und in der Gemeinde Zwietracht zu stiften. Die Correspondenz ist von ihrer Genesis an, Lüge, da sie nicht hier, sondern in Fünfkirchen, und zwar von jenem übelberüchtigten Herrn, der schon aus Nr. 29 (?) des vorigen Jahrganges des „Israelit" bekannt ist, geschrieben; und schon auf den ersten Blick manifestier sie sich als eine erfundene. — Herr S., der nicht die geringste Kenntniß vom Zustande der hiesigen Gemeinde, und selbst von dem äußeren Erscheinen Sr. Ehrw., unseres geehrten Rabbiner» hatte, war unklug genug, dies zu seinem Schaden merken zu lassen, da hier jedes Kind seine Böswilligkeit und Lügenhaftigkeit herauslesen wird. — Hoch auf dem Flügelpferde sitzend, malt er sich nach eigenem Ermessen und Vermessen, einen Rabbiner mit „glanzumfloffenen Priesterstiefeln" und „hohem Hute" und fort im saufenden Galopp fingirt er schnell eine neue Lüge, einen „Beschluß der hiesigen Gemeinde." — Alles, vom Alpha bis zum Omega in der Correspondenz bis auf das, daß Herr Rabbiner K. gegen ndsipv protestirte, ist Lüge. — WaS jedoch die Ursache dieser Kraft destruktiver Natur ist, u»S Herrn S. bewegen tonnte, sich in diesem Lichte zu zeigen — es ist die Reflexion seines Ich-, „das wir am Besten kennen lernen werden, wenn wir Herrn S. unserm hochverehrten Herrn Rabbiner gegenüberstellen, wodurch beide Charaktere, ersterer in seiner Niedrigkeit und letzterer in seinem Größe, beleuchtet werden. Herr Rabbiner Kutna, der durch sein segenreiches Wirken als Rabbiner in Moor, sich daselbst ein ewig unverwüstliches Denkmal der Hochachtung und Verehrung gestellt, fand vor 9 Jahren in Kaposvär den sterilsten Boden. — Die Gemeinde hatte kein Selbstbewußtsein, ihr mangelten Tempel, Schule und Mikwa; und eine Gemeinde ohne diesen vin fand Herr K. — Sein unermüd- I « L licheS, ja aufopferndes Wirken Ln friedlich gemeinsamem Streben mit der Gemeinde, verschafften derselben i« Laufe dieser Jahre eine vierklassige Hauptschule, deren herrliche Leistungen selbst von feindlicher Seite nicht abgeleugnet werden können *); einen Tempel, der zu den schönsten unseres Landes gehört und der nur durch die Bemühungen des Herrn Rabbinen, der durch sein liebevolles, würdiges Wort die Hydra der Zwietracht, die während des Baues oft ihr Haupt erhob, zu Boden schlug und den Bau eines ritual gesetzlichen, opportunen Bades forderte. — Was sein Wirken für das Judenthum auf öffentlichem literarischem Boden betrifft» so wird dies den Lesern dieser Blätter, wie auch allen Freunden des Judenthums bekannt sein und hat auch in der Gemeinde würdige Anerkennung gründen, wie auch in der Schlußsitzung des vorigen Jahres unser geehrter Cultus-Vorsteher Herr A. Königsberg, Sohn des d": 21 von Steinamanger, der sich um die Gemeinde viele Verdienste erworben, Sr. Ehrw. dem Herrn Rabbiner seinen besonderen Dank für dies sein Wirken auSsprach. — Man sehe nun unserm Referenten in der „Mg. Z. d. I." an, und erstaune über dessen Arroganz und tendmziöse Frechheit. Doch dies ist kein Wunder, weiß man erst, daß dieser Herr S. der getreulichste, oorums il kaut ingnorente Correspondent, Expediteur und Schildknappe der „Mg. Z. d. I." ist, die ihm den Gegendimst erweist, seine Artikel von gramatikalischen und orthographischen Fehlem zu reinigen. — Herr S. ., den wir identisch mit jenem Herrn S., einem Schüler Aeskulap's, der zum Wohls der leidenden Menschheit die medizinische Praxis vernachlässigt und Theologie in allerbärmlichster Weise sxsmpla sunt oäia»». L) Die „Neuzeit" brachte jüngst eine Correspondenz von hier, die sich über die Leistungen der Schule lobend ausspricht. Es wundert uns jedoch, daß der Correspondent, der selbst auS dieser Schule hervorgegangen, den Schuldirector Herrn Rabbiner K. unerwähnt ließ, da nur Undank seine außerordentliche Verdienste um die Schule verringern kann. Der Corresp. Seit Jahren besteht in KaposvLr auch eine kleine lebensfrische Jeschiba. Der Corresp.

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