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Der Israelit · 1866-01-31 · Heft 5 (31.1.1866) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 5 (31.1.1866)
Date
1866-01-31
Page
– (sequence 7)
Language
German
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, L)esterreichischer KarsetstLat, ' '11. Januar. Die ronservattve Partei itt tzär Cultusreprässntanz hat einen bedeutenden Schritt Mch B-tMM gethan; sie hat nämliche in einst geistvoll geschriebenen BroschSre gegen die obwaltenden Mißstände in allen .Branchen^ der Gememdeverwaltung, lebhaft protestirt und in derselben Winke gegeben,"wre gedachten Zuständen abzuhelfen sei. Diese conservativen Mitglieder finden sich in ihren auf Förderung der religiösen Bedürfnisse zielenden Anträgen dadurch gehemmt, daß dieselben bpSUMmmimgen in derMnorität bleiben; in der Brpschür^ wird daher sinsAenderung der Wahlordnung verlangt, und für die dritte Steuerklaffe eine größere Anzahl Repräsentanten gefordert *). Die Verdienste des Herrn Ernst Wehli, ehemaligen Präses der Repräsentanten, wurden bekanntlich auch von der Regierung gewürdigt,, und ist demselben von Sr. Majestät dje goldene Verdienstmedaille verliehen worden. Der gegenwärtige Präsident, Herr vr. Tode sko, ist bemüht, in jeder Beziehung das würdige Streben seines Vorgängers fortzusetzen; hierzu kommt, daß derselbe gut parlamentarisch geschult, einen vorzüglichen Leiter der Debatte abgibt. Mit der am Ereb Roschchodesch Schebat abzuhaltenden Derascha im Saale der Beerdigungsbrüderschaft wurde der Prediger Herr Professor Or. Kämpf beehrt; doch geschah dies nicht ohne in der betreffenden Sitzung des Vorstandes eine lebhafte Debatte hervorzurufen. Ein Theil der Vorstandsmitglieder wollte, daß die hier befindlichen Prediger alterniren sollen, daß mithin jedes Jahr ein anderer mit dieser Predigt beehrt werden solle; allein die Majorität entschied für den bewährten uiü> allbeliebten Redner, der nun schon durch eine längere Reihe von Jahren an diesem Tage diese Derascha abhält. — Seit Kurzem haben sich die Vorstände zweier Synagogen vom arten Ritus entschlossen von tüchtigen Gelehrten, ehemaligen Rabbinern in Landgemeinden, Sabbatvorträge abhalten zu lassen, die ein wißbegieriges Publikum gern besucht. Die.Herren Singep und Zeckend orf haben ein ausgebreitetes agadisches Wissen und verstehen der ihnen gestellten Aufgabe gerecht zu werden und die verdiente Anerkennung zu erwerben. Schweiz. lü Be kn, 18. JaNuar. Die Emancipation der Israeliten ist in allen Kantonen durchgedrungen. Frankreich. Atarrey Das hiesige Consistorium erhielt folgenden Brief: .. *) Dir ersuchen unseren "geehrtm Correspondersteu um,ge-.' fällige Zusendung der erwähnten Broschüre. — Die Redactwn.' . Meine Arrest Änd Herften Religionsgenoffest! -. UM das Andenken meiner verstorbenen Lebens» gMhrttn zu chren, bgbe ich die Ehre, Me zu benachrichtigen , daß ich eine fortlaufende Rente von L00! Fräncs Jährlich bestimmt habe, um. Vas Honorar der KrststÄ rsbistu von Nancy etwas Zu verbessern. ZÄ diesem Wecke stelle ich Ihnen- 27 Obligattonen dei^ Ostbahn zur Verfügung. Wenn ich diese bescheidene Sr-stnng» mache, kan» ich unmöglich beabsichtigen, die Lage desjenigen, für den dieselbe bestimmt ist, wesenUrch zu verAfferst; ich war vielmehr stets ungehalten über daS geringe Einkommen unserer Cultusbeamten, und ich darf hoffen, daß mein schwaches Beispiel Nachahmung finden werde. Durch besondere Bestimmung und um Herrn Libermann, unserem Rabbinen ein Zeichen meiner! aufrichtigen Verehrung M geben,-erwarte ich, daß wenn Frau Libermann ihren Gatten überleben sollte, ihr dieses Bsrmächtmß zu Gute kommen soll, und daß der folgende Rabbiner seine Rechte darauf erst dann asttreten werde, wenn Frau Libermann dasselbe nicht mehr gebrauchen kann. Wollen Sie, meine Herren und theuren Religionsgenoffen, den Empfang dieses Briefes anzeigen, und genehmigen rc. I. Lsvylier. Präsident des isr. Consistoriüms zu Nancy. k. 8. Ich werde mich unterziehen, die Kosten der Regulirung dieser Stiftung zu übernehmen. Italien. Florenz. Vor zwei Jahren bildeten die italienischen Juden ein Central - Csmitö, welches ihre Interessen bei der Regierung vertreten soll. Die Glieder dieser Körperschaft hielten neulich zu Florenz eine General-Versammlung und erwählten Signor David Levy. den Vorsteher der dortigen Gemeinde, zu ihrem Präsidenten. Von den Gegenständen, die zurSprache kamen, erwähnen wir ein Memorial, das sie bei der Regierung einreichten, Um bei etwÄigen Eingriffen der Missionäre in jüdische Angelegenheiten hinreichenden Schutz zu haben. Unmündige Kinder, jüdische Patienten in christlichen Spitälern sind es, die gewöhnlich derartigen Anfällen ausgesttzt sind. Verschiedene andere Gegenstände sind füt die Leser dieses Blattes von zu localem Interesse. Türkei. Couflantluopel Am 2. Jauuar d I. wurde hiep eine, israelitische Schule eingeweiht. Hauptsächlich verfolgt diese Anstalt^ bis ihre Gründung unserem Hfferbereivvilligen ReKgivnstzenoffen, Herrn Abraham KöMmÄo verdankt, den Zweck, den Missionären, die

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