Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 5 (31.1.1866)
- Date
- 1866-01-31
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Weise fabrizirt wird. Man entzieht erstlich. d-m Cgca^ seine Ha caphutter, verkauft dieselbe besonders a«v ersetzt sie durch etwas Wohlfeileres. Mayr nimmt das Oel der Oliven und noch einen Zusatz von S chöPsen- (Harpmel) Fett. La aber diese Flusigkeit allein sich nicht gut mit dem Teige verbinden wurde, so^setzt man demselben eine ziemlich große Quantität Mehl oder Stärke zu, und wenn hierauf die Masse aus dem Reibsteine gehörig durch arbeitet worden ist, so trennt sich die Flüssigkeit nicht mehr. Allerdings soll man die gute oder schlechte Beschaffenheit der Chocolade, namentlich die mit Schöpsenfett vermischte, rpit geübten Organen leicht beurtheilen können. Der Käsegeruch verräth hie Gegenwart thierischen . Fettes und ein ranziger Geschmack die Anwendung ölhaltiger Samenarten. Auch durch die Farbe soll die perfälschte Chocolade kennbar sein; die natürliche Chocolade soll immerhin eine schwärzlich braune Farbe haben, die verfälschte hingegen eine viel schärfere, röthlich braune Farbe. Abgesehen von den untrüglich chemischen sollen sich auch noch andere, ganz charakteristische Merkmale darbieten, an denen man bei sorgfältiger Aufmerksamkeit, die ächte und falsche Chocolade gut zu erkennen vermöge. Ob aber diese Laien-Prüfungen uud Criterien haltbar und zuverlässig sind — das lassen wir dahin gestellt sein. So viel steht fest, daß viele Fabriken bei der Bereitung der Chocolade Hammelfett beimischen, wie dies auch in dem berühmten Werke: „Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke. Mit Berücksichtigung der neuesten Erfindungen. Herausgegeben von einer Gesellschaft von Künstlern, Technologen und Professionisten. Band 20. Weimar 1848; bei B. Fr. Voigt" zu lesen ist. Wir erachten diesen Gegenstand für wichtig genug, ihm die Aufmerksamkeit der gewissenhaften und gelehrten Leser dieser Blätter zuzuwenden und etwaige weitere Erörterungen und erforderliche Weisungen an das'jüdische Publikum anzuregen. vr. A. AirS dem Rheinland?. Wenn wir in Folgendem einen großen Uebelstand in unserer Provinz und in Westphalen zu rügen uns erlauben, so geschieht es in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit Mer, denen es um die Erhaltung unserer heiligen Religion ernstlich zu thun ist, darauf zu lenken, damit M dessen Abhilfe beigetragen werde. Es sicht nämlich hierzulande mit einer in's jüdische Leben tiefeingreifenden rituellen Function, mit der nv'nw, leider gar zu traurig aus. Wir wollen nicht davon reden, daß die meisten zur Kategorie des p->ttn Lp gehören, — da könnte man stch doch noch mit dem Gedanken beruhigen, daß sie wohl n^.-i besitzen, die nw'?.-! .-M'Nw inne haben, und einen echtreligiösen moralischen Lebenswandel führen. Aber diese nothwendrgsten Bedingungen sehen wir leider oft unerfüllt. WaS NM-1N betrifft, so haben manche v'vnw eine permanMe ystzk Msuweisen l Wix fragen, wie ist, es möglich, einem'Menschen auf Lebzeiten das Zeugniß M geben, er habe rilr^.-i2 t DE kann ja dem größten rin-,' ^p2 sehr leicht zukommen, daß er seine .-iL^->.-r verliert, ohne selbst e? zu merken — und doch sollte er sich nie mehr einer Prüfung zu unterziehen haben? l Kommen wir aber -u dem ^rudern.'Punkte, zur religiösen Führung der wvmL», so blutet uns das Herz. Von vielen O'iski!^ — besonders in Westphalen — mußten wir zu unserem größten Bedauern hören, daß sie sich den großen 7>:v'tt des Rasirens mit dem Schoermeffer zu Schulden kommen lasten!! Es ist natürlich hieraus schon leicht zu schließen, daß großer Leichtsinn unter vielen worrw herrscht, daß sie, die eine so höchst wichtige rituelle Function auszuüben haben, Lp-;.-! sirw. Wir haben aber auch hievon die traurige Ueberzeuguvg. Da fitzen unlängst drei junge L'vnm beisammen und amüsiren 'sich mit Kartenspiel. Es kommt dabei zu heftigen Debatte«. Mitten im eifrigsten PiLpul wird der eine abgerufen, er solle schlachten, es fei Alles hiezu bereit. Er übergibt seinen Platz einem Andern, mit dem Bemerken, er werce gleüH wiederkommen, das Spiel fortzusetzen. Welche 2^-1 L22L kann nun der junge Mann bei dem Untersuchen des Messers habender, dem noch das verlorene Solo frisch im Gedächtnisse liegt, und der ähnlichst hofft, soaleich nach dem Schlachten ein Solospiel zu gewiünen?! Den Grund des großen Nebels finden wir darin, daß es.zu viele L'vmw gibt — fast jeder Metzger ist Li-nio — ferner in der geringen Controlle der Räbbinen und Vorsteher. Ein Rabbiner in der Rheinprovinz ist uns bekannt, der es nicht leicht mit Ertheilung von mv2p nimmt; es wäre zu wünschen, daß alle der Rhvinprovinz und Westphalens unter seiner Obhut stünden. Auch ein Vorsteher ist uns bekannt, der sich viele Verdienste in dieser so heiligen Angelegenheit erworben, besten Controlle sich aber doch nur auf Cardinalsünden erstreckt, wie L2w u. dergl. Dem großen Uebelstande könnte nach unserer Meinung dadurch abgeholfen werden, daß die Rabbiner» sich erst genaue Kenntniß von der religiösen Führung des Li-E verschaffen, bevor sie Lv2p ertheilen, und daß die Vorsteher das religiöse Leben der v'vniv' streng controlliren, und bei Wahrnehmung irreligiöser Handlungen, überhaupt eines vnnv unwürdigen Benehmens dem Nabbinen Anzeige hievon machen, so daß dieser die .i^2p dem Unwürdigen entzieht. Dann aber wäre auch dahin zu . wirken, daß die große Zahl der L'vinw reducirt und womöglich die Anstellung eines ttnrn vniw bewerkstelligt werde. '"0.1 möge geben, daß wir recht bald Erfreulicheres über beregten Gegenstand berichten können. .NttLQ'kD.,