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Der Israelit · 1866-01-24 · Heft 4 (24.1.1866) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 4 (24.1.1866)
Date
1866-01-24
Page
– (sequence 7)
Language
German
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67 erhobenen Humanität unseres vortreUichen Fürsten/ de« Geist der allgemeinen Menschenliebe, der pir haS Dqgma des Christenthums ^ebensowxnig «dGepeut macht, als für das des Judenthums^ iu einer Anstatt nähre und pflege, aus der ein großer Theil der künftigen Jugendbilduer debadischen Volkes hervorgehen. Hoffen wir, daß Ln seiner Lehrtätigkeit jede Aeußerung vermieden werde, die dazu geschaffen wäre, daß Wesen des JudenthümS Ln den Augen der christlichen Zöglinge herabznsetzen: sperren wir uns aber, daß man in der neueren Zeit anfänqt jüdische Seminare in's Kche» zu rufen, die diesen MWäuden abzrchelfen suchen. Für die Ausbildung eines israelitischen Schulmannes, von dem außer der Fähigkeit zum Unterricht in den Elemektarfächern noch Kenntniß der modernen Sprachen und der Handelswiffenschaften. so wie eine tüchtige Kenntniß der jüdischen Fächer gefordert wird, dürfte das evangäische Schulseminar, das für die Letzteren keine Aufgabe hat und für das Erstere nur wenig Zeit einraumen kann, an und für sich nicht ausreichen. Fügen wir noch den «eiteren Mißstqyd hinzu, daß die jüdischen Zöglinge nicht so,» wie die christlichen, einer strengen, fortwährenden Aufsicht unterworfen waren, sondern sich außer dsv Zeit de- Seminarbesuches selbst überlaffen bleiben und zwar in einem Alter, wo Aufsicht am meisten noth thut, so wird eS emleuchten, welch einem großen Mißstande die neuen jüdischen Seminarien — insofern sie zweckmäßig orgamsirt und nicht nur mit de» erforderlichen Lehrkräften, sondern auch mit de« geeigneten Persönlichkeiten besetzt sind — abhelfen; denn noch Eineheben wir hervor. Das jüdische Seminar muß auch eine solche Beschaffenheit haben, daß der jüdische Zögling sich den seinem künftigen Beruf entsprechenden Grad von Bildung aneignen kann. Wir haben zu unserer Freude von den beiden jüdischen Seminarien in Würzburg und Karlsruhe viel RühmenSwetthes gehört. Da beide nicht nur Inländern, sondern auch Ausländern geöffnet sind, die Zöglinge Kost und Logis an der Anstalt erhalten und so in ihrem in der Regel mittellosen Stande, der Nahrungs»orqen enthoben, ihren Studien mit Eifer obliegen können, so läßt sich für die Erfolge dieser Anstalten ein günstiges Prognosticon stellen. Es gibt wohl für die Eltern, sowie für jeden Menschenfreund nicht leicht ein schöneres Werk der Wohtthätigkeit, als für die Geistes-und Herzensbildung der Jugend Sorge zu tragen. »..Die MtMMl^eraenannten Anstalten^, die nach den darüber veröffentlichten Berichten ihre Subsistenzmittel aus Pkivatcontrihutioaen wohlthätiger Israeliten schöpfen, dürfte daher für die Israeliten, diL in. der LagL sini^ hiev — ---- - - Herzensangelegenheitsein. Denn hier, wo esich um die Heranbildung her Jugendbildper handelt, in deren Hände das Heil deren gelegt ist , die unserem Hexzen am MMs« finden die Morte des weisen Königchre, AnqeNdUW sr-n' 6a 70121 pNin .1212 wsz „Ein freigebiges Herz gedeiht^ LS nährt sich, indem es Andere nährt." AKSrtteMbltM (SchWWkP W Aqhre 1864 sind fotzende israelitisch^ HchrsidiestflL UiK geschrieben und uachbenännten LKrer^ übertrage« worden: 1) Am 47. März die Schul- und Vorsäfigerstelle in BrauUsbach, Dekanats Künzelsau, mit 300 fl. fixem Einkommen neben freier Wohnung, dem Schulmeister Gänger in Buttenhausen. 2) Am 13. Mai die Schulstelle in Butten Hausen, DekantÄMllnsingen, mit 300 fl. Einkommen re. dem Schulmeister Straßburger in Olnhausen. 3) Am ^4. Mai die Schul- und Vocsängecsteüe inMi che lb ach a. L, Dekanats Blaufelden, Mit 300 fl. rc. dem Schülmei-, Meister Leür in Hohebach. 4) Äm 23. Juui der. Schuluns Vürsängerdienst in Niederstetten^ Dekanats Blaufeloen, mit 325 fl. rc., dem Schulmeister Gündelsing er in Ecnsbach. 5) Am 20. September die SchulundBorsängerstells in Hohebach, Dekanats Künzelsau, mit 300 fl. re., -pem Amtsverweser Falk in Olnhausen. 6) Am 23. Dezember der Schul- und Borsängerdienst in Freudenthal, Dekanats Besigheim, mit 300 n., dem Schulmeister Weil in Knochendorf. Alle diese Gehalte sind inzwischen durch daS Gesetz vom 25. Mai 1665 auf 400 fl. erhöht worden. Pensionirt wurde im Kalenderjahr 1664: am 17. März Harburger Ln Michelbach a. L., Dekanats Blaufeloen, in einem Lebensalter von 55 Jahren und 10 Monaten bei 23jährigem Dienstatter mit 210 fl. Pensionsgehalt. Ulm- (SteuervsrweißeruNg.) Die vöÜMndige UnthLtigkeit der israelitischen Oberklrchenbehövtze i« Bezug auf gerechte VerthsiliMg dStl allgememen Cültussteuem hat eine Anzahl hiesiger Jaden veranlaßt, die Bezahlung der s. g. Persbnalsteuörn, 6 st. per Kopf, zu verweigem. Auch in HeilbrsUn ist eine solche Steuervstweigerung vorgekonimen« - Mrr Schade, daß dle Verweigerung in diesen Städten bloß des Gslvsacks willen, nicht aber Ms princiMlleE Widerstreit mit der ReformbsyiÄds geschieht und also purem GeLdLntereffd dient. Aach >erfolgter Gtttzch - stsüüuß mit NntzerM Menschenkinder«, glauben die GtruerverSeigerkde« nicht MSNSthigt werden zu kSNnSn, sine Kopfsteuer zu entrichten, sie Höffen ütelmeyr von dev RsgiÄmng, daß die'etde auf sofortige Aenderung eines SteuerMvdus Vving-tt werde, der nur auf Kosten zu. wirken,. LML^dsS.Muderbemittelte« zu. Gunsten der R ichm auf-. recht erhalten wird, obgleich.die JsrarlitenversammlUpgen m Ulm/Hohendüch «no Eßlingen em-

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