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Der Israelit · 1866-01-24 · Heft 4 (24.1.1866) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 4 (24.1.1866)
Date
1866-01-24
Page
– (sequence 11)
Language
German
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71 kemup/Am zu begreifen; wie es tnWch ist, trotz d-tz vtelen Bernfsgeschüfte noch sk viele Zeit deyr Studiün? und dem Unterrichte zu widmen. Mit/der größten . Liebe sorgt er fttt seine Schüler, an denen, er oft Vaterstelle vertritt. sehr er sich auch freut, wen« seine Schüstr sich rem Thorastndium mit Miß hjygkberi,- so ist es ihm doch auch angenehm, wenn dieselben dabei auch weltliche Wissenschaften betreiben. Das vielseitige und gediegene Wissen ihres großen Meisters kommt ihnen auch hierbei zu statten. - Allmonatlich wird eine Prüfung vorgssnommen uud werden, besonders die Neueyigktretenech von eigens dazu bezahlten Studirenden, unterrichtet. Der oben erwähnte Verein besitzt eine sehr reichhaltige Bibliothek. Die von diesem Vereine besoldeten Lehrer für unbemittelte Jünglinge sind Herr Kle,in und Herr Breitbart. Hebräische Sprache, Bibel, Deutsch, Latein, Naturgeschichte rc. unterrichtet Herr N- Ehrenfeld. Fleißigen und strebsamen Jünglingen ist die Hochschule zu Eifenstadt eine wahre Wohlthat. Möge der Allgütige diese edlen jüdischen Männer in ihrem schönen Berufe kräftigen. Frankreich. Paris. (Jüdische Briefe von Albert Cohn. Fortsetzung.) Eine Antwort des Generals Lamor.cisre, datirt aus dem Bivouac vor Lallo Maganuia vom 28 November 1847, zeigt deutlich genug, wie die Ansichten dieses sonst so gerechten Officiers durch den Einfluß der arabischen Beamten von Vorurtheil befangen waren. Der Generäl befand sich damals nämlich an der Grenze Marocko's, um Abd-el-Kader zu beobachten und ihn nach einigen Wochen auch gefangen zu nehmen. Er hatte damals die Absicht, den Juden eine Steuer von 5 Francs für jede Person aufzulegen, die als Ersatz für den Dienst der National - Garde betrachtet werden sollte. Die Juden beklagten sich mit Recht über das arabische Bureau, dem sie untergeordnet bleiben sollten, und verlangten, der Civil-Behörde oder wenigstens dem Platzcommandanten untergeordnet zu werden. Hier folgt die Antwort: „Ich beeile mich, mein Herr, Ihr Streiken vom 12 d. M., die Stellung der Juden zu Tlemcen betreffend, zu beantworten. Diese Bevölkerung scheint mir noch nicht fähig, mit den Israel. Einwohnern anderer Städte aus gleiche Stufe gestellt werden zu tonnen, und zwar weil dieselbe nicht aus denselben Elementen zusammengesetzt ist, wie die in unseren übrigen afrikanischen Besitzungen; sie ist noch zu imbeständig (was übrigens, gelinde gesagt» übertrieben war. Tlemcen war vielmehr die älteste Gemeinde des franz. .Afrika's;.zaber der Hhefldes arab, Bureaus hatte großes Interesse, diese Bevölkerung unter feiner unmittelbaren Verwaltung zu haben) siyj, ändert sich täglich durch tzi? Nähe von Nedroma, und - Oüchda und überhaupt der marockanischen Grenze. Die verschiedenen Elemente, aus denen diese Gemeinde zusammengesetzt ist, bieten wenig! Garantie und erfordern eine specielle Bewachung, wozu den Beamten, die mit den arabischen Geschäften bettaut sind, die meisten Mittel zv Gebote stehen. Dieses ist der Grund, der uns bewogen hat, die Juden von Tlemcen noch unter einer AusnahmSregievimg zu lassen, welcher Zustand einstweilen noch so sortbeftrhen muß. Wenn unsere Beziehungen mit Marocko mehr Festigkeit erlangt haben werden, wenn das Land an unserer Grenze ruhiger sein wird: dann werden die Beziehungen der Juden in Tlemeen zu den Muselmännern oder zu ihren Religionsgenoffen im Osten weniger. Ueberwachung bedürfen als jetzt; dann erst wird es möglich sein , sie mit denjenigen der anderen Städte unserer Eolome auf gleiche Stufe M steüem Solange noch die jüdische Bevölkerung Algiers -nicht dieselben Lasten als: die Conscription, den Dienst der National-Garde, trägt, ist es weder unpassend noch ungerecht, sie unter besondere Gesetze zu stellen. Empfangen Sie , mein Herr, die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung Der General-Lieutenant v. Lamorciöre." Nichtsdestoweniger wurde die israel. Bevölkerung gleich darauf unter das Commando des Platzcommändanten gestellt, und als später ein Civil-ComMissariat errichtet wurde, waren die Israeliten seine ersten Beamten. Uebrigens genehmigte auch die Regierung diese Steuer, die den Juden von Tlemcen auferlegt werden sollte, durchaus nicht. Die Israeliten wollten, wenn sie die Rechte der franz. Bevölkerungen genießen sollten, recht gern die auferlegten Lasten tragen. Der General Bedeau wollte auch diese Frage diplomatisch besprechen, allein der Herzog von Aumale, der Ober- Gouverneur dieser Colonie, hatte die Güte, in einer Audienz, die ich zu Saint-Mond hatte, von mir eine Special-Note zu verlangen, in der ich die wichtigsten Verbesserungen äuszeichnen sollte.' Die Februarrevolution, die in diesen Zwischenraum fällt, hemmte die Ausübung aller dieser Maßregeln. Ungeachtet der allgemeinen Unordnung hatte das algierische (Konsistorium seine Thätigkeit begonnen-; eine bessere Organisation der Schulen war die unmittelbare Folge dieser Thätigkeit. Die Begebenheiten des Jahres 1848 jedoch brachten Alles ins Stocken; aus diesem Grunde könnte auch das Konsistorium von Eonstantine noch nicht' definitiv zu Stande kommen, welches erst'im folgenden Jahre seinen Rabbiner, Herrn Netter, jetzt zu Mzza/ erhielt. Die Nachrichten, die ich zu Eonstantine über Kabylien sowohl überdie dortigen sehr Zählzeichen ZstaeliteN, ^als auch über diejenigen: des SüdenS'biS nach Juggonstt! Temacjn, der Oase voy^ Rsa , und der Peru Mezab, erhielt, zeigten mir oen großen Nützen, von dem hier

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