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Der Israelit · 1866-01-10 · Heft 2 (10.1.1866) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 2 (10.1.1866)
Date
1866-01-10
Page
– (sequence 18)
Language
German
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3Y Wir sind aber nunmehr durch den in Warschau im vergangenen Jahre erfolgten Abdruck des Söder Mar Gaon (869—81) im Stande, dem Mar Amram eine ausgebreitete Kenntniß des jerus. Talmud vmdiciren zu können. Die Art und Weise daher, wie Mar Amram den Talmud Jerus. bei der Gebetordnung benutzt, berechtigt uns zur Annahme, daß in der Academie zu Sura dieser Talmud allgemein bekannt war. Amram G^on sendet auf Verlangen eine Gebetordnung an einen;ip2L? x)2ii xnvi '12 pi2' '1 und erhärtet die Grundlage der 11212 .-1x2 mit einem Citat aus Talmud Babli und -xiL?' -^ix 112-1 Seite 1 '121 ->'82 '1 22'2 8251 '2.1 ^'211 '"XI X12121 UNd schließt dieses Citat mit den Worten: iipi 12x12? -21 ^12?'.^) Seite 5 setzt A. weitläufig auseinander denJrrthum derer, die darauf achten, 2?"p stehend zu sagen: (wahrscheinlich Karäer gemeint) -XL? 2'2?ixi siixi,, X'11 2) '"x 112-12 P21U 12 X-1 s'2?1p ux '"X 11122 ".121 21 2"1 2'lir '1211-X11-X 112X1 -1P 12 11X2' Seite 6 behandelt A. i2'ii2'i p2 s'p'222 und citirt: "s'p'222 i'i x-i ''22 2112 '"xi'2121,, daselbst: "21'11 X1P1 11L71)?1 1211 12 11221 sX2 '111"^); ebendaselbst: '1 V2?2 s12'2 '1 b) 'Q-2?11' '12 1-)? '112P1,, LH 21' 12 112111 L22? 121^r s211 l"2 ^22?' ".'121 1-'-1 Seite?, die Andacht bei i-si behandelnd: '121„ ".-21 1'-11 NX 1112?1- ^'12 --2121 121P2? 11«) '"x Seite 10. Ueber das Verhalten bei 2'ii2 citirt A.: ".X'11X2?1 1211 -21 ^) '2.1 '112 '"XI X12121 „ Seite il citirt A. über das Verhalten der Gemeinde, während der Vorbeter W112 sagt: '1«) xuii i'i -21 .1X1112 s'"2? 2;/ s'1112? -2.1 -1X2? '12 X12-1 .2-1 1'2O Seite 12 wird ein Gebet citirt unter der Überschrift: 11^2 12 'XI' 'll XI 12'2 'P21 N'X 'XI „ "-21 -22- '1X21 2-1P -L7 2121 : X2'- ''112?2, welches sich nur im Jerus 11212 4 findet. Seite 32 citirt A. über das Licht bei 1-121 wie folgt: '121 L?"22 '1- '1«) 212 '"XI 221. Es wäre eine Leichtes, diese von Amram für 1) Ende 11212: In unseren Jerusch.-Ausgaben aber fehlt die Anführung des Verses; vergl. i"2 n"x 112, der diese Stelle von Natronai Gaon anführt. 2) 11212 r, 2, s'^llp 1. 3) 2'12D 4, 9. 4) 11212 2, 122? 1. 5) 11212 1; in der Krakauer Ausgabe heißt es: ^1 12X -X122? 1"2 s2'2. 6) ibid. 7) 120 1. 3. — 6) 11212 1; die Lesart -'22 gibt einen guten Ginn und wird auch vom 12-2 im Namen des l"2X"l citirt, während unsere Ausgaben das sinnlose 122 haben. seine Gebetordnung dem T. Jeruschalmi entnommenen Citate zu vermehren; allein wir halten das Angeführte für hinlänglich zur Beantwortung der an der Spitze unseres Aufsatzes aufgeworfenen Frage, ob die vor Saadia lebenden Gaonim den Talmud Jeruschalmi gekannt haben. Aus den oben angeführten, von Frankel citirten zwei Stellen läßt sich mithin nicht der allgemeine Schluß ziehen, daß der Talmud Jerus. den Gaonim bis auf Saadia unbekannt war, sondern nur annehmen, daß den Respondenten die Stelle zufällig entgangen war, wie es häufig auch den Späteren erging, daß sie bei Abfassung von Responsen sogar Stellen aus dem» Talmud Babli übersahen. Besonders verliert das Citat von 'ppip2 ixiix pi seine gänzliche Beweiskraft, wenn man die Folgerung des ps"'i i°) zur Stelle erwägt, daß die Ansicht des R. Nachman im babyl. Talmud maßgebender sei, als die des R. Jochrnan im jerus. Talmud. Es können daher manche „Zweifel" den Chanina in Beziehung dieser Halacha beschäftigen, wenn er auch diese Stelle im Jeruschalmi gekannt hätte. Nicht größere Bedeutung darf man wohl den hochtrabenden Worten des fanatischen Karäers b. Jsrucham ") beimessen. Filehne, im December 5626. vr. I. M. Freimann, Rabbiner. Gin kleiner Geitrag M Geschichte -es Gibet-Kanons und M Gibel -Exegese. Von vr. HnlLbaeL. Die Fragen, wie und wann der Kanon entstanden sei, beschäftigen schon seit sehr langer Zeit die Köpfe der theologischen und nicht-theologischen Welt. Zwei Meinungen sind es vorzüglich, die sich entgegenstehen und bekämpfen, zwei Meinungen, von denen wir eine die rationelle, die andere* die traditionelle nennen möchten. Die erftere läßt die Ordnung der Bücher im Laufe der Zeiten entstehen; es habe sich jedes Buch, oder vielmehr jede Classe von zusammengehörenden Büchern an die vorige angereiht, so daß die Ordnung auch zugleich ein Zeugniß für das Alter der Bücher ablege. Daß aber diese Annahme in ihren Consequenzen in die ärgsten Jrrthümer verfalle, bemerkt schon Bleek, indem er sagt, daß daraus sich ergeben müsse, daß die Psalmen, die erst in den Hagiographen ihren Platz gefunden, auch jünger als alle Propheten sein müßten, während es doch bekannt K, 9) daselbst Abschnitt 8. 10) vergl. 2"l Abschn. 1^2'l — 11) vergl. Pinsker '21p '21p- 14, '211'21 2?'1211221 U1.1L? IX 121-2 --1 1'2 P21 ''22? 1'2 s'2 .l'.l X-V -21 12p- 212p.

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