Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 6 (7.2.1866)
- Date
- 1866-02-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Land und Polen eine solidarisch für diesen Zweck eintretende Gesellschaft bilden. Ich werde hier diese großartige, harmonische, ganz Polen und Rußland .ii'-ix.-,^ 71112 v'-u.-k umschlingende Gliederung als sehr nachahmungswürdiges Statut, das nicht etwa nicht nur geduldig auf dem Papiere steht, sondern tief in das Leben von mehr als einer Million eingedrungen, mittheilen. 4) Die hochberühmte in Volosin wurde ungefähr vor 60 Jahren von V2Z ^2 ^222P2 bl 2"N ^122 221122.1 PMT« 217« V81 X^112 'X)2 bw P2212 H2b2 2"N7» gegründet. Da b"i.i '1X).1 der größte im Lande war und seinen Worten überall Gehör geschenkt wurde, so gelang es chm, den Plan zu realisiren, Sendboten in alle Städte der Provinzen Samuth, Litanon, Reusen mit Briefen an die Reichen und Großen der Gemeinden zu schicken, mit der Bitte, diese 22'w' zu Volosin zu unterstützen, selbst regelmäßige Spenden zu senden und solche bei Minderbegüterten ständig zu erheben und in das in den Händen des Sendbotens befindliche mit dem Siegel des Unternehmers versehene Spendenbuch seine derzeitige Gabe und die für die Zukunft übernommene Verp flichtung einzutragen. Dieses Unternehmen wurde nun mit dem glänzendsten Resultate gekrönt, Alle schloffen sich je nach Vermögensverhältnissen an und es gingen Spenden von der Höhe von mehr als 50 Rubel jährlichen Beitrages (82—83 fl. öst. W.) bis zu einem Minimum von nicht weniger als 10 polnischen Gulden (2 fl. 50 kr.) ein; Viele haben der Jesch. bedeutende Legate zugewendet und viele 2"w 2'pOwi gespendet. Nachdem die 71122 'Tiivw von ihrer Reise zurückgekehrt, wurden drei bedeutende Männer zur Rechnungsabnahme und Uebernahme des Bestandes gewählt. Und so wird diese große Sache noch bis heute organisirt. Von der Reineinnahme nun wird zunächst der 712 wxi derartig salarirt, daß er sich sorglos ausschließlich seinem heiligen Berufe, ganz der Jesch. anzugehören, hingeben kann; dann aber wird vorzüglich für die 2^1122 der 7i2'L" gesorgt. Es sammeln sich nämlich hier viele hundert Schüler und wird dem Armen nach Verhält- «iß der Leistungsunfähigkeit der Aeltern sämmtlicher Bedarf aus der Bereinskaffe zugewendet. Diese Jünglinge werden jedoch nur dann ausgenommen, wenn sie nach vorausgegangener Prüfung reif für diese Anstalt gefunden werden und die Examinatoren zur Hoffnung berechtigen, daß dieselben dereinst zu den 2^212 .->1122, wenn nicht gar den 2x112 O'1121 bxiV' '"7112 ^>X1L,'2 gehören werden. Diejenigen, welche noch nicht die erforderliche Reife haben, werden nach der zweiten ebenfalls aus Vereinsmitteln gegründeten und durch allgemeine jährliche Spenden erhaltenen ebenfalls aus 4) Ich verdanke diese Details der Güte des Herrn Oberrabb. zu Warschau, dem ich für diese Mittheilungen hiermit bestens danke. vielen Hunderten bestehenden, ganz ebenso geordneten, nur eben für die jünger» 2'ii22 eingerichteten 712'en zu Mir geschickt, sowie umgekehrt die reifere Jugend von dort nach Volosin versetzt wird. Wohl sind in allen größer« Gemeinden auch noch Gemeinde-212'v', die erhalten und gestützt werden von den edlen jüdischen Reichen daselbst, obige beide 212'V' hingegen sind so zu sagen die Reichs-212'V'. *) WaS hindert uns nun, muß sich Jeder, der unsere Willkür in der Handhabung dieser Jedem in gleicher Weise obliegenden Pflicht jener herrliche» Organisation gegenüberstellt, fragen, was hindert uns, derselben auch bei uns in einer ihrer würdigen Weise gerecht zu werden? Mit welchem Rechte entziehe» sich alle Vermögenden diesem heiligen Gebote, weil sie ein solches Institut in ihrer Gemeinde nicht besitzen? Mit welchem Rechte wälzen sie diese große Verantwortung ausschließlich auf die Schultern derjenigen Gemeinden, in denen 22'w' '2212 sind? Wie können sie es als 2'ii.i' verantworten, daß so manches Talent verkommen, so manches Genie verkümmern, so manche Hoffnung Israels zerstört werden, so manch edles hoffnungsvolles Leben sich verbluten muß, weil alle Gemeinden, deren 212'w' ihnen von Nutzen sein könnten, schon weit über ihre Kräfte in Anspruch genommen, schon lange die Grenze der Möglichkeit erreicht haben, und eben Alles seine Grenze hat? Wie können dis wirklichen wahrhaft von echter 2112.1 22.1X erfüllten 2'i!.i', wie können sie solche auf Kosten des Höchsten und Heiligsten der „2'w'2i 2"iz" wuchernde Ungerechtigkeit mit ansehsn? — Muß, darf es stattfinden, daß da, wo Jesch. existiren, auch die Aermsten in's Mitleid gezogen werden ob der Noth des Elendes und alles Jammers der Entbehrung der discretesten, edelsten, wohlerzogenen und zartfühlenden Schüler und grade dieser, täglich das Herz von Groß und Klein zerrissen, und mit Wehmuth und Kummer erfüllt wird, daß sehr unterstützungswürbige, gottesfürchtige arme 2'ii22, die in rosigster Hoffnung vielleicht einen weiten Weg zu dem ii'w'.i 2212, dem sie 112'>2 111 abzulauschen und .ixi'.i '211 zu entlehnen sich jahrelang gesehnt, noch am Tage der Ankunft ihr Bündel schnüren müssen, wenn sie nicht der Gefahr, bitterste Noth und Elend heraufzubeschwören, sich aussetzen wollen, den Ort verlassen müssen, der vielleicht ihr höchstes Ideal in sich birgt, weil sie dis Pflicht — O2'2V2ob 1X2 2212W1 erfüllen müssen, während in sehr, sehr vielen großen Gemeinden die reichsten Männer keine blaffe Jvee davon haben, daß dies sie uns viel mehr sie als die Armen der Gemeinden, wo eben die ll'1122 geistige Nahrung finden, angeht? Kann dies verantwortet werden, in einer Zeit besonders, in , S) Das sehr geschätzte Schreiben erhält auch noch schätzbare I Aufklärungen über die innere Einrichtung der beiden 212'L?', s die ccker nicht zu unser« Thema gehören.