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Der Israelit · 1866-01-10 · Heft 2 (10.1.1866) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 2 (10.1.1866)
Date
1866-01-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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dischen Volksschule noth thut" — stets die Antwort ertheilte: „Die Arbeit ist hübsch und verdienstlich; sie eignet sich aber vermöge ihrer Ausführlichkeit nur für ein FachblE. Wir könnten dieselbe höchstens bloß in einem gedrängten Auszuge geben" u. s. w. Daß endlich die Formulirung des „jüdischen Schulboten" mit der Ansicht und Vorschrift der Csongräder Correspondenz am Präcifeften in Parallele steht, — zeugen die bisher erschienenen Nummern desselben Blattes. — Möge der „jüdische Schulbote" unter dem Beistände des göttlichen Vaters fortfahren, auf der eirneschlagenen Bahn uneingeschüchtert vorwärts schreitend, wirksam zu sein! Er wird die gestellte Aufgabe — welcher er bekanntlich zur Genüge gewachsen ist — glücklich zu Stande bringen. Alexander Knopfler. Aus Ungarn Unlängst entstand in dem Dorfe Güns-Ruschka, Abaujer Comitat, Feuerlärm. Als die an der Brandstätte zusammengeströmte Volksmenge bemerkte, daß das brennende Haus einem Juden gehörte, ließ sie nicht allein das Haus brennen, sondern beschuldigte auch noch den Besitzer als Brandstifter, wiewohl derselbe ein durchaus unbescholtener Mann ist; außerdem wußte man mit ziemlicher Bestimmtheit, daß ein daselbst wohnendes, übelberüchtigtes, nichtjüdisches Individuum das Feuer angelegt hatte. Der unglückliche Besitzer des verbrannten Hauses wurde darauf von zwei Panduren ergriffen, gefesselt und unter der Begleitung des jubelnden Popels zum Vice-Stuhlrichter geführt. Wenn nun das ganze Verfahren ein eigenthümliches Licht auf die Kulturzustände mancher Gegenden Ungarns wirft, so übersteigt das Folgende alle Vorstellungen. Der Herr Vice - Stuhlrichter eröffnete nämlich ein Verhör, indem er mit höchst eigener Hand den armen unschuldigen Israeliten so lange mit der Karbatsche bearbeitete, bis derselbe ihn Ohnmacht fiel. Hierauf wurde der Unglückliche als Criminal - Verbrecher an das Comitat zu Kaschau abgeliefert. Dem eifrigen Bemühen des löblichen Vorstandes der israelitischen Gemeinde zu Kaschau gelang es, die Verhaftung des wirklichen Brandstifters zu veranlassen. Der Jude ist zwar noch immer inhaftirt, man sieht aber seiner baldigen Befreiung täglich entgegen. Italien. Der Rabbiner Flaminio Servi, von Monticelli veröffentlicht im „LäuoLtora israelits." eine Statistik der Israeliten Italiens. Ihre Anzahl beläuft sich auf 43,546 Personen, die 66r Ortschaften bewohnen, und dem Ritus nach, in 40 italienische, 22 deutsche und 4 spanische Gemeinden eingetheitt werden können. Die beträchtlichsten Gemeinden sind: Triest 5000, sr Rom 4500, Livorno 3400, Venedig 2500, Florenz 2000, Modena 2000, Turin 2000, Mantua 1900, Ancona 1550, Ferrara 1400 Seelen. Der ganzen jüdischen Bevölkerung stehen 44 Rabbiner vor. Slavonien. Biele Zeitungen erzählen einen Vorfall, der sich in einer Stadt Slavoniens zugetragen, und auch für unsere Leser von Interesse sein dürfte. In der Nacht des vorigen Jom Kippur, war unter den vielen christlichen Anwesenden auch der Baron v. Prentau, einer der Notabeln des Landes. Nachdem die Gemeinde das Maarib-Gebet beendigt hatte, wandte sich der Baron an den Gemeindevorsteher mit der Bitte, Am zu erlauben, einige Worte an die versammelte Gemeinde richten zu dürfen. Bereitwilligst wurde chm dieses gestattet. Hr.v. Prentau hielt darauf eine sehr schöne Ansprache an die Anwesenden, in welcher er die große Weihe uns das Ergreifende des jüdischen Gottesdienstes nicht genug zu bewundern wußte. „Ohne allen Prunk, der nur Menschen imponirt, steht Euer Gottesdienst einzig in seiner Art da, und muß dem Schöpfer, der nur auf das Herz sieht, angenehm sein. Gewähret mir nun die Bitte, auch mein Schärflein zu diesem schönen Gotteswerke beizutragen, nehmet mein jährliches Geschenk von 100 fl. (ö. W.) an und verwendet es, zum Ausbau dieses heuigen Gotteshauses." Der Rabbiner antwortete dem Baron und sprach im Namen der ganzen Gemeinde den herzlichsten Dank aus. (Hammemasser.) Holland. Amsterdam. Erlauben Sie uns, geehrter Herr Redacteur, über eine Nachricht in Nr. 52 Ihrer geschätzten Zeitschrift einige Bemerkungen zu machen. Es ist dieses, die dem „Jewish Meffenger" entlehnte Angabe, daß wir von Cincinati 4000 Dollars für die Pilgerwohnungen erhielten, die einer Berichtigung bedarf. Wohl ist es wahr, daß wir von Herrn Chaim Moses in drei nach einander folgenden Sendungen 4600 Dollars im Betrage von 754Afl. 36 ct. erhielten, die jedoch zu folgenden Zwecken «stimmt waren: Für llriO. 3294 fl. 49 ct. Ertrag der Extrasammlung . . . 2442 fl. 59 ct. Für verschiedene Einzelne . . . 878 fl. 28 ct. Für Armen und Pilgerwohnungen 934 fl. — ct. Summa 7549 fl. 36 ct. Um Mißverständnisse zu vermeiden, ersuchen wir um schleunige Veröffentlichung dieser Berichtigung und zeichnen mit der größten Hochachtung rc. Die Pekidim und Amerkalim des h. Landes. Belgien. Brüssel Bei dem Leichenbegängnisse des verstorbenen Königs Leopold I. hatte der xranä rsbdm.

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