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Der Israelit · 1865-12-27 · Heft 52 (27.12.1865) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 52 (27.12.1865)
Date
1865-12-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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783 Kaiser Nicolaus jüdische Knaben schon im Alter von 8 Jahren ihren Ettern entriß, um sie im Innern Rußlands in militärischen Instituten für seine Heere erziehen zu lassen. Amerika. Dtew-Poxk Herr Rodert Grace, Capitän des Dampfers Erin erhielt von den CaMepassagieren eine Dankadresse sür die freundliche Behandlung während der jüngsten Ueberfahrt. Dieser Anerkennung reiht sich eine ähnliche Kundgebung des Herrn B. Töplitz von hier, mit dem Bemerken, daß er von 30 Israeliten, die dieselbe Reise ebenfalls in der Cajüte und dem Zwischendeck mitgemacht hatten, beauftragt sei, dasselbe zu thun, an. Besonders sprechen unsere Glaubensgenossen dem braven Seemanne ihren Dank dafür aus, daß er ihnen einen besonderen Theil des Schiffes einräumte, wo sie während des Rosch-Haschanah-Festes 5626 ungestört ihren Gottesdienst am Bord des Fahrzeuges verrichten konnten. (Meffenger.) Cincinnati. Der „Jewish Mefsenger" berichtet, daß Herr Heymann Moses von hier durch persönliche Aufforderung und Collectirung 4000 Dollars zum Bau der Armen- und Pilgerwohnungen am Berge Zion dem Central-Comitä in Amsterdam übersendet habe.__ _ Nachschrift. Mainz, den 24. Dezember. Soeben wird uns ein „vr. C. A. Falkenstein, Leipzig, Datum des Poststempels", unterzeichnetes Circular übersandt, das dem löblichen Vorstande der israelitischen Gemeinde zu Zell, Bayern, zugegangen ist. Dasselbe avisirt eine Montesiore-Medaille gegen Postnachnahme von 42 fl. (4L. St.); der Unterzeichnete vr. F. behauptet von einem Comite Comm emoratif Sir Moses Mvntefiore in London und von derAlliance Jsraelite universelle in Paris beauftragt zu sein, die genannte Medaille gegen Postvorschuß an die israelitischen Gemeinden Deutschlands, Oesterreichs, Rußlands re. zu versenden; das Geld sei zur Unterstützung der Nothleidenden in Jerusalem bestimmt. Da dem löblichen Vorstande zu Zell die Sache verdächtig erschien, so hat derselbe das Circular, welches auffälliger Weise den Poststempel „Mainz, den 21. Dez." trägt, an uns geschickt, um bei uns Erkundigungen darüber einzuziehen. Auch uns ist die ganze Angelegenheit im höchsten Grade auffällig; wir haben einen vr. C. A. Falkenstein noch gar nicht nennen gehört; wir stellen daher folgende Fragen: 1) Existirt das im Circulär erwähnte Comite Commemoratif Sir Moses Montefiore, und wenn: 2) Hat es einen vr. C. A. Falk enstein in Leipzig zu seinem Einnehmer bestellt? Die löbliche Redaktion des London „Jewish Chro' nicle" wird hiermit ersucht, uns schleunigst hierüber Aufschluß zu geben. Ebenso bitten wir den löblichen Vorstand der Alliance isr. universelle, uns umgehend mitzutheilen, ob derselbe dem Genannten Auftrag gegeben. Da anzunehmen ist, daß solche Postsendungen unter Nachnahme an viele isr. Gemeinden ergangen, so mögen die betreffenden Vorstände die Auszahlung des nachgenommenen Betrages so lange verweigern, bis daß obige Fragen in authentischer Weise beantwortet sind. — Feuilleton. Issun NN- Schob ach, König von Ktcin- Ä r m e n i r n. *) Von VenUIsu Unter den einunddreißig Königen, welche von Josua bei der Eroberung des gelobten Landes besiegt und erschlagen werden waren, hatte einer einen Sohn, mit Namens Schoback, der König von Klein-Armenien war. — Schobach machte sich auf und verband sich mit sünsundvierzig Königen von Persien und Medien; auch nahmen sie Jepheth, den Starken, mit sich, der seine Lanze schon gegen manchen Mann geschwungen, sammelten ein Heer, zahlreich wie Sand am Meer, und sandten an Josua ein Schreiben, das also lautet: „Von dem auserlesenen und hochpreislichen Vereine der Könige von Persien und Medien an Dich Josua, Sohn Nuns, Zuschrift und Gruß." „Du, Wolf der Steppe! wir wissen, was Du „unfern Verwandten gethan. Du hast unsere Schlösser „zerstört, Haft hingeschlachtet ohne Erbarmen von Jung „bis Alt, unsere Väter hast du durch das Schwert ge- „tödtet und ihre Städte verwüstet; so wisse denn, daß „von heute an in dreißig Tagen wir zu Dir kommen „und Dich erreichen werden in Deiner Gemarkung auf „dem Berge Ephraim, wir, fünfundvierzig mächtige „Könige, von den er jeder sechzigtausend tapfere Streiter führt, ausgerüstet mit Pfeil und Bogen, alle Hand „am Schwert, kriegsgeübt, und mit uns ist Jepheth, „der Starke, von dem Du vernommen haben wirst. „Darum sei bereit und rüste Deine Waffe, auf daß „Du nicht hintennach sagest, wir seien unvesehens und „urplötzlich über Dich gekommen." — Dieses Schreiben vertrauten sie einem Boten, einem klugen und verständigen Mann. Der Bote kam an, als Josua eben auf dem Richterstuhle saß; ganz 1) Nach Juchasin S. H7 », von Schullam, angeblich einer kuthäischen Chronik entnommen, welche ihrerseits die Erzählung

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